MyMz
Anzeige

Klimastreik

„Fridays for Future“ in Burglengenfeld

Am Freitag demonstrieren Schüler erstmals auch im Städtedreieck. Dank der geplanten Uhrzeit sollte es keine Konflikte geben.
Von Marina Wudy

Auch das Jugendzentrum Burglengenfeld unterstützt die geplante Schüler-Demonstration. Symbolfoto: Martin Schutt/zb/dpa
Auch das Jugendzentrum Burglengenfeld unterstützt die geplante Schüler-Demonstration. Symbolfoto: Martin Schutt/zb/dpa

Burglengenfeld.Schon seit Dezember 2018 protestieren regelmäßig freitags Schülerinnen und Schüler weltweit für mehr Klimaschutz. Über ein Jahr nach Beginn der Proteste hat die Bewegung jetzt auch das Städtedreieck erreicht: Am Freitag, 17. Januar, soll auf dem Marktplatz in Burglengenfeld im Rahmen der „Fridays for Future“-Aktion demonstriert werden. Der Beginn der Demonstration ist für 13.30 Uhr angesetzt. Damit umgeht die Burglengenfelder Jugend das heikle Thema, wegen der Teilnahme an der Aktion dem Unterricht fernzubleiben. Laut der Hauptorganisatorin des Protests, der 17-jährigen Taylor Bräu, die das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium in Burglengenfeld besucht, sollen so möglichst viele Schülerinnen und Schüler dazu ermuntert werden, an der Demonstration teilzunehmen, ohne dafür extra den Unterricht schwänzen zu müssen.

Die Schulleitung unterstützt die Aktion

Dr. Beate Panzer, Schulleiterin des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums, begrüßt die geplante Demonstration deshalb. Sie fände es grundsätzlich gut, wenn sich junge Menschen politisch engagieren und für den Umweltschutz einsetzen würden, sagte die Schulleiterin auf Anfrage der Mittelbayerischen. Sie zeigte sich zudem erleichtert darüber, dass der Protest erst nach Schulende stattfinden wird, denn so müsse sie sich nicht damit befassen, welche Konsequenzen sie auf ein Fernbleiben der Schüler vom Unterricht folgen lassen würde. Auch abseits der „Fridays for Future“-Aktion zeigt sich das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium durch zahlreiche Projekte als umweltbewusst und wurde deshalb 2018 sogar mit dem Titel „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet.

Die genaue Teilnehmerzahl ist noch unsicher

Wie viele Schülerinnen und Schüler am Freitag tatsächlich demonstrieren werden, ist noch nicht sicher: Laut Organisatorin Taylor Bräu sei es momentan noch schwierig abzuschätzen, wie viele Menschen zu erwarten seien. „Es könnten 30 sein, aber auch 150“, sagte die 17-Jährige der Mittelbayerischen. Sie geht selbst in die 10. Klasse des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums und wollte sich schon länger für das Klima engagieren: „Dass es ‚Fridays for Future‘ bisher nur in Regensburg gab, fand ich schade. Ich wollte die Aktion deshalb unbedingt auch ins Städtedreieck holen.“

„Dass es ‚Fridays for Future‘ bisher nur in Regensburg gab, fand ich schade. Ich wollte die Aktion deshalb unbedingt auch ins Städtedreieck holen.“

Taylor Bräu, Organisatorin FFF Burglengenfeld

Gemeinsam mit ein paar Freunden hat Bräu deshalb Flyer drucken lassen, die sie an den Schulen verteilen, und auch in den sozialen Medien werben sie für die Demonstration. Viele hilfreiche Tipps habe sie außerdem vom Jugendzentrum in Burglengenfeld erhalten, sagte die 17-Jährige. Das JUZ hat selbst zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen und erklärt sich solidarisch mit den Zielen der „Fridays for Future“-Bewegung.

Bildung

Gymnasium erhält „sprechenden Baum“

Auch ohne „Fridays for Future“ wird Klimaschutz an der Burglengenfelder Schule großgeschrieben. Viele Aktionen belegen dies.

Die Organisatoren des Jugendzentrums werden am Freitag deshalb mit von der Partie sein: Sie schenken Punsch aus und kümmern sich um die Musikanlage. Neben Taylor Bräu selbst wird außerdem Prof. Michael Sterner von der Organisation „Science for Future“ aus Regensburg eine Rede halten. Auf Facebook haben sich bisher 21 Menschen für die Veranstaltung angemeldet; 75 weitere sind an einer Teilnahme interessiert (Stand: 14. Januar). In dem sozialen Netzwerk gab es auch viele kritische und teilweise sogar beleidigende Kommentare in Richtung der jungen Veranstalter. So warf Tobias Guttenberger ihnen vor, sie würden sich nicht für Zahlen und Fakten interessieren, sondern „einfach nur mittels Emotionen manipulieren, wie eure heilige Kuh namens Greta.“

Mehr Nachrichten aus Burglengenfeld und Umgebung lesen Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht