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Innenstadt

Friedrich-Ebert-Straße: Umbau nach Plan

Die Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße in Schwandorf läuft weitgehend reibungslos. Ende Juli wird wohl gepflastert.
Von Hubert Heinzl

Der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße läuft bisher im großen und ganzen im Zeitplan. Voraussichtlich ab Ende Juli kann gepflastert werden. Foto: Heinzl
Der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße läuft bisher im großen und ganzen im Zeitplan. Voraussichtlich ab Ende Juli kann gepflastert werden. Foto: Heinzl

Schwandorf. Der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße ist lange diskutiert, vielfach angekündigt und fast schon generalstabsmäßig geplant worden. Eineinhalb Monate nach Baubeginn sind die Verantwortlichen in der Stadt zufrieden: „Wir liegen im großen und ganzen im Zeitplan“, sagt City-Manager Roland Kittel, der die Pressearbeit für den Umbau der Schwandorfer Einkaufsmeile koordiniert. Das bedeutet auch: Wenn alles so klappt, können die Schwandorfer ab etwa Ende Juli hautnah mitverfolgen, wie die Straße einmal aussehen wird. Dann nämlich sollen auf dem ersten Teilstück bis zur Einmündung der Berggasse die Pflasterarbeiten beginnen.

Auf ihrer To-do-Liste für Bauabschnitt I haben die Mitarbeiter der Wackersdorfer STRABAG schon einiges abhaken können: Die alte Fahrbahn samt Bordstein wurde abgebaut und beseitigt, die Gasleitung ebenso erneuert wie der Abwasserkanal. Und für Schwandorfs älteste Wasserleitung aus dem Jahr 1909 gibt es inzwischen bereits einen provisorischen Bypass. Wenn sie ausgebaut und erneuert ist, sind die einzelnen Hausanschlüsse dran, auch für das Abwasser. Da geht es ans Eingemachte, denn aufgrund des Kabelsalats zu den einzelnen Haushalten können die Bauarbeiter nicht mit schwerem Gerät vorgehen. Sind dann auch die letzten Stromleitungen neu verlegt, werden die Gehsteige abgebrochen und die Straße erneuert.

Latrine aus dem Spätmittelalter



Überraschungen an der Baustelle blieben bisher aus. Der Mitarbeiter eines Kampfmittelräumdienstes, der wegen des Verdachts auf Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg zur Stelle war, musste nicht ein Mal eingreifen. Und selbst das Bodendenkmal, das gleich am Anfang in 1,50 Meter Tiefe entdeckt wurde, störte den Fortgang der Arbeiten kaum. Die Latrine aus dem Spätmittelalter hatten Mitarbeiter des Augsburger Grabungsinstituts „Archbau“ schnell freigelegt, dokumentiert und wieder zugeschüttet.
Auf dem Weg zur neuen Friedrich-Ebert-Straße wird immer mal wieder aufgegraben und wieder zugeschüttet. Was den Laien wundert, hat aber eine einfache Erklärung. „Alles in einem Aufwasch zu erledigen, das geht nicht. Sonst würden die Häuser wegen des Seitendrucks in sich zusammenfallen“, erklärt Werkleiter Walter Zurek beim wöchentlichen „Jour fixe“ am Donnerstag. Vorgegangen wird nach seinen Worten grundsätzlich in vertikalen Etappen. Erst ist die Kanalisation an der Reihe, dann folgen die nächsthöheren Etagen bis zum Pflaster. Bis August will man mit Bauabschnitt I fertig sein, bis zum Weihnachtsgeschäft mit dem kompletten Teilstück vom Marktplatz bis zur Spitzwegstraße.

Auch rund um die Friedrich-Ebert-Straße läuft im wesentlichen alles nach Plan. Die Umsatzeinbußen wegen der Baustelle hielten sich in Grenzen, berichtet City-Manager Kittel. Zwar spüren vor allem die Geschäfte im unmittelbaren Einzugsbereich der Baustelle einen Rückgang der Geschäfte, weil sich die Laufkundschaft rar macht. Doch damit war nach seinen Worten zu rechnen. In anderen Teilen der Innenstadt habe der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße „praktisch keinerlei Auswirkung“ auf die Kundenfrequenz. An die Engpässe auf den Gehwegen haben sich die Kunden inzwischen gewöhnt, so seine Einschätzung. Beschwerden bei der Stadt hat es nach seinen Worten bisher nicht gegeben – wenn es Probleme gab, konnten sie laut Kittel auf dem „kleinen Dienstweg“ mit Verwaltung und Baufirma gelöst werden.

„Baustellenpass“ kommt an



Immer besser kommt auch der „Baustellenpass“ in Schwung – eine Aktion von Stadt und Wirtschaftsforum. Das Ganze funktioniert ähnlich wie eine Rabatt-Karte: Pro Einkauf im Wert von über zehn Euro gibt es einen Stempel; bei 20 Stempeln können sich die Kunden beim Schwandorfer Tourismusbüro an der Kirchengasse 1 einen „Schwandorfer Zehner“ abholen. „Die ersten vollständig ausgefüllten Baustellenpässe sind schon eingegangen“, freut sich der City-Manager. Und die Zahl der teilnehmenden Geschäfte hat sich auf 35 Einzelhändler erhöht. „Das Angebot wird von Kunden und Geschäften gut angenommen“, so Kittel.

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Umbau der Friedrich-Ebert-Straße

  • Flaniermeile:

    Durch den Umbau soll die Friedrich-Ebert-Straße vor allem an Aufenthaltsqualität gewinnen. Die Eckdaten: Tempo 20, ein höhengleicher Ausbau des Straßenzugs mit breiten Geh- und Radwegstreifen, neues Pflaster und Lichtkonzept.

  • Zeitplan:

    Mit Bauabschnitt I vom Marktplatz zur Einmündung Berggasse will die Stadt bis August, mit dem kompletten Teilstück bis zur Einmündung Spitzwegstraße rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, also Ende November/Anfang Dezember.

  • Tiefbau:

    Bevor Bauabschnitt I gepflastert werden kann, müssen noch die Wasserleitung sowie die Hausanschlüsse und Stromleitungen erneuert werden. Schwandorfs älteste Wasserleitung aus dem Jahr 1909 wird dann auch ausgebaut.

  • Service:

    Neben den verbilligten städtischen Parkhäusern soll auch der „Baustellenpass“ weiter Kunden in die Innenstadt locken. Bei 20 Stempeln gibt es einen „Schwandorf Zehner“, bisher machen bereits 35 Einzelhändler in Schwandorf mit. (hh)

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