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Fünf-Prozent-Hürde sogt für Enttäuschung

Die Direktkandidaten der ÖDP und Linken hätten sich ein besseres Ergebnis erwartet. Freude gab es hingegen bei der AfD.
Von Philipp Seitz

Die Fünf-Prozent-Hürde bei der Landtagswahl wurde auch in Schwandorf einigen Parteien zum Verhängnis. Foto: Thomas Kienzl/dpa
Die Fünf-Prozent-Hürde bei der Landtagswahl wurde auch in Schwandorf einigen Parteien zum Verhängnis. Foto: Thomas Kienzl/dpa

Schwandorf.Freude bei der AfD, Enttäuschung bei der ÖDP und den Linken. Das Resümee von Linken-Kandidatin Eva Kappl und Alfred Damm von der ÖDP hörte sich am späten Sonntagabend fast identisch an: Sie hätten sich gewünscht, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. Damm zeigte sich mit dem Ergebnis im Stimmkreis nicht zufrieden. Auf den Stadt- und Kreisrat entfielen knapp 2,1 Prozent der Stimmen. „Ich hätte mir natürlich mehr erwartet und das Doppelte gewünscht, um näher an die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen.“ Es sei nicht gelungen, diejenigen Wähler, welche bei der Kommunalwahl ihr Kreuz bei der ÖDP setzen, auch für die Landtagswahl zu gewinnen. Das wiederum liege an der Fünf-Prozent-Hürde.

Die ÖDP hätte sich ansonsten nichts vorzuwerfen: „Wir haben einen ordentlichen Wahlkampf geführt. Natürlich ist es für eine kleine Partei, wie die ÖDP, schwieriger. Aber wir brauchen uns nicht zu verstecken“, sagte Damm. Der ÖDP-Kreisvorsitzende hatte zuvor schon angekündigt, dass er sich auch im Falle einer Wahlniederlage weiterhin auf kommunaler Ebene einbringen möchte. Auch den Volksentscheid als „Instrument der direkten Demokratie“ wolle seine Partei auch künftig nutzen, sagte Damm.

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Eva Kappl fokussiert sich nach der Landtagswahl bereits auf die Kommunalwahlen im Jahr 2020. Die 20-Jährige gehört dem Sprecher-Team des Oberpfälzer Bündnisses für Toleranz und Menschenrechte und seit zwei Jahren dem Kreisverband der Linken an. Das Ergebnis ihrer Partei auf Landesebene sei für sie enttäuschend, räumte Kappl ein. „Wir hätten uns mehr erhofft und gedacht, dass es knapper wird.“ Über ihr Ergebnis als Direktkandidatin und das ihrer Partei im Stimmkreis freue sie sich hingegen schon. Kappl kam auf 2,58 Prozent der Stimmen. Sie wolle sich nach der Landtagswahl in der Oberpfalz weiter politisch engagieren – und schöpfe aus dem Ergebnis der Landtagswahl Zuversicht: „Ich denke, dass wir bei der Kommunalwahl die Fünf-Prozent-Hürde schaffen werden.“

Freudige Gesichter gab es hingegen bei der AfD. Die Partei feierte laut Kreisvorsitzenden Felix Börner mit knapp 40 Anhängern in Nittenau das Abschneiden der Partei. Börner sagte, dass die AfD als drittstärkste Kraft im Stimmkreis Schwandorf zufrieden sein könne. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist toll. Wir hatten mit einem Wert in dieser Größenordnung gerechnet.“

Erklärtes Ziel sei es gewesen, einen zweistelligen Wert zu erreichen. Auch die Kandidaten seien zufrieden. Nun würde der Kreisverband erst einmal die Zeit zum Durchschnaufen nutzen: „Wir sind ziemlich fertig. Der Wahlkampf war sehr anstrengend“, sagte der Kreisvorsitzende.

Auf Wolf-Dieter Grahn von der FDP entfielen 2,58 Prozent der Stimmen. Fast identisch war das Ergebnis bei den Zweitstimmen der FDP.

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