MyMz
Anzeige

Für Raser wird es in Bodenwöhr teuer

Die Gemeinde ist dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit beigetreten. Ab sofort finden Kontrollen statt.

Mit modernen Geräten wird die Geschwindigkeit der Verkehrteilnehmer kontrolliert.
Mit modernen Geräten wird die Geschwindigkeit der Verkehrteilnehmer kontrolliert. Foto: Nadine Schlegl, ZV KVS Oberpfalz

Bodenwöhr.Die Gemeindeverwaltung hat seit längerer Zeit mit vielen eingehenden Beschwerden von Anwohnern zu kämpfen, bei denen es um gravierende Geschwindigkeitsüberschreitungen in den Ortsstraßen geht. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, habe der Gemeinderat deshalb bereits im Oktober 2019 beschlossen, dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz, kurz ZV KVS Oberpfalz, beizutreten.

Ab sofort wird der Verband die Einhaltung des Tempolimits in der Gemeinde überwachen. Mehr Verkehrssicherheit und Gemeinschaft auf den Straßen sind die erklärten Ziele, betont die Gemeinde. Damit wolle man vor allem Folgendes erreichen: Autofahrer dazu bringen, vom Gas zu gehen, und Brennpunkte entschärfen. „Regelmäßige Kontrollen im Straßenverkehr schützen vor Unfällen und Raserei – und senken die Anzahl der Verstöße nachhaltig und dauerhaft“, weiß Sandra Schmidt, Geschäftsführerin des Zweckverbands, der aktuell in knapp 90 Kommunen ein Auge auf den Verkehr hat. Raser müssten im Gemeindegebiet Bodenwöhr von nun an vermehrt mit Blitzern rechnen. Die Tempokontrollen seien dringend nötig, betont Bürgermeister Georg Hoffmann.

Bürger beschweren sich bei der Gemeinde Bodenwöhr

„Uns erreichen immer wieder Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern, dass an einigen Stellen, ja sogar in Siedlungsstraßen und an Spielplätzen, oft zu schnell gefahren wird.“ Für die Überwachung verfüge der Zweckverband mit Sitz in Amberg über moderne Geschwindigkeitsmessanlagen. Seine Mitarbeiter lasse er an der Bayerischen Verwaltungsschule ausbilden. In einem ersten Schritt wird die Gemeinde mit Plakaten darauf hinweisen, dass die Autofahrer ihre Geschwindigkeit im Blick haben sollen.

Pilotprojekt

Platznehmen im Blitzer-Flitzer

Tagsüber Dienstfahrzeug für Verkehrsüberwacher, abends frei für alle: Wackersdorf testet E-Carsharing im ländlichen Raum.

Wie oft kontrolliert wird, legt die Kommune fest. Der Schwerpunkt der Geschwindigkeitskontrollen wird an neuralgischen Punkten sowie in Tempo-30-Zonen liegen. „Die Messstellen wurden in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband und der Polizeiinspektion Neunburg festgelegt und durch das Polizeipräsidium genehmigt“, ergänzt Bürgermeister Hoffmann.

Das Bußgeld geht an die Gemeinde Bodenwöhr

Der ZV KVS Oberpfalz arbeitet laut Geschäftsführerin Sandra Schmidt als Körperschaft des öffentlichen Rechts nicht gewinnorientiert. Das bedeutet: Alle eingenommenen Verwarnungs- und Bußgelder leite der Verband direkt an die Kommune weiter. Die Bezahlung des Zweckverbands für die Personal- und Technikkosten erfolge nach festen Stundensätzen und Sachbearbeitungspauschalen – und sei damit für die Kommunen planbar. „In vielen Fällen ist es ein Nullsummenspiel“, weiß Zweckverbands-Geschäftsführerin Sandra Schmidt. Und: „Wenn eine Kommune bei uns anfragt, geht es ohnehin nicht ums Geld, sondern um die Verkehrssicherheit der Bürger.“

Appell der Gemeinde

  • Sicherheit:

    Die Gemeinde Bodenwöhr betont in ihrer Pressemitteilung ausdrücklich, dass es nur um die Sicherheit der Bürger geht und nicht darum, irgendjemanden „abzuzocken“.

  • Bitte:

    Die Gemeinde bitte deshalb die Bevölkerung um Verständnis für die Maßnahmen und rät jedem Straßenverkehrsteilnehmer, immer ein Auge auf seinen Tacho zu haben.

Mehr Nachrichten aus Bodenwöhr lesen Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht