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Kommunalpolitik

FWL Burglengenfeld läuten Wahlkampf ein

Die „Freien Wähler Land“ fordern einen städtischen Revitalisierungsplan für Burglengenfeld. Sie haben elf Ziele fixiert.
Von Josef Schaller

Sach- statt Parteipolitik ist die Marschroute der Kandidaten von „Freie Wähler Land“.  Foto: Josef Schaller
Sach- statt Parteipolitik ist die Marschroute der Kandidaten von „Freie Wähler Land“. Foto: Josef Schaller

Dietldorf.„Keiner kennt unsere Anliegen und Probleme besser als wir selbst! Ein besseres Sprach- und Entscheidungsorgan für die Anliegen der Umlandbürger als unsere Listenkandidaten hat es nie gegeben und wird es auch nicht geben!“ Stadtrat Andreas Beer hatte beim Wahlkampfauftakt von „Freie Wähler Land“ (FWL) im Gasthaus Weiß in Dietldorf die richtige Anmoderation gefunden, um die zahlreichen Zuhörer von Beginn an auf seiner Seite zu wissen.

Die Aussage des Dietldorfer Ortssprechers durfte man auch als einen gezielten Seitenhieb auf ein Stadtratsmitglied einer anderen Partei werten, das die FWL angeblich als überflüssig bezeichnet hatte. Der scheidende Stadtrat der FWL, Karl Deschl, der sich am Ende der aktuellen Legislaturperiode nach zwölf Jahren Mitgliedschaft im Stadtrat aus der Kommunalpolitik zurückziehen will, hat am Ende der Veranstaltung für Aufklärung gesorgt, auf wen Beer seine „Speerspitze“ gerichtet hatte.

Die 24 Listenkandidaten kommen aus sechs Umlandgemeinden

CSU-Stadtrat Thomas Hofmann soll bei einer Wahlversammlung in Pottenstetten festgestellt haben, das Umland brauche keine FWL-Stadträte mehr, denn künftig werde er zusammen mit seinem Kollegen Steinbauer das Umland bestens im Stadtrat vertreten. Deschl bezeichnete diese Aussage des CSU-Stadtrats als „rotzfrech und an Arroganz nicht zu überbieten“.

Die Listenkandidaten

  • Plätze eins bis zwölf:

    Andreas Beer, Martin Jell, Josef Schießl, Johann Heimler, Jürgen Ehrnsperger, Johann Bruckschlegel, Rosa Jobst, Alois Hofrichter, Heiko Basta, Peter Kellner, Katja Schmidt, Timo Feuerer

  • Plätze 13 - 24:

    Thomas Kerner, Karin Auer, Sabine Hofrichter, Stefan Pritschet, Markus Pirkenseer, Josef Praller, Antje Basta, Sascha Kellner, Peter Jell, Maximilian Beer, Gerhard Winkler, Rainer Pritschet

24 Listenkandidaten, die aus allen sechs Umlandgemeinden kommen, hätten in den vergangenen zehn Wochen bei vielen und sehr konstruktiven Sitzungen sinnvolle Ziele erarbeitet, die sowohl den Bürgern im Umland als auch denen in der Kernstadt ein Anliegen seien, so Beer. Ihr Motto: „Hand in Hand für Stadt und Land“. Die FWL-Kandidaten wollen auch nach der Wahl das Ohr am Bürger haben, ihre Probleme und Wünsche diskutieren und sie sinnvoll in den Stadtrat einbringen, wie der Dietldorfer Ortssprecher betonte, der die FWL-Liste auf Platz eins anführt.

Dialog mit den Bürgern ist ihnen besonders wichtig

Elf Ziele haben sich die FWL auf ihre Fahnen geschrieben. Besonders wichtig dabei sei der dauerhafte Dialog mit den Bürgern. Die FWL wollen Sachpolitik betreiben, losgelöst von parteipolitischen Streitigkeiten. Sie wollen den Breitbandausbau voranbringen und sich für den Erhalt von Kultur und Vereinsleben einsetzen. Der Stellenwert der Landwirtschaft als Rückgrat der Gesellschaft soll gestärkt, Straßensanierungen in Stadt und Umland vorangetrieben werden. Wohnraum soll bezahlbar, attraktiv, nachhaltig und mit kurzer Anbindung an die Kernstadt geschaffen und gestaltet werden. Vorhandene Förderprogramme sollen effektiv genutzt werden.

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Trotz Schuldentilgung fordern die „Freien Wähler Land“ allerdings auch sinnvolle, weil zukunftsorientierte Investitionen. Listenkandidat Thomas Kerner sprach sich dafür aus, einen Revitalisierungsplan für die städtische Entwicklung auszuarbeiten, um unter anderem die örtlichen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft zu verbessern, das Bewusstsein für die örtliche Lebenskultur zu schärfen, den heimischen Lebensraum und die Nahversorgung zu stärken sowie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der Region zu vertiefen. Ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Potenziale der ländlichen Räume sollen so gestärkt werden.

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