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Region Schwandorf
Mittwoch, 23. Mai 2018 25° 8

Notfalleinsatz

Gasleck in Teublitz: Kinder evakuiert

Retter waren am Donnerstag im Kinderhaus Herz-Jesu gefordert; eine Erzieherin bemerkte Gasgeruch. Das Leck ist abgedichtet.
Von Werner Artmann

Mit einem Absauggerät wurde der Gasgeruch aus dem Verbindungsgang des Kinderhauses abgesaugt. Foto: Artmann

Teublitz.Großalarm für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und BRK am Donnerstagmorgen: Nachdem eine Betreuerin im Teublitzer Kinderhaus Gasgeruch bemerkt hatte, mussten die Erzieherinnen binnen kürzester Zeit die bereits anwesenden rund 30 Kinder aus Kinderkrippe und Kindergarten in der Dollingerstraße evakuieren. Sie fanden im nahe gelegenen Bildungsraum des Pfarrheims Herz-Jesu Unterschlupf. Die Eltern holten ihre unversehrten Schützlinge dort ab. Das Leck im Gebäudeinneren wurde laut einer Pressemitteilung des Bayernwerks von Freitag noch am selben Tag gefunden und abgedichtet.

„Ich habe im Verbindungsgang vom Kindergarten zur -krippe gegen 7.45 Uhr einen starken Gasgeruch festgestellt und sofort die anderen Erzieherinnen verständigt“, erzählte eine Kinderbetreuerin der MZ vor Ort. Sofort wurde auch Pfarrer Michael Hirmer im Pfarrbüro verständigt, der selbst die Rettungskräfte alarmierte und eine sofortige Evakuierung anordnete. Acht Kleinkinder aus der Krippe und über 20 Kinder aus dem Kindergarten wurden von den Erzieherinnen sofort im Pfarrheim in Sicherheit gebracht. Bis die Eltern ihre Kleinen schließlich abholten, versorgte das umsichtige Team des Kinderhauses sie dort.

Eltern wieder nach Hause geschickt

Durch das rechtzeitige und umsichtige Agieren der Erzieherinnen konnte größerer Schaden vermieden werden, waren sich die Verantwortlichen einig. Verletzte gab es glücklicherweise keine. Normalerweise werden täglich rund 100 Kinder im Kinderhaus Herz-Jesu betreut – der Unglücksfall ereignete sich am Donnerstag noch während der Bringzeit. Alle ankommenden Eltern wurden mit ihren Kindern wieder nach Hause geschickt.

Mit rund 40 Aktiven rückten die Feuerwehren aus Teublitz, Katzdorf, Münchshofen und Meßnerskreith an. Zudem waren ein Notarzt, der BRK-Rettungsdienst und die Polizei vor Ort. Bis zum Eintreffen der Gasspezialisten des Bayernwerks wurde mit einem Entlüfter der Gasgeruch aus dem Verbindungsgang des Hauses abgesaugt, wo sich die Heizungsanlage für das gesamte Kinderhaus befindet. Atemschutzträger drangen bis zur Heizungsanlage im Haus vor, konnten vorerst aber nichts unternehmen. Auch Bürgermeisterin Maria Steger machte sich ein Bild vor Ort.

Hauptleitung wurde abgeklemmt

Nach dem Eintreffen suchte der alarmierte Gasfahndungstrupp im Heizraum nach dem Gasleck. Bis 10.45 Uhr konnte die Stelle in der Leitung, aus der das Gas ausgetreten war, noch nicht lokalisiert werden, ergab eine Nachfrage der MZ. Die Hauptleitung wurde jedoch getrennt, so dass kein weiteres Gas austreten konnte. Drei Spezialteams des Gasversorgers und die Fachleute des Heizungsbauers vor Ort und führten Drucktests an den Gasleitungen durch – wie das Bayernwerk am Freitagmorgen mitteilte, lag der Fehler an einer Gasleitung im Gebäude selbst. „Die öffentliche Gasinfrastruktur des Bayernwerks war nicht betroffen“, erklärte der Pressesprecher Maximilian Zängl.

Demnach war die Meldung vom Gasleck um 8.12 Uhr beim Versorger eingegangen. Nur 20 Minuten später seinen Bayernwerk-Mitarbeiter zum sogenannten Störungsersteinsatz vor Ort in Teublitz gewesen. Für die Reparatur des Leitungsschadens im Kindergarten wurde ein örtlicher Installateur verständigt. Im Anschluss folgte eine vorgeschriebene Dichtheits- und Gebrauchsfähigkeitsprüfung der Anlage – nachdem diese erfolgreich war, konnte die Erdgaszufuhr durch das Bayernwerk um 11.30 Uhr wieder angestellt werden.

Freitag nur Notbetrieb, ab Montag normal

Für Freitag, 4. November, ist der Betrieb von Kinderkrippe und Kindergarten in Notgruppen geplant. Die Kleinen werden dafür im Pfarrheim in der Schützenstraße 2 untergebracht. Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen können, werden gebeten, diese nicht ins Kinderhaus zu bringen. Ab Montag läuft der Betrieb Mitteilung der Pfarrei wieder normal. Pfarrer Michael Hirmer dankte zugleich den zahlreich am Kinderhaus eingetroffenen Rettungskräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Er lobte aber vor allem das umsichtige und sehr schnelle Handeln der Kindergärtnerinnen.

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