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Region Schwandorf
Sonntag, 27. Mai 2018 27° 2

Lokalpolitik

„Gesperrte Brücke wurde nicht befahren“

Die Stadtverwaltung Burglengenfeld und die Stadtwerke sehen sich in Sachen „Bäume am Irl“ zu Klarstellungen veranlasst.

So morsch waren die Holzbalken an der Irl-Brücke I bereits im September 2017. Trotzdem ist über die Sperrung und die Fällung der Bäume im Naherholungsgebiet offenbar noch kein Gras gewachsen. Foto: Stadt Burglengenfeld

Burglengenfeld.Ist das Irl „vermintes Gebiet“? Zumindest muss man vorsichtig sein, wenn man über die jüngste Vergangenheit des Naherholungsareals an der Naab berichtet. Auf unseren Artikel vom 18. Januar, in dem es hauptsächlich darum ging, dass die im August 2017 gefällten Bäume endlich für den Abtransport vorbereitet werden, haben Stadtwerke und -verwaltung jedenfalls relativ gereizt reagiert. Ihre gemeinsame Stellungnahme ist im Original doppelt so lang wie der Bericht selbst.

Auslöser ist die Andeutung, viele Bürger könnten in der Fällung der Bäume und der wenig später erfolgten Sperrung der Irl-BrückeI einen unüberlegten Schnellschuss sehen. Das sei mitnichten der Fall, so Pressereferent Michael Hitzek. Vielmehr sei in beiden Fällen Gefahr im Verzug gewesen. Zwar lagen Brückensperrung und Baumfällungen zeitlich und örtlich nah beieinander, „inhaltlich besteht jedoch kein Zusammenhang zwischen beiden Maßnahmen“.

Zur Erinnerung: Am 7. August 2017 waren im Auftrag der Stadtwerke auf dem Irl vier Bäume umgeschnitten worden. Sie waren zuvor vom Baumsachverständigen Diplom-Ingenieur (FH) Markus Auburger untersucht worden. Bei Eschen und Erlen wurden damals, so betonen die Verantwortlichen erneut, „Pilzbefall, herabgesetzte Vitalität (...), ausgeprägte Totholzbildung und Holzerweichung“ festgestellt. Auburger habe dringenden Handlungsbedarf attestiert.

Kernfäule deutlich zu sehen: In diesem Zustand waren die im August 2017 gefällten Bäume. Foto: Stadtwerke Burglengenfeld

„Die Sicherheit der Bürger, die sich auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen bewegen, hat oberste Priorität“, betont Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth zum wiederholten Male. „Daher mussten vier Bäume beseitigt werden.“ Besonders sauer aufgestoßen ist ihm eine Illustration zum eingangs erwähnten Artikel. Sie zeigt auf einer der Irlbrücken einen kleinen Radlader. Mit diesem Bild wollte die BWG belegen, dass der Zustand der Brücken wohl nicht so schlecht sein könne, wie es Stadt und Stadtwerke ständig Glauben machen wollten. Gluth dazu: „Zu keinem Zeitpunkt sind Fahrzeuge des Bauhofs über die gesperrte Brücke I gefahren. Zum Abtransport der (...) Bäume wurden lediglich die Brücken II und III benutzt.“ Diese seien sogar eigens mit Bohlen verstärkt worden, um die Bauwerke durch die Aktion nicht weiter zu schädigen.

Was die geplante Furt angeht, so gestaltete sich das Vorhaben laut Gluth „aus unterschiedlichsten Gründen schwieriger als gedacht“. Das Projekt soll vorerst nicht weiterverfolgt werden. Die Angelegenheit werde aber zur weiteren Behandlung dem Verwaltungsrat der Stadtwerke zur Entscheidung vorgelegt.

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