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Goldener Herbst im Freilandmuseum

Im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen warten im Herbst viele interessante Veranstaltungen auf die Besucher.

Nach der Getreideernte müssen die Ähren mühsam gedroschen werden.
Nach der Getreideernte müssen die Ähren mühsam gedroschen werden. Foto: Günter Moser/Günter Moser

Nabburg.Auf einen Goldenen Oktober hoffen die Verantwortlichen im Freilandmuseum Oberpfalz. Was das Veranstaltungsangebot betrifft, tragen sie jedenfalls das Ihrige dazu bei. Laut Pressemitteilung des Museums locken vielfältige Aktionen zu einem Besuch des weitläufigen Geländes bei Nabburg.

Im Innenhof des Bauernmuseums Perschen bieten Direktvermarkter beim Perschener Bauernmarkt ihre regionalen Spezialitäten an. Der Museumsbäcker Roland Paulus aus Pfreimd bietet das oft prämierte Museumsbrot sowie Flammkuchen, Zwiebelkuchen und Gebäck an. Der Museumswirt des Brotzeitstüberls im Bauernmuseum Perschen, Heiner Kummert, bereitet unter anderem geräucherte Forellen vor und sorgt so für das leibliche Wohl vor Ort.

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Monika Frank aus Schönsee wird mit Produkten wie Marmeladen, Kräutersalzen und Rosenzucker aus ihrem Naturkostladen am Markt teilnehmen. Auch Familie Schneider aus Tännesberg wird mit ihren Spezialitäten rund um das rote Höhenvieh auf dem Markt sein.

Ein Erzeugnis aus dem Oberpfälzer Freilandmuseum kann am Perschener Bauernmarkt auch gekauft werden: Die Imker-Familie Wiederspick bietet Honig an, der mit freundlicher Unterstützung der Museumsbienen hergestellt wird. Der Markt findet bis zum 16. Dezember (außer an Feiertagen) jeden Mittwoch von 14 bis 17 Uhr statt. Jede Woche wird es ein wechselndes Angebot von verschiedenen Direktvermarktern aus der Region geben. Der Eintritt ist frei!

Tag der alten Haustierrassen

  • „Lebende Exponate“:

    Das Freilandmuseum besitzt viele Haustiere, wie zum Beispiel die Weiße und Bunte Edelziege, das Coburger Fuchsschaf, Pfauen, das Schwäbisch-Hällische Hausschwein sowie einige alte Hühnerrassen, die heute nicht mehr gebraucht werden.

  • Wichtiger Helfer:

    Das Rotvieh zum Beispiel gab früher Milch, zog den Pflug über die Felder und versorgte die Familien auf den Höfen mit Fleisch.

  • Angebot:

    Am Tag der alten Haustierrassen kann der Besucher viele Tiere entdecken.

  • Corona-Bestimmungen:

    Wegen der aktuell gültigen Abstands- und Hygieneverordnungen werden an diesem Tag ausschließlich die Tiere vorgestellt, die im Freilandmuseum leben.

Da die Erntearbeiten im Freilandmuseum abgeschlossen sind, geht es am Sonntag, 20. September, ab 13 Uhr an die Weiterverarbeitung des Getreides. Früher nahm das Dreschen viel Zeit in Anspruch. Die Getreidegarben lagen in Reihen in der Scheune und wurden von mehreren Dreschern mit den Dreschflegeln in Hin- und Rückgängen in einem bestimmten Takt abgedroschen, das sogenannte Drischel-dreschen. Das war eine mühsame Arbeit und nur starke Burschen waren dazu zu gebrauchen.

Museumspferde helfen mit

Im Langerbauernhof im Waldlerdorf des Freilandmuseums Oberpfalz kann sich jeder davon überzeugen, wie anstrengend diese Arbeit gewesen ist. Im Urschlbauernhof kann ein Stiftendrescher in Aktion bestaunt werden und im Naabtaldorf wird in der Genossenschaftsscheune aus Niedermurach unter anderem der große Breitdrescher gezeigt. Die Museumspferde Fonse und Leo transportieren das Getreide, wie es früher üblich war, zu den Scheunen, zur Mühle oder zum Raiffeisen-Lagerhaus.

Die aktuell geltenden Abstands- und Hygienemaßnahmen sind zu beachten. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Der Neusather Museumsmarkt findet an jedem Sonntag im September statt. Dabei erleben Besucher schon vor dem Eingang ins Freilandmuseum etwas Besonderes. Von 11 bis 17 Uhr gibt es an insgesamt sieben Marktständen allerlei zu staunen und natürlich zu kaufen.

Freizeit

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Der Museumsbäcker Roland Paulus aus Pfreimd backt Schoittenkücheln und bietet Kaffee und Kuchen an. Beim Stand von Monika Frank gibt es hausgemachte Köstlichkeiten wie Marmelade, Liköre, Kräutersalze, veganen Honig, Kurkuma- Gurken, Chutneys, Rote Beete, „Wunder-Gewürze" und Räucherware. Wer auf der Suche nach Antikem aus Glas, Porzellan oder Emaille ist, wird bei Anne Hellmuth oder Erika Daschner fündig.

Josef Roith zeigt Holz- und Klöppelarbeiten und bietet am Markt seine Kunstwerke an. Und auch zwei erfahrene Kursleiterinnen sind mit dabei: Anita Köstler bringt viele ihrer Filzobjekte wie Taschen oder Hüte mit. Und bei Margit Müller gibt es alle Produkte rund ums Schaf zu kaufen: Lammsalami, Lammfelle, Schafwollprodukte, Filzartikel, handgesiedete Seifen. Beim Marktbesuch ist auf die gültigen Abstands- und Hygienevorschriften zu achten.

Beim „Erdäpfelgrobn“ steht die Kartoffel im Mittelpunkt

„Erdäpfelgrobn“ im Freilandmuseum Oberpfalz ist bei der Kartoffelernte angesagt, wenn sich am Sonntag, 27. September, ab 13 Uhr alles um die Kartoffel dreht. Das berühmte „Erdäpflgrobn“, wie die Kartoffelernte im Oberpfälzer Dialekt genannt wird, ist eine abwechslungsreiche Angelegenheit. Im Mittelpunkt stehen die Feldarbeit, die Ernte und die Verarbeitung. Museumsmitarbeiter zeigen, wie früher die Kartoffeln mit dem Pferdegespann geerntet wurden.

Die Kartoffel war für die Bewohner der Oberpfalz nicht nur Grund- sondern Hauptnahrungsmittel. Viele leckere Kartoffelgerichte gehören zur Oberpfälzer Küche. Aufgrund der aktuell gültigen Abstands- und Hygieneverordnungen wird es in diesem Jahr leider nicht möglich sein selbst bei der Ernte zu helfen. Eine Anmeldung zum Kartoffelerntetag ist jedoch nicht nötig.

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