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Verabschiedung

Gottesdienste „hell gemacht“

Kaplan Eldivar Pereira Coelho verlässt Nittenau in Richtung Landshut. Dort tritt er eine neue Stelle als Pfarrvikar an.
Von Ulrike Wolf

In Nittenau hielt Kaplan Eldivar Pereira Coelho mit Stadtpfarrer Adolf Schöls und Pfarrer Georg Frank die Messe. Foto: Ulrike Wolf
In Nittenau hielt Kaplan Eldivar Pereira Coelho mit Stadtpfarrer Adolf Schöls und Pfarrer Georg Frank die Messe. Foto: Ulrike Wolf

Nittenau.Mit den Worten „Ich bin nicht der neue Ministrant, auch wenn es so aussieht“ stellte sich Kaplan Eldivar Pereira Coelho im September 2016 vor. Am 3. September tritt er seine neue Stelle als Pfarrvikar in Landshut an. Am Samstag wurde er in Nittenau verabschiedet, am Sonntag beim Pfarrpatrozinum.

In Nittenau hielt er zusammen mit Stadtpfarrer Adolf Schöls und Pfarrer Georg Frank die Messe. Foto: Ulrike Wolf
In Nittenau hielt er zusammen mit Stadtpfarrer Adolf Schöls und Pfarrer Georg Frank die Messe. Foto: Ulrike Wolf

In Nittenau gestalteten den Gottesdienst Pfarrer Adolf Schöls, Kaplan Eldivar Pereira Coelho und Pfarrer Georg Frank, in Fischbach waren es der Pfarrer und der Kaplan gemeinsam. Das Thema der Predigt in beiden Abschiedsgottesdiensten war der Besuch Jesu bei Maria und Martha. Maria habe „das Bessere gewählt“, wie sei das zu verstehen? „Wir sind alle Multitasking-Menschen geworden“, so Pfarrer Schöls. Gerade in der Hektik der heutigen Zeit brauche man aber Zeiten, um aufzutanken. Von Pfarrer Georg Frank verabschiedete sich der Kaplan bereits im Gottesdienst. „Durch deinen starken Glauben hast du mir durch eine schwere Zeit geholfen“, dankte Eldivar. Nach dem Gottesdienst boten die kirchlichen Vereine Essen und Getränke an. Die offizielle Feier im Pfarrheim begann um 20 Uhr. Die Idee dazu hatte die Landjugend, speziell Katharina Bollwein, Julia Faltermeier und Nicolas Süß.

Geschenke von den Vereinen

Alle kirchlichen Vereine verabschiedeten sich und überreichten Geschenke. Ein Thema vieler Abschiedsreden war seine Gewohnheit, während des Gottesdienstes herumzugehen. Das wurde als Auflockerung angesehen. „Er hat viele mit seiner Herzenswärme berührt. Wir Deutschen lassen nicht immer das Herz sprechen“, stellte Pfarrer Schöls fest. Kirchenpfleger Christian Elsinger bedauerte, er verliere auch einen Freund, nicht nur einen Seelsorger.

Verabschiedungen

  • Nittenau:

    Der Frauenbund bot Kuchen, Kolpingsfamilie und Landvolk Leberkäse- und Schnitzelsemmeln, sowie der Pfarrgemeinderat Getränke an. Die Landjugend organisierte die Feier im Pfarrheim. Jeder brachte Geschenke mit

  • Fischbach:

    Die Zeit dränge, weil am frühen Abend der Flieger in die Heimat ging. Es verabschiedeten sich sämtliche Vereine mit Reden und Geschenken. (tkw)

Bürgermeister Karl Bley meinte, er verkünde die Frohbotschaft mit Leidenschaft und Begeisterung. In Fischbach zeichnete er den Weg seines „Lebensschiffes“ nach. Pfarrgemeindevorsitzende Christine Steiner sagte „Danke, dass wir Sie kennenlernen durften“. Er solle weiter ein „Menschenfischer“ sein. Für Werner Weindler von der Kolpingsfamilie war er „fast wie ein Sohn“, lebte er doch acht Monate bei ihnen, bis das Pfarrhaus fertig war. Landvolk-Vorsitzenden Georg Doll begeisterte seine Art „den Gottesdienst hell zu machen“ .

Bürgermeister Karl Bley verabschiedete sich auch in Fischbach nochmal. Foto: Ulrike Wolf
Bürgermeister Karl Bley verabschiedete sich auch in Fischbach nochmal. Foto: Ulrike Wolf

„Kleiner Mann ganz groß“ war der erste Eindruck der Ministranten. „Er hat einen Draht zu Menschen und Lust am Fußballspielen“. Nicolas Süß von der Landjugend nannte ihn einen „mitfühlenden, sensiblen Menschen, mit dem man Momente mit Spaß und Freude erleben kann“.

„Ihr habt mir das Herz geöffnet und ich für euch das meine“. In Fischbach lobte er die familiären Maiandachten und die Zusammenarbeit der Ministranten. „Bleibt in meiner Liebe“ ist sein Primizspruch und als Priester wolle er die Liebe Gottes weitergeben.

Jetzt ein „brasilianischer Bayer“

Die Landjugend hatte noch einen Test mit Maßkrugstemmen, Gstanzlsingen, Schnupftabak und einem Wörtertest vorbereitet. Alles bestanden – nun ist er ein „Brasilianischer Bayer“.

Roland Hummel sprach für die Vereine Dank aus und überreichte eine Spende. Foto: Ulrike Wolf
Roland Hummel sprach für die Vereine Dank aus und überreichte eine Spende. Foto: Ulrike Wolf

In Fischbach war die Verabschiedung in der Kirche nach dem Patroziniums-Gottesdienst. Pfarrgemeinderatssprecherin Angelika Schuster lobte seine „offene, herzliche Art“. Wilhelmine und Ludwig Hiltl übergaben von Frauenbund und MMC eine Spende und dankten für den „brasilianischen Wind“, den er mitgebracht habe. Roland Hummel dankte für die Vereine. Die Ministranten sprachen die vielen Unternehmungen an und die „brasilianische Stimmung“.

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