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Engagement

Große Ehre für Neunburger Feuerwehrmann

Georg Schmid erhielt beim Ehrenabend eine Auszeichnung, die im Kreis Schwandorf einmalig ist – für 50 Jahre aktiven Dienst.
Von Bettina Mehltretter

  • Kreisbrandinspektor Richard Fleck (r.) war einer der ersten Gratulanten für Georg Schmid, der das Ehrenkreuz für 50 Jahre aktiven Dienst erhielt. Foto: Bettina Mehltretter
  • Auch sie spielten ehrenamtlich: die Musiker der Stadtkapelle.

Neunburg.Neunburgs Feuerwehr-Vorsitzender ist einer, der nie „nein“ sagt. „Falls ich das doch einmal tun würde, würde mir eh keiner glauben, dass ich es ernst meine“, erzählt Georg Schmid. Seit 25 Jahren ist er Chef des Feuerwehrvereins, sogar seit 50 aktiver Feuerwehrmann. Kaum einer in der Region hat diese Zahl seit der Erhöhung des Feuerwehrdienstalters von 63 auf 65 Jahre erreicht. Georg Schmid ist der erste im Landkreis, der jetzt dafür ausgezeichnet wurde.

Ehrenamt vor und hinter den Kulissen

Dabei hat sich Schmid fast ein bisschen mehr für all die anderen Ehrenamtlichen und erfolgreichen Sportler gefreut, die beim Ehrenabend der Stadt im Mittelpunkt standen. Unter den Gästen waren auch viele andere Feuerwehrler: Aktive wie Bernhard Arnold, der seit 32 Jahren Dienst tut und seit 15 Schmids Stellvertreter ist, und auch mehrere, die gar nicht ausrücken: zum Beispiel Wolfgang und Monika Käsbauer, die die aktive Truppe seit mehr 25 Jahren unter anderem mit der Pflege des Gerätehauses unterstützen.

Geehrte Ehrenamtliche und erfolgreiche Sportler

  • Ehrenamt in Vereinen:

    Anna Meier (23 Jahre Kassier, Gartenbauverein Neunburg), Christa Scheitinger (seit 2005 1./2. Vorsitzende, Gesangsverein), Engelbert Roith (23 Jahre Kassier, SuKK Kleinwinklarn), Franz Graf (40 Jahre Kassier, Yacht-Club), Heinrich Hess (28 Jahre Vorsitzender, Kapellenverein Diendorf), Anna Mehltretter (28 Jahre Kassier, Kapellenverein), Annemarie Kraus (28 Jahre Schriftführer, Kapellenverein), Michael Baumgärtner (seit 2002 Schützenmeister, Schützengesellschaft Erheiterung), Johann Kern (seit 1996 2. Schützenmeister, Schützengesellschaft Erheiterung), Hubert Fleischmann (seit 1986 Vorsitzender, Ameisenschutzverein), Johann u. Barbara Drexler, Sonja Hauser, Michael Meier, Josef Promberger, Peter Nißl, Michael Lenz, Heribert u. Daniela Höfler, Manuela Zinnbauer, Katharina Deml u. Sabrina Jakob (Theatergruppe Penting), Helmut Götz (seit 2000 2. Vorsitzender Kegelabteilung, FC Neunburg), Helga Reimer (seit 2000 Schriftführerin, Kegelabteilung), Wolfgang u. Monika Käsbauer sowie Josef Kirschner (Helfer bei der FFW Neunburg), Gerhard Reiml (Betreuer Seniorengruppe u. 20 Jahre Fahnenträger, FFW Neunburg).

  • Aktiv im Feuerwehrdienst:

    Georg Schmid (u. a. seit 25 Jahren Vorsitzender u. seit 50 Jahren aktiver Feuerwehrmann, FFW Neunburg), Bernhard Arnold (u. a. 15 Jahre 2. Vorsitzender, Neunburg), Tobias Meier (15 Jahre 2. Kommandant/Jugendwart, Penting), Manfred Hauser (16 Jahre Kassier, Penting), Jürgen Keilhammer, Markus Rösch, Michael Baumer, Johann Keilhammer, Markus Vitzthum, Johann Baumer, Christian Promberger, Manfred Keilhammer u. Florian Meier (Bewerbungsgruppe Penting, Oberpfalz-Meister beim Oberpfalz-Cup).

  • Ehrenamt im sozialen Bereich:

    Andreas Beer (16 Jahre BRK-Bereitschaftsleiter, mehrere Jahre Helfer vor Ort, Blutspendeorganisator), Erich Habich (21 Jahre Helfer vor Ort), Eberhard Glöckl (u. a. über zwölf Jahre taktischer BRK-Leiter oder Stellvertreter, außerdem Helfer vor Ort), Lucia Becher (Tafel).

  • Sportliche Erfolge:

    Max Zimmermann (Oberpfalzmeister Crosslauf, U14), Jonas Keilhammer (3. Platz Riesenslalom, Schülerklasse, Deutsche Feuerwehr-Skimeisterschaft), Konrad Liegl, Armin Bucher, Norbert Nietfeld, Rudolf Butschbach u. Sebastian Trägler (Mannschaftsmeister des Oberpfälzer Schützenbunds, Schützenverein Erheiterung), Michael Baumgärtner, Armin Bucher, Ernst Berger, Walter Meier u. Ludwig Dirscherl (Bay. Landesmeister im Oberpfälzer Schützenbund, Schützengesellschaft Erheiterung), Heinz Schultes (Bay. Meister Luftgewehr, Schützenverein Druidenstein-Schwarzachtal), Bettina Zimmermann (Mannschafts-Europameisterin, Stockschützen), Max Weindler, Andreas Dirnberger, Stefan Hartinger, Günter Keilhammer u. Ralf Steininger (Aufsteiger in 2. Stockschützen-Bundesliga).

Georg Schmid sagte der Mittelbayerischen: „Das war ein schöner Abend, um Leute auszuzeichnen, die sonst nicht im Rampenlicht stehen, aber immer zur Stelle sind.“

Viele von ihnen werkeln eigentlich hinter den Kulissen. Beim Ehrenabend der Stadt standen sie im Rampenlicht.
Viele von ihnen werkeln eigentlich hinter den Kulissen. Beim Ehrenabend der Stadt standen sie im Rampenlicht.

Bürgermeister Martin Birner, Stellvertreterin Margit Reichl, der stellvertretende Landrat Joachim Hanisch sowie Kreisbrandrat Robert Heinfling und -inspektor Richard Fleck überreichten kleine Präsente und Urkunden. In seiner Festrede hob Birner den Wert des Ehrenamts hervor: „Ehrenamt macht eine Stadt liebenswert.“ Daher verdienten die Ehrenamtlichen, die sich in den mehr als 140 Vereinen im Stadtgebiet freiwillig für andere einsetzen, größte Wertschätzung.

„Ehrenamt macht eine Stadt liebenswert.“

Martin Birner, Bürgermeister

Viel Applaus erntete etwa Erich Habich, der lange Zeit derjenige war, der in Neunburg quasi rund um die Uhr als Helfer vor Ort im Einsatz war. Oder auch Lucia Becher, die die Ausgabestelle der Tafel leitet, und ausgezeichnet worden wäre - aber gleichzeitig beim Heimatverein in Seebarn unabkömmlich war. Sie alle, betonte Birner, seien „Vorbilder für junge Leute“.

Die Geehrten wie Annemarie Kraus, Schriftführerin im Kapellenverein Diendorf, trugen sich ins Ehrenbuch ein.
Die Geehrten wie Annemarie Kraus, Schriftführerin im Kapellenverein Diendorf, trugen sich ins Ehrenbuch ein.

Vorbild will auch Georg Schmid sein. In den 25 Jahren an der Spitze der Stützpunktwehr ist die Zahl der Mitglieder von 102 auf 336 gestiegen. Schmid ist stolz auf den guten Zusammenhalt in seinem Verein, auf die Kommandanten Bernhard Käsbauer und Reinhold Stangl oder auf die jungen Frauen, die sich zum Beispiel für die neue Kinderfeuerwehr engagieren. Der 64-Jährige ist aber auch seiner Frau Evi dankbar, die - selbst ehrenamtlich engagiert - ihrem Mann die Zeit für seine Ämter lässt: für die Feuerwehr, die Organisation des historischen Festzug beim 1000-Jahr-Jubiläum der Stadt und auch für seinen Festspiel-Einsatz als pfalzgräflicher Schreiber Ott Ostmann. Nur einmal gab‘s im Hause Schmid ein klein wenig Knatsch wegen der vielen Ehrenämter. Damals, kurz vor der Hochzeit, stellte Evi ihren Georg vor die Wahl. Dann trennte sich der junge Schmid zumindest von einem Hobby: Er hörte auf, Fußball zu spielen. Bei der Feuerwehr blieb er freilich. Ein Amt dort ist Familientradition. Schon seit Vater war eine Wahlperiode lang Vorsitzender.

Mehr Bilder vom Ehrenabend finden Sie hier:

Ehrenabend der Stadt Neunburg: Ehrenamt und Sportl

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