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Region Schwandorf
Freitag, 20. Juli 2018 28° 2

Stadtbild

Grün-Offensive auf dem TWF-Gelände

Investor Digivest lässt die Hoffnung sprießen, dass sich das Einkaufsareal harmonischer als bislang in das Stadtbild einfügt.
Von Reinhold Willfurth

  • Auf dem TWF-Gelände wie hier entlang der Steinberger Straße wurden 62 neue Bäume gepflanzt.Fotos: Willfurth
  • Junge Bäume sorgen auch in der Zufahrt von der Adenauerbrücke für mehr Grün zwischen den schachtelartigen Gebäuden.
  • Dieter Schuch (Digivest), Armin Rank (Stadt Schwandorf), Franz-Xaver Müller (Digivest), Thomas Heiduk (Fa. Bösl) und OB Andreas Feller studieren den Grünordnungsplan.Foto: Stadt Schwandorf
  • Blick über das TWF-Gelände Foto: Stadt Schwandorf
  • Bäume sorgen für ein freundlicheres Bild. Foto: Willfurth

Schwandorf. Das TWF-Gelände hat gute Chancen, sich nach optisch mageren Jahren allmählich in das Stadtbild einzufügen. Der neue Besitzer des Areals, die „Digivest“ aus Ingolstadt, hat sich mit dem Vorbesitzer ST-Bau über zahlreiche Differenzen beim Kauf geeinigt. Sichtbarstes Zeichen der neuen Zeiten ist die endgültige Umsetzung des von der Stadt verordneten und von der ST Bau nur nachlässig verfolgten Grünordnungsplans.

Ende Mai wurden entlang der Steinberger Straße und der Zubringerstraße von der Adenauerbrücke sowie als Ergänzung für eingegangene Bäume auf dem Parkplatz 62 Bäume neu gepflanzt, unter anderem Bergahorn, Linden, Säuleneichen und Zierkirschen. Für frisches Grün sorgen auch 500 neu gepflanzte Sträucher, zum Beispiel Spier- und Fünffingersträucher. Dazu kommen noch Bodendecker an den Böschungen, die wegen des Endes der Pflanzzeit allerdings erst im Herbst gepflanzt werden.

Die Anforderungen „übererfüllt“

Damit habe der neue Eigentümer den städtischen Grünordnungsplan sogar übererfüllt, sagt Thomas Heiduk von der Baumschule Bösl, dem Lieferanten für die Grün-Offensive der Digivest. Deren Geschäftsführer Franz-Xaver Müller hatte im MZ-Gespräch im Januar beteuert, dass seine Firma an einer langfristigen Investition und deshalb an einer guten Optik des Einkaufsareals interessiert sei. In einem Vierteljahr, so Müller damals, könne man das TWF-Gelände „auf Vordermann bringen“. Dazu gehörte auch die Beseitigung von Problemen mit der Kanalisation. Bereits am 18. April, so die stellvertretende Sprecherin der Stadt Maria Schuierer, hätten sich Oberbürgermeister Andreas Feller, der Leiter des Bauamts, Reinhard Schade, Armin Rank von der Wirtschaftsförderung und sie mit den Vertretern des neuen Eigentümers sowie Thomas Heiduk von der Baumschule Bösl und Hausmeister Markus Bezold vor Ort getroffen, um die künftige Bepflanzung des Geländes und die Umsetzung des Grünordnungsplanes zu besprechen. Ende Mai rollte dann ein Sattelschlepper, dicht bepackt mit Bäumen und Sträuchern, auf den TWF-Parkplatz. Zwei Wochen seien er und ein Baumpfleger beschäftigt gewesen, um die Bäume und Sträucher einzupflanzen, sagt Markus Bezold. Damit die Pflanzen sich in der langen Trockenperiode der vergangenen Wochen nicht gleich wieder verabschiedeten, werden sie seitdem gründlich gewässert. Bislang habe man rund 40 000 Liter herabregnen lassen, sagt Bezold und gibt einen weiteren Hinweis, warum viele von der ST Bau gepflanzten Bäume nicht überlebt hätten: „Wir mussten auf 400 Meter Länge und 30 Meter Breite den Boden austauschen, weil die Bäume auf Bauschuttboden gepflanzt wurden“.

„Die sind schon dahinter“

Bezold hat wie Heiduk den Eindruck, dass der neue Investor es ernst meint mit seinen Plänen. „Die sind schon dahinter“, sagt der Hausmeister. „Fünf bis sechs Jahre“ dauert es nach Einschätzung von Thomas Heiduk, bis die jetzt noch schmalen, vier bis sechs Meter hohen Bäume und die vielen Sträucher dem Areal einen harmonischen Anblick verpassen.

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Das TWF-Gelände

  • Das Projekt:

    Das Einkaufszentrum auf dem TWF-Gelände wurde von der ST Bau entwickelt. Die Projektgesellschaft aus dem schwäbischen Weißenhorn entwickelte fünf Hektar des einstigen Tonwarenfabrikgeländes zu einem Fachmarktzentrum. Es wurde 2013 eröffnet. Heute ist der Investor nur noch im Besitz eines Grundstücks unterhalb der Adenauerbrücke, auf dem ein sogenannter „Kopfbau“ mit einem Ärztezentrum und Gastronomie geplant war.

  • Der neue Eigentümer:

    Die Digivest ist neben der McBauinvest GmbH eine Tochtergesellschaft der Stiefel OHG mit Sitz in Ingolstadt, die der Unternehmerfamilie von Leopold Stiefel, Mitbegründer der Elektro-Kette Media Markt und Unternehmer bei der Media-Saturn Holding, gehört. Der neue Besitzer aller gewerblich genutzten Flächen auf dem TWF-Gelände versucht das Areal weiterzuentwickeln und nach eigenen Angaben auch zu verschönern.

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