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Wahlkampf

Grüne setzen auf Natur und Denkmalschutz

Bei einem Spaziergang in Maxhütte-Nord sensibilisierte Dr. Schmidkunz für Hausgeschichten und Lebensräume.
Von Norbert Wanner

Dr. Franz Schmidkunz (Vordergrund) führte durch Maxhütte-Nord zusammen mit Sigrid Markgraf-Rank (links neben Dr. Schmidkunz)  Foto: Norbert Wanner
Dr. Franz Schmidkunz (Vordergrund) führte durch Maxhütte-Nord zusammen mit Sigrid Markgraf-Rank (links neben Dr. Schmidkunz) Foto: Norbert Wanner

Maxhütte-Haidhof.Für Bewegung sorgten die Grünen. Statt eines klassisches Wahlkampfformats lud der Ortsverband zum „städtebaulichen und naturkundlichen Spaziergang durch Maxhütte-Nord“. Das Thema fand zahlreiche Interessenten, die Grünensprecher und Listenführer Dr. Franz Schmidkunz begrüßte. Zu den Spaziergängern zählten auch Grünen-Landratskandidat Rudi Sommer und die Bürgermeisterkandidaten der SPD (Horst Viertlmeister) und der UWM (Rudolf Seidl).

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Die Führung gestaltete Dr. Schmidkunz gemeinsam mit Sigrid Markgraf-Rank, die sich beim Landesbund für Vogelschutz engagiert. Die Tour begann am Haus des Ortsverbandsprechers, alten Maxhüttern als Ziegler-Villa ein Begriff. Das Gebäude, das aus dem Jahr 1873 stammt, steht unter Denkmalschutz und ist weitgehend im Originalzustand erhalten, erläuterte der Hausherr. Dr. Schmidkunz wies auf den Obstgarten und das Parkgrundstück hin, das zum Gebäude gehört, Lebensraum für Vögel, Tiere und Insekten. Unzählige Vogelarten gebe es hier mitten in der Stadt, erläuterte Markgraf-Rank, mit der die Mittelbayerische darüber sprach, was sich daraus, ausgehend von heutigen Grundstücksgrößen, ableiten lasse.

In Österreich, so Markgraf-Rank, gebe es Reihenhaussiedlungen mit zusammenhängenden Gärten. So würde eine Größe erreicht, die Lebensraum bieten könne. Der Rundgang führte weiter zur Fromm-Villa von 1854. Laut Dr. Schmidkunz ein Gebäude von hohem historischem Wert. Ein Park samt Pferdestall und Kutscherhaus zählen dazu. Für den Grünensprecher ist unverständlich, dass bis heute, trotz Antrages von ihm, kein Denkmalschutz für das Gebäude besteht, weil der historische Wert nicht gesichert sei, das Gebäude zuwenig „herrschaftlich“ wäre. Diese Kritik an mangelnder Sensibilität mit dem historischen Erbe war eine Konstante des Rundgangs. Dr. Schmidkunz zeigte das auch am Verwaltungs- und Direktionsgebäude der ehemaligen Maximilanshütte auf, besser gesagt an der freien Fläche, auf der dieses Gebäude einst stand. Es sei nicht nur die Keimzelle des Werkes gewesen, dessen Errichtung und Betrieb von diesem Gebäude aus gesteuert worden sei, sondern auch Keimzelle der heutigen Stadt Maxhütte-Haidhof, die es ohne Werk so nicht gegeben hätte.

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2008 sei die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis zum Abriss ohne jeden Widerspruch der Fachstellen erteilt wurden. 2010 folgte der Abriss. Als Bürger habe man von diesem Vorgang nichts erfahren, kritisierter Schmidkunz. Weiteres Beispiel einer vergebenen Gelegenheit war für ihn die alte mechanischen Werkstätte (alte Schlosserei). Viel gelobt als Veranstaltungsort beim Nordgautag habe anschließend kein Interesse der Stadt bestanden, diese Gebäude weiter zu nutzen. Ziel der Führung sei es, zu sensibilisieren, sagte Dr. Schmidkunz der Mittelbayerischen. Der Erlass einer Satzung wäre für ihn ein Ansatz das historisch bedeutsam Areal Maxhütte-Nord zu schützen.

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