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Wahlkampf

Grüne wollen Impulse setzen

Hannah Quaas will mit ihrer Partei Bürgermeisterin in Teublitz werden. Sie setzt auf Kommunikation und Kompromisse.
Von Werner Artmann

Grünen-Bürgermeisterkandidatin Hannah Quaas (r.) erläuterte vor 30 Zuhörern ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl. Foto: Werner Artmann
Grünen-Bürgermeisterkandidatin Hannah Quaas (r.) erläuterte vor 30 Zuhörern ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl. Foto: Werner Artmann

Teublitz.„Was können wir für die Entwicklung unserer Stadt tun? Wie werden wir fit für die Zukunft, ohne uns und unsere Werte zu verlieren? Welche Impulse können wir setzen?“ Mit diesen Fragen beschäftigte sich Grünen-Bürgermeisterkandidaten Hannah Quaas beim Wahlkampfauftakt ihrer Partei am Freitagabend im Restaurant Keskin vor rund 30 Zuhörern.

Über diese Themen, sagte Hannah Quaas, haben die „Teublitzer Grünen“ lange nachgedacht und es sich auch nicht leicht gemacht, ein repräsentatives Wahlprogramm anzubieten. Darin wurde auch auf die verkehrspolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen eingegangen. „Die Natur um uns herum und die Menschen in unserer Stadt machen uns einzigartig. Das ist unsere Stärke und dieses Potenzial wollen wir durchaus im sanften Tourismus nutzen. Fläche, Wald, Biotope und unsere durch die Bauprojekte bedrohten Naherholungsgebiete wie Holzspitze, Weihergebiet und Grüne Mitte – das alles ist uns etwas wert,“ stellte die Rednerin fest. Wirtschaft und Ökologie können und müssten Hand in Hand gehen.

Kleines Gewerbegebiet

Anstelle eines riesigen Gewerbegebiets an der Autobahn sollte laut Quaas ein kleines Gewerbegebiet neben dem ehemaligen Kaltwalzwerk entstehen. Die bisher angedachten riesigen Gewerbeflächen würden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die erhofften Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen bringen. Ein kleines Gewerbegebiet hingegen könne auch selbst verwaltet werden. „Wir können als Stadt entscheiden, wer hier wirtschaftet. Und wir können gezielt innovative Technologien, kleine und mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe fördern“, sagte Quaas.

Weiter könne durch einen gemeinsamen Flächennutzungsplan für das Städtedreieck ein besseres Brachflächen- und Leerstandsmanagement erreicht werden. In einem weiteren Punkt sehen die Grünen in der Digitalisierung eine Chance. „Wir stellen hier und vor Ort die Weichen für die Verkehrswende und es liegt an uns, dies mutig und zukunftsorientiert zu tun“, sagte die Kandidatin. Seit Jahren werde in Teublitz das Für und Wider der geplanten Umgehungsstraße diskutiert und dabei nichts unternommen. Quaas: „Wir Grünen setzen auf ein interkommunales Verkehrskonzept. Wir wollen für Teublitz alle rechtlich möglichen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ausschöpfen, einen Fahrradschutzstreifen in der Innenstadt, endlich einen Radweg zum Bahnhof und den ÖPNV sinnvoll ausbauen. Dazu müssen wir die Baxi-Verbindungen dringend erweitern oder gar einen eigenen Bürgerbus für das Städtedreieck einsetzen.“ Auch beim Thema „Energiewende“ wollen die Grünen mit gutem Beispiel voran gehen und den Strombedarf durch regenerative Energien decken.

Rathausanbau in Holzbauweise

Der geplante Ausbau des Rathauses soll laut Quaas in Holzbauweise errichtet werden. Die kommunalen Flächen sollten nachhaltig bewirtschaftet werden. „Im Zentrum unserer Politik stehen die Menschen, ganz besonders die Familien. Denn sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft“, sagte Quaas. Das Ferienprogramm für Familien mit Kindern unter sechs Jahren soll ausgeweitet und ein Familienzentrum eingerichtet werden.

Dort soll laut der Bürgermeisterkandidatin auch eine Familienpflegestelle integriert werden. Weiter sollen ein Kulturetat und ein Jugendbeirat geschaffen werden. Quaas: „Meine Heimat liegt mir am Herzen. Lasst uns gemeinsam unsere Teublitzer Werte schätzen und neue Impulse setzen!“

Die Kandidatin

  • Vita:

    Hannah Quaas, geborene Neuhierl, ist 28 Jahre alt. Seit 2012 ist sie mit Benjamin Quaas verheiratet. Sie hat drei Kinder. Die Familie wohnt im Teublitzer Stadtteil Saltendorf a.d. Naab.

  • Beruf:

    Wirtschaftsingenieurin bei der Firma Horsch in Schwandorf

  • Vorträge:

    „Boden schätzen-schützen“ am 5. Februar, „Pestizidfreie Kommune“ am 3. März und „Flächenfraß“ am 10. März

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