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Umwelt

Grüne zu Gast beim Stromversorger

Die Stadtwerke Neunburg gelten als Paradebeispiel für kommunale Versorgung.
Von Ralf Gohlke

MdL Ludwig Hartmann (8. von links) informiert sich mit den Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen bei den Stadtwerken.  Foto: Ralf Gohlke
MdL Ludwig Hartmann (8. von links) informiert sich mit den Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen bei den Stadtwerken. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.Parallelen zu seiner Heimatstadt Landsberg am Lech zog Ludwig Hartmann, der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag. Zusammen mit Landratskandidat Rudi Sommer, Spitzenkandidatin Ulrike Pelikan Rossmann sowie einer Reihe weiterer Kandidaten, besuchte Hartmann die Stadtwerke Neunburg. Thematisch ging es dabei um die Rekommunalisierung der Energieversorgung mit dem Ziel der Unabhängigkeit von großen Konzernen.

Geschäftsführer Willi Meier stellte den Gästen die Struktur der Neunburger Stadtwerke vor, die inzwischen in Stadtwerke Eigenbetrieb und Stadtwerke Freizeit GmbH untergliedert sind. Größte Herausforderung sei derzeit die Reduzierung der Kläranlagen von sieben auf zwei, mit einem Kostenvolumen von zwölf Millionen Euro in vier Jahren.

Als Versorger stellten die Stadtwerke derzeit rund 25 Gigawattstunden aus Wind, Wasser und Biomasse ins Netz. Aus seiner Erfahrung gab er den Besuchern mit auf den Weg: „Rekommunalisierung erfordert viel Idealismus und eine Menge Geld.“ Bürgermeister Martin Birner gab dem Landtagsabgeordneten seine großen Bedenken bezüglich der für 2024 angekündigten neuen Regelungen in Bezug auf Konzessionsverträge mit auf den Weg. Er befürchtete ein ähnliches Desaster wie bei der Privatisierung der Telekommunikation.

Aus seinen Erfahrungen berichtete Ludwig Hartmann darüber, dass Rekommunalisierung kaum funktioniere, wenn eine Stadtspitze nicht voll dahinter stehe. Dazu bedürfe es, ein Bewusstsein in einer Region zu wecken.

Ein weiteres Feld war die Strompreisgestaltung und die damit verbunden Schwierigkeiten und Hürden. Stefan Paulus, von Wust – Wind & Sonne, unterstützte die Aussage von Willi Meier: „Die Akzeptanz für Öko-Strom endet, genau wie bei den Lebensmitteln, beim Geldbeutel.“

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