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Vorhaben

Grünes Licht für den Recyclinghof

Die Gemeinderäte beschlossen die Planungen für das Areal. Eine gute Beschilderung soll die Entsorgung übersichtlicher machen.
Von Johann Ippisch

Glasflaschen liegen in einem Container auf einem Recyclinghof. In Wackersdorf wurde nun die Ausführungsplanung für den neuen Recyclinghof genehmigt. Foto: Daniel Naupold/dpa
Glasflaschen liegen in einem Container auf einem Recyclinghof. In Wackersdorf wurde nun die Ausführungsplanung für den neuen Recyclinghof genehmigt. Foto: Daniel Naupold/dpa

Wackersdorf.Der Wackersdorfer Gemeinderat hat sich bei seiner jüngsten Sitzung mit den Ergebnissen der Verkehrsuntersuchung auseinandergesetzt. Die Untersuchung wurde im Oktober 2017 durchgeführt. Die Ergebnisse präsentierte nun Bernhard Schuster als Vertreter des Büros Prof. Dr. Harald Kurzak aus München.

An 24 Knotenpunkten und Einmündungen in und um Wackersdorf erfolgten Erhebungen. Aber auch eine Fußgängerzählung im Bereich Marktplatz/Schul- und Hauptstraße sowie eine Parkplatzerhebung im selben Bereich wurden durchgeführt. Diese Erhebung dient nunmehr den Entscheidungsträger, sprich unter anderem dem Gemeinderat, als Grundlage, in Zusammenhang mit dem Büro RSP aus Bayreuth im Rahmen des ISEK-Verfahrens, ein Verkehrsmodell mit Planfällen und möglichen Maßnahmen für eine neu ausgerichtete städtebauliche Entwicklung zu gestalten. Die Mitglieder des Gemeinderates nahmen vorerst nur Kenntnis von den erhobenen Zahlen.

Das höchste Verkehrsaufkommen im Ort und auch auf Gemeindegebiet mit 8200 Kfz/Tag zählt die Einfahrt zur Schwandorfer Straße. Foto: sjj
Das höchste Verkehrsaufkommen im Ort und auch auf Gemeindegebiet mit 8200 Kfz/Tag zählt die Einfahrt zur Schwandorfer Straße. Foto: sjj

Das höchste Verkehrsaufkommen spielt sich demnach an der Ein- und Ausfahrt zur Schwandorfer Straße ab. Hier wurden innerhalb von 24 Stunden insgesamt 8100 Fahrzeuge gezählt. In der Schwandorfer Straße fuhren 5900 Kfz, entlang des Marktplatzes 5200 und in der Friedhofstraße 5100 Fahrzeuge, stellte Schuster die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung vor. Am Ende der Friedhofstraße/Kreuzung Grafenrichter Straße wurden 3600 Kfz erfasst, in der Hauptstraße (Bereich Edeka) 2000, in der Industriestraße 5400 und im Ortsteil Alberndorf in der Anemonenstraße 2200 Fahrzeuge.

Räte segneten die Planungen ab

Im Weiteren genehmigte der Gemeinderat die Ausführungsplanung zum neuen Recyclinghof mit der neuen Kostenberechnung von 597 249 Euro. Auch das nördlich vom neuen Recyclinghof geplante Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 3700 Kubikmetern wurde mit einem Kostenvolumen von 401508 Euro auf den Weg gebracht. Dieses dient als weitere Vorsorgemaßnahme bei Starkregenereignissen, um die zu erwartenden Hochwassermengen abzufangen. Bei Ausführung der Variante zwei, für die sich der Gemeinderat beim Bau des neuen Recyclinghofes entschieden hat, kommen unter anderem folgende Bestandteile zur Umsetzung: Eine große Aufstellfläche vor dem Einfahrtstor als Wartezone, von der Straße her eine Rechtsabbiegespur als zusätzlicher Wartebereich, um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden und eine Einbahnregelung mit separatem Ausfuhrtor. Zudem sollen vor vier großen Containern Vertiefungen geschaffen werden, damit die Bevölkerung die Container leichter erreichen kann.

Mindestens zwei flache Muldencontainer sind für die Grüngutabfälle eingeplant, zudem eine Vertiefung für den Bauschuttcontainer. Eine großzügige und gut beschilderte Anordnung aller restlichen Entsorgungscontainer macht den neuen Recyclinghof übersichtlich. Geplant sind außerdem ein Personalunterkunftscontainer mit separatem Abstellraum und WC. Die Verkleidung des Gebäudes soll mit Holz erfolgen.

Die Gemeinde muss investieren

Weitere 215000 Euro muss die Gemeinde in den Umbau der Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss im Kindergarten Heselbach investieren. In der Sitzung am 22. November 2017 wurde vom Gemeinderat ein weiterer Bedarf an 13 zusätzlichen Kindergartenplätzen und neun zusätzlichen Kinderkrippenplätzen festgestellt. Bis über einen Neubau oder Anbau eines weiteren Kindergartens entschieden werden kann, dient der umzubauende Raum im Kindergarten Heselbach als Übergangsgruppe beziehungsweise auch als „Notgruppe“.

Bauamtsleiter Uwe Knutzen erläuterte, dass die Umbauten so geplant wurden, dies zusammen mit dem Bau einer dauerhaften Fluchttreppe als zweiten Fluchtweg vorzunehmen. So würden die Räumlichkeiten danach dauerhaft für den Kindergarten Heselbach zur Verfügung stehen, betonte Knutzen. Die Räume der sogenannten Notgruppe könnten künftig einer anderen Nutzung zugeführt werden.

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