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Ortsentwicklung

Grünes Licht für Sondergebiet „Laden“

Der Bodenwöhrer Gemeinderat steht mit einer Zweidrittelmehrheit hinter dem Projekt südlich der Neunburger Straße.

Südlich der Neunburger Straße soll am Ortsausgang der Gemeinde Bodenwöhr im Bereich des Hammerholzes ein sechs Hektar großes Sondergebiet „Laden“ entstehen. Foto: smx
Südlich der Neunburger Straße soll am Ortsausgang der Gemeinde Bodenwöhr im Bereich des Hammerholzes ein sechs Hektar großes Sondergebiet „Laden“ entstehen. Foto: smx

Bodenwöhr.Bedingt durch die Pläne der Gemeinde, ein „Ladengebiet“ südlich der Neunburger Straße auszuweisen, musste der Flächennutzungsplan für das allgemeine Wohngebiet „Am Hammerholz“ geändert werden. Damit könne man einer bedarfsgerechten baulichen Entwicklung der Gemeinde vor allem im Bereich Wohnen künftig Rechnung tragen, argumentierte 2. Bürgermeister Albert Krieger. Deshalb habe man im Frühjahr 2018 eine frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchgeführt.

Vor Sitzungsbeginn hatte BLB-Sprecher Alois Feldmeier für Unterpunkte zu „TOP 1“ die Absetzung von der Tagesordnung beantragt, da seiner Meinung nach die Errichtung eines „Sondergebietes Laden“ vom Naturschutz als höchst problematisch angesehen werde. Eine dort geplante Tankstelle sei nach Auskunft der Regierung nicht genehmigungsfähig, da sie am Rande des Wasserschutzgebietes errichtet werden soll. Es könne nicht sein, dass hier sechs Hektar Wald platt gemacht werden, ohne vorher zu wissen, ob wirklich ein Supermarkt komme, deshalb müsse man den Punkt vertagen. Doch alle Argumentationen Feldmeiers wurden vom 2. Bürgermeister Albert Krieger zurückgewiesen, der sich auf eine Zweidrittelmehrheit des Gemeinderates stützen konnte.

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Politik

Bodenwöhr: Spekulationen um Neuwahl

Seit Monaten ist Bürgermeister Richard Stabl erkrankt. Das beschäftigte den Gemeinderat hinter verschlossenen Türen.

Über das Ergebnis berichtete dann Diplomingenieur Klaus-Peter Fels in aller Ausführlichkeit. Er informierte über 18 eingegangene Stellungnahmen, von denen elf ohne Bedenken waren und erläuterte Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. Der Gemeinderat nahm davon Kenntnis und stimmte mit 10:3 zu.

Ähnliche Informationen und Abstimmungsergebnisse gab es bei den folgenden Tagesordnungspunkten, bei denen es sich im Prinzip immer um das „Gebiet Nahversorgung südlich der Neunburger Straße“ handelte. Das Informationspensum von Diplomingenieur Fels umfasste auch das Aufstellen eines Bebauungsplans für das genannte Gebiet.

Themen vertagt

  • Bauantrag:

    Errichtung und Betrieb eines Blockheizkraftwerks und einer Gärrestetrocknungsanlage durch die Firma Fritsch-Biostrom in der Gemarkung Altenschwand

  • Denkmalschutz:

    Vollzug des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes im Hinblick auf den ehemaligen Forstbetrieb in der Ludwigsheide 19

  • Breitband:

    Das Bundesprogramm verlegte man in den nichtöffentlichen Teil. (smx)

Zudem erfolgte für das Areal am Wirtskellerweg/Wegäcker die Billigung und Beschlussfassung über die vorzeitige Öffentlichkeits- und Fachstellenbeteiligung, hier aber einstimmig. Hintergrund war, dass der Gemeinderat bereits 2012 beschlossen hat, dort einen Bebauungsplan aufzustellen. Da allerdings die Entwässerungssituation damals nicht geklärt war, gab es auch keine Beteiligung der Behörden, was nun nachgeholt wird.

Einstimmige Beschlüsse des Gremiums gab es auch für einen Bauantrag auf Errichtung eines Blockhauses mit Carport im Baugebiet Klause-Ludwigsheide, die Bauvoranfrage eines Bürgers auf Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Gemarkung Erzhäuser, Ortsteil Windmais, obwohl das Vorhaben zum Teil im Landschaftsschutzgebiet liegt. (smx)

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