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Begegnung

Gymnasiasten pflegen die Freundschaft

66 Schüler aus Belgien kamen zum Austausch an das Nittenauer Regental-Gymnasium und lernten die Region kennen.

Die belgischen Gastschüler genossen ihren Besuch in Nittenau. Foto: Raphael Huber
Die belgischen Gastschüler genossen ihren Besuch in Nittenau. Foto: Raphael Huber

Nittenau.Kürzlich feierte das Regental-Gymnasium die deutsch-belgische Freundschaft mit den Partnerschulen von Athus und Habay-la-Neuve. 66 Jungen und Mädchen hatten sich bereits im April auf das internationale Abenteuer eingelassen, als die deutschen Schüler eine Woche in belgischen Gastfamilien verbrachten.

Für den Gegenbesuch war die Vorfreude auf die belgischen Gäste groß. Aufgeregt traten die Jungen und Mädchen der Klassen 10a, 9Plb und 9Plc von einem Fuß auf den anderen. Die Spannung und die Nervosität stiegen ins Unermessliche, bis plötzlich jemand rief: „Da kommt der Bus!“. An dessen Scheiben klebten innen schon die aufgeregten Gesichter der belgischen Schüler und Schülerinnen, die ihren Freunden zuwinkten und es kaum erwarten konnten, sie in die Arme zu schließen.

Das Wochenende war für alle Gäste wie ein Sprung ins kalte Wasser: Nicht nur, dass sie sich in völlig neuer Umgebung in einer Gastfamilie zurechtfinden mussten – auf sie warteten auch sprachliche Herausforderungen. Die Erkenntnis, dass sich das gelernte Schulbuch-Deutsch deutlich vom landläufigen Oberpfälzisch unterscheidet, war nicht ganz so leicht zu verdauen wie die bayerischen Schmankerl, die aufgetischt wurden. Aber die Französischkenntnisse der Nittenauer Schüler sowie Hände und Füße halfen stets weiter.

Nach einem Wochenende bei den Gastfamilien tauchten die Schüler am Montag in den Schulalltag ein. In der Aula des Gymnasiums wurden sie vom Schulleiter willkommen geheißen. Frank Fiedler beeindruckte die belgischen Schüler mit einer kleinen warmherzigen Rede auf Französisch, die er sich für die Gäste zurecht gelegt hatte.

Den Vormittag über schnupperten die Belgier Klassenzimmerluft. Die Kollegen aller Fachschaften öffneten ihre Türen und ließen die Gäste am Unterricht teilnehmen –- auf deutsch natürlich! Der Nachmittag gehörte dann wieder den schöneren Dingen des Lebens. In einem internationalen Sportturnier kam die Bewegung nicht zu kurz. Der anschließende Kaffeeklatsch füllte die Energiereserven wieder auf. Für die Stärkung hatten sich die Eltern ins Zeug gelegt und zeigten für das Kuchenbüffet ihre Backkünste.

Besonders viel Energie war für das Programm der folgenden Tage auch notwendig. Bei einem Besuch der Landeshauptstadt gab es viel zu entdecken. Was die Belgier wohl mehr in Staunen versetzte: die grandiose Aussicht vom Olympiaturm in die Alpen, die technischen Neuheiten der BMW-Welt oder doch die vermeintlich traditionellen, jedoch sehr bizarren Wiesnkostüme der anderen Touristen? Eine Stadtbesichtigung klärte die belgischen Schüler über echte bayerischen Traditionen in München auf.

Wie emotional die Teilnahme an einem Austausch sein kann, bezeugten die Tränen, die am letzten Morgen im Moment des Abschieds in die Taschentücher flossen.

Buntes Programm

  • Höhepunkt:

    Zum Abschluss verfolgten die Schüler die spektakuläre Illumination des Regensburger Doms.

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