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Region Schwandorf
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Konzert

Gynt, Sibelius und ein neuer Dirigent

Das Orchester am Singrün gastiert am Samstag, 3. März, um 19.30 Uhr in der Regentalhalle in Nittenau.

Das Orchester Am Singrün gastiert am 3. März in Nittenauer Regentalhalle mit einem neuen Dirigenten. Foto: Röttenbacher/Archiv
Das Orchester Am Singrün gastiert am 3. März in Nittenauer Regentalhalle mit einem neuen Dirigenten. Foto: Röttenbacher/Archiv

Nittenau.Die Vorbereitungen laufen an, das „Orchester am Singrün“ gastiert am Samstag, 3. März, um 19.30 Uhr in der Regentalhalle. Lutz Landwehr von Pragenau, der langjährige Dirigent und fast schon Nittenauer/Hofer hat seinerzeit das Wort von der „Regentalphilharmonie“ geprägt. Das war zu Zeiten, als die Gastspiele des Orchesters am Singrün noch in der Aula des Regentalgymnasiums stattfanden. Nun sind sie seitdem schon etliche Male mit großem Erfolg in der Regentalhalle aufgetreten und haben auch ihr 30-jähriges Bestehen hier gefeiert.

Der junge Dirigent Michael Falk hat nun die Nachfolge Landwehrs angetreten. Das Orchester besteht bekanntermaßen aus lauter Musikern, die dies neben ihrem Berufsleben zur eigenen Freude und mit großem Engagement tun. Falk kommt tatsächlich eher aus dem Jazz und hat seine Liebe zur klassischen Musik erst allmählich entdeckt und ausgebaut; von 2010 bis 2015 studierte er daher Orchesterleitung in der Dirigierklasse von Prof. Rüdiger Bohn an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

Herausforderndes Konzert für Schlagwerker

Meisterkurse führten ihn weiterhin zu prominenten Lehrern wie etwa Bernard Haitink. Außerdem erhielt er eine Einladung von Paavo Järvi zu den Sommerkursen nach Estland. Der Schlagwerker Antonino Secchia, auch er ein junger Mann mit Ambitionen in die Moderne, ist Solist in der „Suite concertante“ von Milhaud. „Es ist eines der Konzerte, von denen jeder Schlagzeuger sich wünscht, es einmal mit Orchester im Konzert spielen zu können.“ Die Herausforderungen bestehen unter anderem in den vielen Akkorden und Sprüngen, die zwischen Marimba und Vibraphon hin und her wechseln, so Secchia, nachzulesen im Programmheft, das beim Konzert kostenlos ausgeteilt wird. Für Nicht-Schlagzeuger wird es ein Vergnügen sein, dieses lebendige Spiel am umfangreichen Schlagwerk mitzuerleben.

Aber es wird wie immer die Mischung aus Bekanntem und nicht ganz so Bekanntem sein, auf das die Zuhörer sich mit Begeisterung einlassen. Sätze aus den beiden „Peer Gynt Suiten“ von Edvard Grieg haben es schon fast in den Rang eines Ohrwurms geschafft (etwa: Anitras Tanz).

Gefühlsrausch bei Sibelius

Jean Sibelius wiederum, dessen Ruhm für immer mit seiner sinfonischen Dichtung „Finlandia“ verbunden ist, hat in der 5. Symphonie ein starkes Stück geschrieben. Das Werk von 1919 wird die Zuhörer nach der Pause in einen wahren Gefühlsrausch versetzen, wie es Juan Martin Koch, ebenfalls aus dem Programmheft zitiert, beschreibt. „Die mit Bedacht gegen die Taktschwerpunkte gesetzten, von irritierenden Pausen durchbrochenen Schlussakkorde scheinen wie kosmische Gesteinsbrocken im Hier und Jetzt aufzuschlagen und so hinterlässt Sibelius‘ 5. Symphonie wie so manches große Kunstwerk bei aller hymnischen Erfüllung auch ein grandioses Fragezeichen.“

Karten zu 15 Euro, ermäßigt zehn Euro an der Abendkasse bzw. im Touristikbüro unter Tel. (09436) 90273.

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