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Burglengenfeld

Habseligkeiten machen nicht reich, aber froh

Dem Jahresthema „Habseligkeiten“ widmet sich im Oberpfälzer Volkskundemuseum eine Abendführung speziell für Familien mit Museumsleiterin Dr. Margit Berwing-Wittl am Dienstag um 19 Uhr.

Selbstgebastelte Spielzeugfahrzeuge aus Holz der US Army Hohenfels um 1960 Foto: Dr. Margit Berwing-Wittl
Selbstgebastelte Spielzeugfahrzeuge aus Holz der US Army Hohenfels um 1960 Foto: Dr. Margit Berwing-Wittl

Burglengenfeld.Wegen der laufenden Umbauarbeiten im Museum können in diesem Jahr keine Sonderausstellungen stattfinden. Das Museum bietet stattdessen verschiedene Führungen, Vorträge und Aktionen an, die sich mit den „Habseligkeiten“ der Menschen beschäftigen, die als Nachlässe in den Bestand des Hauses übergegangen sind.

Das Wort „Habseligkeiten“ wurde 2004 vom Deutschen Sprachrat und dem Goethe-Institut zum schönsten deutschen Wort erklärt und bezeichnet kleine, oft materiell nicht unbedingt wertvolle Dinge. Gemeint sind Objekte, die vielleicht nicht reich, aber glücklich machen. Wenn ein Haushalt aufgelöst wird, trennt man sich gewöhnlich leichter von Möbeln, Geschirr und Wäsche als von Gegenständen, die von der Familien selbst handgemacht, Jahrzehnte gepflegt und mit viel Liebe in Ehren gehalten wurden.

Besondere Aktualität haben solche Habseligkeiten, wenn man an die Situation von Flüchtlingen und Vertriebenen denkt, die oft nur das Nötigste mit sich tragen können. Die Entscheidung „Was nehme ich mit?“ und „Was muss in der alten Heimat zurückbleiben?“ stellte sich 1945/46 bei der Vertreibung aus dem Sudetenland genauso wie seit 2015 bei den Kriegsflüchtlingen aus Syrien und dem Irak. Die Führung dauert eine Stunde; der Eintritt (ab acht Jahren) kostet 50 Cent.

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