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Häusliche Gewalt: Hier gibt es Hilfe

Das beengte häusliche Leben während Corona begünstigt häusliche Gewalt. Doch im Kreis Schwandorf gibt es viele Hilfsangebote.

Oft werden Frauen Opfer häuslicher Gewalt.  Foto: Maurizio Gambarini/dpa
Oft werden Frauen Opfer häuslicher Gewalt. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Schwandorf.Die Corona-Pandemie beschränkt das öffentliche Leben. Doch was gegen das Virus helfen soll, kann in manchen Familien gefährlich sein: Home Office, Kinderbetreuung, Ängste um die Gesundheit und den Arbeitsplatz – diese vielfältigen Herausforderungen auf engstem Raum bergen Konfliktpotenzial. Kinder und Frauen sind in besonderem Maße durch häusliche Gewalt betroffen. Deshalb informiert das Landratsamt Schwandorf in einer Pressemitteilung über Beratungs- und Hilfsangebote.

Viele Beratungsstellen bieten aktuell verstärkt telefonische Hilfe oder Online-Beratung an. Neben den wichtigsten lokalen Einrichtungen, wie dem Frauenhaus im Landkreis Schwandorf und der Familienberatungsstelle, gibt es auch einige überregionale Angebote. Dazu gehört etwa die AETAS Kinderstiftung, die Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr telefonisch erreichbar ist. Auch das Krisentelefon des Trauma-Hilfe-Zentrums Nürnberg ist unter der Telefonnummer (09 11) 99 00 90 99 und unter www.thzn.org erreichbar; ebenso wie die Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche unter 116 111 (Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr und am Montag, Mittwoch und Donnerstag zusätzlich von 10 bis 12 Uhr). Zudem gibt es dort auch eine Online-Beratung für Kinder und Jugendliche unter www.nummergegenkummer.de.

Sicherheitsbericht

Weniger Diebstähle, mehr Gewalttaten

Die Hemmschwelle, handgreiflich zu werden, sinkt. Trotzdem gibt es im Großraum Schwandorf nur selten Anlass zur Sorge.

Für Fälle, in denen die einzige Lösung darin besteht, dass das Opfer die gemeinsame Wohnung verlässt, bietet das Frauenhaus Schwandorf gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern rund um die Uhr Beratung und Schutz. Auch wenn derzeit alle Plätze belegt sind, können die Fachkräfte Frauen telefonisch unter der Nummer (0 94 71) 71 31 beraten und in dringenden Situationen Alternativen zur Unterbringung besprechen.

Auch die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Katholischen Jugendfürsorge in Schwandorf unterstützt während der Corona-Krise. Sowohl Eltern als auch Kinder können sich bei eskalierenden und verletzenden Streitigkeiten in der Familie an die Beratungsstelle unter der Telefonnummer (0 94 31) 99 70 10 wenden.

Beratungsstellen

  • Lokal:

    Frauenhaus im Landkreis: (0 94 71) 71 31, frauenhaus.sad@gmx.de / Familienberatungsstelle: (0 94 31) 99 70 10, kontakt@eb-schwandorf.de / Beauftragte der Polizei für Kriminalitätsopfer: (09 41) 50 60, pp-opf.opferschutz@polizei.bayern.de

  • Überregional:

    Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: (0 80 00) 11 60 16, www.hilfetelefon.de / AETAS Kinderstiftung (0 89) 9 97 40 90 20

Die Opferschutzbeauftragten der Polizei unterstützen und beraten Opfer von Gewalttaten. Sie informieren über rechtliche Möglichkeiten und vermitteln Kontakte zu Einrichtungen. In Notfällen ist die Polizei unter der Notrufnummer 110 erreichbar. Als Ansprechpartnerinnen für Kriminalitätsopfer unterstützen die Beauftragten speziell in den Bereichen Gewalt im familiären Bereich, häusliche Gewalt, Misshandlung oder Vernachlässigung von Kindern, sexuelle Gewalt gegen Erwachsene, sowie sexueller Missbrauch von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen und Stalking.

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