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Verabschiedung

Helmut Heys würdevoller Abschied

Der Schwandorfer Stadtrat zeichnet das scheidende Stadtoberhaupt mit dem Titel Altoberbürgermeister und mit der Ehrenbürgerschaft aus.
Von Gunther Lehmann

  • Ulrike Roidl überreichte Helmut Hey die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürger. Hey wurde zudem mit dem Titel Altoberbürgermeister ausgezeichnet.
  • Auszeichnung für ein kommunalpolitisches Urgestein: Mehr als vier Jahrzehnte war Stadtrat Georg Hottner kommunalpolitisch aktiv. Fotos: Gabi Schönberger
  • Veronika Vogl erhielt einen Erinnerungsteller der Stadt.
  • Werner Kuhn erhielt die Ehrennadel in Silber.
  • Rosaline Ammann erhielt das Ehrenzeichen in Bronze.
  • Konrad Schmid erhielt das Ehrenzeichen in Gold.
  • Johann Graf erhielt die Ehrennadel in Gold.
  • Xaver Fleischmann erhielt das Ehrenzeichen in Gold.
  • Karl-Heinz Kagermeier erhielt die Ehrennadel in Bronze.
  • Otto Rothauscher erhielt das Ehrenzeichen in Gold.
  • Georg Diermeier erhielt das Ehrenzeichen in Gold.
  • Elisabeth Beer-Klatt erhielt das Ehrenzeichen in Silber.
  • Andrea Zurek erhielt einen Erinnerungsteller.
  • Das Bläserensemble der Großen Kreisstadt spielte „I did it my way“.
  • Die Frau an seiner Seite: Oberbürgermeister Helmut Hey mit seiner Gattin Irene
  • Ulrike Roidl hielt die Laudatio auf Helmut Hey.

Schwandorf.Mit einem Festakt in der Schwandorfer Spitalkirche hat der Schwandorfer Stadtrat langjährige Mitglieder des Gremiums ausgezeichnet. Die zwölf scheidenden Ortssprecher und Stadträte waren die ersten, die für ihr langjähriges Wirken in der Kommunalpolitik mit der Ehrennadel der Großen Kreisstadt Schwandorf ausgezeichnet worden sind.

Dem scheidenden Oberbürgermeister Helmut Hey verlieh seine Stellvertreterin Ulrike Roidl (SPD) im Namen des Stadtrats die Ehrenbürgerwürde der Stadt sowie den Titel Altoberbürgermeister. Für Hey endet damit seine 36-jährige Tätigkeit als Stadt- und Kreisrat und Oberbürgermeister in Schwandorf.

Hey zeigte sich beeindruckt von der Auszeichnung. „Ich bin gerne Kommunalpolitiker gewesen, da kein anderes politisches Amt so verbunden mit den Menschen ist“, sagte Hey in seinen Dankesworten. Mit seinem Ausscheiden aus dem Amt empfinde er ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit gegenüber Freunden und allen Mitarbeitern der Stadt. Die Ehrenbürgerwürde stehe für ihn in Zusammenhang mit dem Recht, als aktiver Bürger sein Lebensumfeld mitzugestalten, sich in Entscheidungsprozesse einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Demokratie bedürfe einer lebendigen Bürgerschaft.

Die niedrige Wahlbeteiligung und die geringe Bereitschaft, sich in kommunalen Gremien zu engagieren, zeige jedoch, dass diese Bürgerrechte an Wertschätzung zu verlieren scheinen, warnte der OB. Die an ihn verliehene Ehrenbürgerschaft sei ein Ausweis dafür, dass man in ihm einen Bürger sehe, der Verantwortung für das Gemeinwohl übernommen habe.

Zuvor hatte Bürgermeisterin Ulrike Roidl Heys unermüdlichen Einsatz für das Allgemeinwohl und die vorbildliche kommunalpolitische Arbeit als Stadtrat, Fraktionsvorsitzender und Oberbürgermeister gelobt. Durch seine faire Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg habe Hey entscheidende Weichenstellungen und Beschlüsse zum Wohle der Stadt initiiert und geprägt. Von 2002 bis 2014 habe Hey stets im engen Schulterschluss mit dem Stadtrat und seinen Ausschüssen gewirkt. In seinem Wirken habe er durch Sachlichkeit, Fachkompetenz und Kompromissbereitschaft beeindruckt. „Helmut Hey hat neue Impulse gesetzt, neue Perspektiven entwickelt und er war bereit, neue Wege zu gehen“, sagte Roidl. Die vergangenen zwölf Jahre in Schwandorf seien deshalb untrennbar mit dem Namen Helmut Hey verbunden. „Wir möchten heute einen Mann mit der Ehrenbürgerwürde auszeichnen, der Herausragendes für unsere Heimatstadt geleistet hat und der Dank, Anerkennung und Wertschätzung in hohem Maße verdient“, sagte Roidl.

Vor seiner eigenen Auszeichnung hatte Hey zwölf Stadträte und Ortssprecher für ihr kommunalpolitisches Engagement ausgezeichnet. Da der Stadtrat erst 2008 beschlossen hatte, diese Auszeichnung zu vergeben, wurden auch Menschen ausgezeichnet, die bereits vor sechs Jahren aus dem Gremium ausschieden. „Wenn wir die vergangenen Jahre betrachten, dann dürfen wir mit Recht behaupten, dass wir unsere Stadt gemeinsam wieder ein Stück nach vorne gebracht haben“, sagte Hey. Mit Idealismus und dem Verzicht auf private Interessen, aber auch mit Weitblick, Verantwortungsbewusstsein und Mut, für unpopuläre Entscheidungen einzustehen, hätten die Ausgezeichneten für ihre Heimatstadt gewirkt.

Musikalisch umrahmte das Bläserensemble der Großen Kreisstadt Schwandorf den Festakt. Die Musiker spielten dem OB zum Abschied „I did it my way“ von Frank Sinatra.

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