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Einführung

Herzlicher Empfang für den neuen Pfarrer

Pfarrei Herz-Jesu heißt Andreas Schinko willkommen. Bewährte Strukturen brauchen Auffrischung und Neubelebung.
Von Rudolf Hirsch

Dekan Hans Amann (r.) begleitete den neuen Pfarrer von Herz-Jesu, Andreas Schinko in die Kirche.  Foto: Rudolf Hirsch
Dekan Hans Amann (r.) begleitete den neuen Pfarrer von Herz-Jesu, Andreas Schinko in die Kirche. Foto: Rudolf Hirsch

Schwandorf.Dass die Gottesdienst des neuen Pfarrers etwas länger dauern, haben die Kirchgänger in der Pfarrei Herz-Jesu inzwischen mitbekommen. „Die Überlänge“ bei seiner Amtseinführung am Sonntag in der Herz-Jesu-Kirche hat aber selbst Andreas Schinko (34) überrascht. Schmunzelnd stellte er nach gut eineinhalb Stunden fest: „Das hat ja länger gedauert als ein Pontifikalamt mit dem Bischof.“

Vor der Kirche bildeten „Blumenkinder“ ein Spalier und wünschten zahlreiche Gläubige dem neuen Pfarrer einen guten Start. In Begleitung der Ministranten und Konzelebranten zog der neue Geistliche der Pfarrei Herz-Jesu ein und wertete die rege Beteiligung als positives Zeichen für einen Neuanfang. Den wünscht sich auch die Sprecherin des Pfarrgemeinderates, Simone Alwang. Sie verspürt mit dem neuen Geistlichen „eine Aufbruchstimmung in der Pfarrgemeinde“, in der die Strukturen vorhanden seien. Frauenbund, Senioren, KAB, Ministranten und Eltern-Kind-Gruppe bedürften aber einer Auffrischung und Neubelebung, so die Pfarrgemeinderatsvorsitzende.

Glaube

Er ist Schwandorfs jüngster Pfarrer

Andreas Schinko ist der neue Pfarrer von Herz Jesu. Der 32-Jährige ist gelernter Kinderpfleger und setzt auf Instagram.

Die Erwartungen an den neuen Pfarrer seien groß, stellte auch Monsignore Hans Amann in seiner Predigt fest. Der Dekan wünscht sich „einen Seelsorger auf Augenhöhe mit den Gläubigen“. Eine solche Einstellung bewahre den Priester vor Selbstüberschätzung, Hierarchiedenken, Überhöhung und Klerikalismus. Andreas Schinko könne sich in der Pfarrei Herz-Jesu aber auf „ein starkes Team von aktiven Mitarbeitern verlassen, die überzeugend christliche Positionen vertreten“. Der Dekan ermunterte seinen Priesterkollegen zu einer „geschwisterlichen Verbundenheit mit den übrigen Religionsgemeinschaften in der Stadt“. Gleichwohl betonte Hans Amann die exponierte Stellung eines katholischen Priesters, der die „Weihegnade“ besitze, „die ihn heraushebt aus der Gemeinde“.

Der neue Pfarrer

  • Werdegang:

    Andreas Schinko stammt aus Obertraubling und war zuletzt Kaplan in der Pfarrei St. Wolfgang in Landshut. Der neue Pfarrer der 3700-Seelen-Pfarrei Herz-Jesu hat ursprünglich den Beruf des Kinderpflegers erlernt und sich erst mit 22 Jahren entschlossen, Priester zu werden.

  • Vorgänger:

    Der 34-jährige Geistliche löst Pfarrer Thomas Senft ab, der die Pfarrei viele Jahre leitete und am 1. September in den Ruhestand trat.

Der Kirchenchor unter Leitung von Volker Droge gestaltete den Festgottesdienst mit neuen geistlichen Liedern, begleitet von Doris Mandl auf der Querflöte. Eine Schola, bestehend aus vier Frauen des Kirchenchores, trat erstmals auf und übernahm den Zwischengesang. Zahlreiche Konzelebranten nahmen an der Amtseinführung teil und wünschten ihrem Priesterkollegen alles Gute, darunter seine beiden Vorgänger im Amt, Josef Fromm und Thomas Senft. Die Glückwünsche der evangelischen Kirchengemeinde überbrachte Pfarrer Arne Langbein.

Pfarrer Andreas Schinko bedankte sich am Ende „bei allen fleißigen Händen und Stimmen, die zur festlichen Gestaltung des Gottesdienstes beigetragen haben“. Vor der Kirche hatten Mitglieder des Pfarrgemeinderates einen Sektempfang vorbereitet. Die Gläubigen hatten Gelegenheit, mit ihrem neuen Pfarrer anzustoßen und mit ihm ins Gespräch zu kommen.

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