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Netzwerk

Hier bekommen Demenzkranke Hilfe

Die Partner der Allianz für Menschen mit Demenz schaffen eine neue Plattform. Auftakt ist im Freilandmuseum Neusath.
Von Rudolf Hirsch

Der Landkreis Schwandorf reagiert auf die zunehmende Erkrankung der Menschen an Alzheimer und bietet den Betroffenen und deren Angehörigen Hilfen an. Foto: Britta Pedersen/dpa
Der Landkreis Schwandorf reagiert auf die zunehmende Erkrankung der Menschen an Alzheimer und bietet den Betroffenen und deren Angehörigen Hilfen an. Foto: Britta Pedersen/dpa

Schwandorf.Das Demenz-Netzwerk im Landkreis namens „DeNiS“ gründet anlässlich der bayerischen Demenzwoche ein Forum und bietet vom 18. bis 20. September drei Veranstaltungen für Betroffene und deren Angehörige an. Die Netzwerk-Vertreter stellten das Programm im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath vor.

Der Landkreis reagiere auf die zunehmende Erkrankung der Menschen an Alzheimer und biete den Betroffenen und deren Angehörigen Hilfen an, sagte stellvertretender Landrat Joachim Hanisch und fügte hinzu: „Wir werden kein Allheilmittel gegen Demenz erfinden, können aber Unterstützung anbieten.“ Sprecherin des Netzwerkes ist Petra Ihring von der Fachstelle für pflegende Angehörige im Caritas-Kreisverband. Sie gewann die Diplom-Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Warschau, Professorin Dr. Barbara Romero, für einen Vortrag am 18. September um 14 Uhr im Oberpfälzer Freilandmuseum.

Der stellvertretende Landrat, Joachim Hanisch (l.), und die Leiterin des Oberpfälzer Freilandmuseums, Dr. Angerer, laden mit den Netzwerkpartnern von DeNiS zum ersten Landkreis-Demenzforum ein. Foto: Rudolf Hirsch
Der stellvertretende Landrat, Joachim Hanisch (l.), und die Leiterin des Oberpfälzer Freilandmuseums, Dr. Angerer, laden mit den Netzwerkpartnern von DeNiS zum ersten Landkreis-Demenzforum ein. Foto: Rudolf Hirsch

Bei dieser Veranstaltung werden die Vertreter der Lebenshilfe, der Seniorenfachstelle am Landratsamt, des Caritas-Kreisverbandes, des Betreuungsvereins, des sozialpsychiatrischen Dienstes, der ambulanten Pflegedienste, der Senioren-Wohnheime, der Beratungsstellen des Bezirks, des Hospizvereins und der Fachstellen für Geriatrie das erste Landkreis-Demenzforum ins Leben rufen.

Das Umfeld anpassen

Dr. Barbara Romero wird den Teilnehmern über ihre Erfahrungen in der „Selbsterhaltungstherapie“ berichten, die sie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München entwickelt hat. In diesem Konzept geht es um „die Anpassung des sozialen und materiellen Umfeldes an die Bedürfnisse des demenziell Erkrankten und die optimale Nutzung seiner Ressourcen“. Das Selbstvertrauen der Patienten zu stabilisieren, ihre Erinnerung wachzuhalten und sie im Alltag zu unterstützen, gehört für Dr. Romero zu den wichtigsten Ansatzpunkten.

Das erste Forum

  • Premiere:

    Das erste Demenzforum im Landkreis Schwandorf beginnt am 18. September um 14 Uhr im Freilandmuseum Neusath und dauert drei Stunden. Es kann jeder da-ran teilnehmen. Der Eintritt ist frei.

  • Anmeldung:

    Cornelia Kiener, Landratsamt, E-Mail: cornelia.kiener@landkreis-schwandorf. de, Tel. (09431) 471465; für die Filmveranstaltungen: Caritas, Tel. (09431) 38160, E-Mail: info@caritas-schwandorf.de.

Denn: „Selbstvertrauen bedeutet mehr Wohlbefinden und mehr Leistungsfähigkeit“. Mit geeigneten Beschäftigungen sollen Demenzkranke gefordert und gefördert werden. Ziel sei eine „optimale Teilhabe am Leben“, so Dr. Barbara Romero. Eine besondere Bedeutung habe die Beschäftigung mit „noch erhaltenen, persönlich wichtigen Erinnerungen“.

„Die Veränderungen als Folge der Demenzerkrankung betreffen zentrale Lebensbereiche und bedeuten eine große Herausforderung für die Anpassungsfähigkeit der Kranken und deren soziale Umgebung“, betont die Wissenschaftlerin. Sie hat das Konzept der Selbsterhaltungstherapie entwickelt, um die Verfahren zu bestimmen und theoretisch zu begründen.

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Einen unterhaltsamen Zugang zur Erinnerungsarbeit bietet DeNiS am Donnerstag, 19. September, mit einem Tanznachmittag für Demenzerkrankte und deren Angehörige im Turmrestaurant Obermeier in Klardorf. Hans Karg sorgt ab 14 Uhr für die Musik, die Erinnerungen an die Jugend der Erkrankten wachrufen soll. Kaffee und Kuchen werden serviert. Dank einer Spende der Theodor-Wormland-Stiftung ist der Nachmittag für dir Teilnehmer kostenfrei. Anmeldungen nimmt der Caritasverband, Petra Ihring, Tel. (09431) 38160 oder per E-Mail an
info@caritas-schwandorf.de entgegen.

Kino-Nachmittag mit Gespräch

„Vom Fuchs, der den Verstand verlor“ und „Apfelsinen in Omas Kleiderschrank“ heißen zwei Filme, die „DeNiS“ am Freitag, 20. September, ab 14 Uhr in den Räumen des Caritas-Kreisverbandes zeigt. Beide Filme erzählen von einer beginnenden Demenz. Der „Kino-Nachmittag“ richtet sich in erster Linie an Angehörige von Demenz-Patienten. In einer anschließenden Gesprächsrunde können die Teilnehmer ihre Erfahrungen gegenseitig austauschen.

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