MyMz
Anzeige

Verkehr

Hohlraum ist noch ein Erbe der Bucher Zeche

Folgen des ehemaligen Erzabbaus in Windmais und Buch sind im Stollenweg zu spüren. Der Straßeneinbruch wird verfüllt.
Von Randolf Alesch

Ein aus dem ehemaligen Erzabbau der „Bucher Zeche“ stammender Hohlraum brach unter dem Windmaiser Stollenweg ein, so dass er gesperrt und wieder verfüllt werden musste.  Foto: Randolf Alesch
Ein aus dem ehemaligen Erzabbau der „Bucher Zeche“ stammender Hohlraum brach unter dem Windmaiser Stollenweg ein, so dass er gesperrt und wieder verfüllt werden musste. Foto: Randolf Alesch

Bodenwöhr.Das letzte Teilstück des Stollenweges in Windmais ist derzeit für den Verkehr gesperrt. Die Firma Schlamminger Tiefbau GmbH aus Brunn bei Regensburg musste die Teerdecke aufschneiden, um eine ca. 3,80 Meter tiefe und 2,50 Meter breite, zum Teil mit Wasser gefüllte Grube ausheben. Die Maßnahme wird im Auftrag der Immobilien Freistaat Bayern – Bereich Bergrechteverwaltung – vom Ingenieurbüro IFB Eigenschenk aus Deggendorf überwacht.

Erst im Jahr 2012 brach in unmittelbarer Nähe der jetzigen Baustelle der Boden ein und Wasser trat oberflächennah aus. Ursächlich sind wohl die Folgen aus dem ehemaligen Erzabbau in Windmais und Buch, der vor rund 330 Jahren begann und knapp 200 Jahre dauerte. Aus dieser Zeit dürften noch Teile der damaligen von Buch nach Windmais führenden, knapp zwei Kilometer langen Stollenanlagen der „Bucher Zeche“ übrig sein.

Im Auftrag der Bergrechteverwaltung führte eine Bohr- und Brunnenbaufirma 2017 rund elf Monate lang über 50 Bohrungen bis zu 50 Metern Tiefe durch. So sollte festgestellt werden, ob die Stollen noch erhalten oder bereits verfallen sind, ob und wo noch Hohlräume vorhanden sind, um Deformationen und Einbrüche an der Geländeoberfläche frühzeitig zu erkennen bzw. auszuschließen.

Die damals durchgeführten Bohrungen wurden wieder verfüllt. Eines dieser Bohrlöcher brach nun neben der Straße auf einer Tiefe von knapp einem Meter ein. Die Überprüfung ergab, dass sich unter dem Stollenweg ein rund zwei Meter breiter und knapp einen Meter tiefer Hohlraum befand. Die Straße selbst hatte jedoch noch nicht nachgegeben. Das Loch wird nun mit Beton ausgegossen und darüber mit Schottermaterial verdichtet, bevor eine Betonplatte für zusätzliche Stabilität sorgt. Danach wird der Straßenverlauf wieder geteert.

Laut Mitteilung von Dr. Schindler von der Bergrechteverwaltung konnten die Bohrerkundungsmaßnahmen an der ehemaligen „Bucher Zeche“ im März 2018 abgeschlossen, die technischen Gegebenheiten bewertet und einzelne Bereiche durch Schotterverfüllung gesichert werden. Um das Gesamtbild der „Bucher Zeche“ in ihrem jetzigen Zustand vervollständigen und die Grubenwasserverhältnisse zu beurteilen, wurde zudem ein hydrogeologisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht