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Region Schwandorf
Montag, 21. Mai 2018 22° 1

Freizeit

Holzkugel: Investoren machen weiter

Trotz Baustellenbrand soll das Projekt am Steinberger See wie geplant durchgezogen werden. Für die Helfer gibt es ein Fest.
Von Hubert Heinzl

Bei dem Brand war das Gastro- und Verwaltungsgebäude in Mitleidenschaft gezogen worden. Foto: Zwick

Steinberg am See. Am frühen Samstagmorgen brannte das fast fertiggestellte Gastronomie- und Bürogebäude am inMotion Park Steinberg – der größten begehbaren Holzkugel der Welt direkt am See. Sechs Feuerwehren aus Steinberg am See, Schwandorf und den umliegenden Ortschaften waren mit 100 Aktiven die ganze Nacht und auch noch am Vormittag im Einsatz, um das Gebäude zu retten.

„Es war für mich wie ein Alptraum als ich um halb vier zum Brandort kam. Überall Blaulicht, Rauch, Flammen, Löschwasserstrahlen im Flutlicht und rußgeschwärzte Feuerwehrleute“, so Tom Zeller, Geschäftsführer der inMotion Park Seenland GmbH, am Montag danach in einer Mitteilung.

„Es war für mich wie ein Alptraum als ich um halb vier zum Brandort kam. Überall Blaulicht, Rauch, Flammen, Löschwasserstrahlen im Flutlicht und rußgeschwärzte Feuerwehrleute.“

Tom Zeller, Geschäftsführer der inMotion Park Seenland GmbH

Drei Stunden später hatten die Feuerwehren den Brand im Griff. Das Technische Hilfswerk, das aus Schwandorf hinzugerufen worden war, entfernte Teile der Holzkonstruktion mit dem Bagger, damit der Brand nicht auf weitere Gebäudeteile übergreifen konnte. „Seit fast zwei Jahren arbeiteten wir an der Planung und dem Bau, und innerhalb von Stunden war vieles zerstört“, so Tom Zeller.

Landrat und Bürgermeister sichern Unterstützung zu

Beschädigt wurde nach Angaben des Unternehmens der nördliche Trakt des Gebäudes; durch die Löscharbeiten ist allerdings im gesamten Gebäude Wasser eingedrungen. Am Morgen fanden sich alle am Bau Verantwortlichen, Bürgermeister Harald Bemmerl aus Steinberg am See und viele Unterstützer ein – und eines war laut Zeller bald klar: Es geht weiter. Auch Landrat Thomas Ebeling war vor Ort und sicherte wie der Steinberger Bürgermeister seine Unterstützung zu.

So sah es am Tag nach dem Brand aus:

Brand in Freizeitpark am Steinberger See

„Wir werden wie geplant die Erlebnisholzkugel in wenigen Wochen eröffnen. Das Gastronomiegebäude wird wiederhergestellt“, verspricht Geschäftsführer Kim Kappenberger. Für die Besucher soll nach seinen Worten bis auf weiteres eine Outdoor-Gastronomie bereitgestellt werden. Komplett dürfte das Gebäude allerdings erst in mehreren Monaten wiederhergestellt sein. Eine genaue Aussage könne zum jetzigen Stand noch nicht getroffen werden, hieß es.

Schaden kann bisher nicht beziffert werden

Der betroffene Trakt (Kinder-Indoorspielplatz, Toiletten und Teile des Gastraumes) muss nach Angaben des Unternehmens erneuert, das gesamte Gebäude getrocknet werden. Der Schaden kann aktuell noch nicht beziffert werden, allerdings konnten wahrscheinlich zwei Drittel der Bausubstanz dank den Feuerwehren erhalten werden. In ersten Meldungen nach dem Unglück stand eine Schadenssumme von rund einer Million Euro im Raum.

Zum Dank für die Feuerwehren wird voraussichtlich im August ein Helferfest stattfinden. Die Feuerwehrleute erhalten Essen und Trinken frei; vom Umsatz durch die Besucher soll ebenfalls ein Teil an die Feuerwehren gespendet werden. „Mit Schutzanzügen und Atemschutzmasken waren sie auf dem brennenden Dach und im Gebäude, um das Feuer zu bekämpfen. Ich war unglaublich beeindruckt, was diese Menschen leisten und riskieren, und das im freiwilligen Einsatz“ so Tom Zeller.

Brandursache

  • Ursache:

    Die Brandursache ist laut dem Polizeipräsidium Regensburg noch nicht geklärt.

  • Ermittler:

    Die Brandfahnder der Kripo Amberg erhielten am Samstagnachmittag Unterstützung durch einen Spezialisten vom Bayerischen Landeskriminalamt.

  • Ermittlungen:

    Noch läuft die Auswertung der genommenen Proben. „Derzeit schließen die Ermittler auch eine vorsätzliche Brandstiftung nicht aus“, teilt das Polizeipräsidium mit. Bestandteil der Ermittlungen ist demnach auch die Schadenshöhe. Ob sich die Befürchtungen bestätigten, dass der Brand einen Millionenschaden verursacht habe, solle im Lauf der Woche geklärt werden, so die Polizei. (hh)

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