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Politik

Horst Viertlmeister tritt an

Die SPD nominiert ihren Bürgermeisterkandidaten. Der 52-Jährige will, dass die Partei wieder die stärkste Fraktion stellt.
Von Norbert Wanner

Horst Viertlmeister (6. von links) tritt für die SPD als Bürgermeisterkandidat an.  Foto: Norbert Wanner
Horst Viertlmeister (6. von links) tritt für die SPD als Bürgermeisterkandidat an. Foto: Norbert Wanner

Maxhütte-Haidhof.Seit Sonntag hat auch die SPD einen Bürgermeisterkandidaten. Horst Viertlmeister hat seinen Hut in den Ring geworfen. 43 wahlberechtigte Mitglieder standen in der Anwesenheitsliste und am Ende hieß das Ergebnis 43 mal „Ja“.

Die Messlatte legte der frischgebackene Kandidat für sich auf maximale Höhe. Nicht nur, dass der Bürgermeistersessel in die Hand der Sozialdemokraten soll, die SPD soll erneut die stärkste Fraktion werden, ein Vorhaben das kein Selbstläufer sein wird. Kreisvorsitzender Peter Wein, Unterbezirksvorsitzender Franz Schindler und MdB Marianne Schieder waren ins Schützenheim nach Roding gekommen und die Kandidatur von Viertl-meister zu unterstützen. Wein hob den Aspekt des Städtedreiecks hervor, die „Riesenchance“ alle drei Rathäuser in die „rote Hand“ zu bringen.

Die Wichtigkeit dieses Unterfangens stellte Schieder mit dem Satz fest: „Jeder SPDler weiß, das Städtedreieck ist die Herzkammer der Sozialdemokratie im Landkreis.“ Dieses Wort kam auch bei Schindler vor, ebenso der Blick, warum diese Herzkammer an Kraft verloren hat. Die „Struktur“ habe sich geändert, der „Zuzug so vieler Menschen“, war die genaue Diagnose Schindlers dafür, warum es völlig offen ist, ob die Maxhütter SPD ihre Wahlziele verwirklichen können wird.

Mann mit vielen Vorzügen

Nach Schindler waren die Vorsitzenden der SPD-Ortsvereine im Stadtgebiet an der Reihe ihre Stellungnahme zur Kandidatenkür abzugeben. Das Votum des Ortsvereins Maxhütte hatte Vorsitzender Manfred Neumann bei der Begrüßung abgegeben, der Viertlmeister volle Unterstützung zusicherte. Roswitha Kiener-Gietl (Ponholz) sagte: Viertlmeister sei fähig und willig die „Zukunftsgestaltung“ der Stadt voranzutreiben. Gabi Karl (Leonberg): „Ein Mann, der sehr viele Vorzüge hat.“ Franz Krämer (Pirkensee) meinte, es brauche einen Bürgermeister, der nicht nur verwalte.

Der Kandidat

  • Persönliches:

    Horst Viertlmeister ist 52 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder. Seine berufliche Laufbahn begann 1983 bei der Sparkasse und führte zum Betriebswirt. Heute ist er im Bereich „Private Banking“ tätig.

  • Politik:

    Im Jahr 2014, kandidierte Viertlmeister erstmals für die SPD zum Stadtrat und übernahm 2015 das Amt des Fraktionsvorsitzenden. (bxh)

Viertlmeister stellte den ersten Teil seiner Rede unter die Überschrift: „I bin a echter Maxhütterer und da bin i dahoam“ und erzählte von seiner beruflichen Laufbahn. Er ist über 35 Jahre im Bankwesen tätig und blickt auf kommunalpolitische Erfahrung als Fraktionssprecher der SPD. Viertlmeister verwies auf seine Erdung dank seiner Familie (die mit zur Nominierung gekommen war). Frau und zwei Töchter gäben ihm Rückendeckung.

Im politischen Teil betonte Viertl-meister, dass er kein „Haudrauf“ sei – „Argumente statt Emotionen“ – und gab konkrete Einblicke ins Wahlprogramm. Beispielsweise „Bezahlbares Wohnen“ und eine Baulandentwicklung mit gedrosseltem Tempo unter Federführung der kommenden Stadtwerke samt „neuartiger Wohnkonzepte“, Angebote wie einen „Neubürgertreff oder Frische-Eltern-Treff“. Auch Ertüchtigung und Schaffung eines Geh- und Radwegenetzes, ein Programm gegen den Klimawandel oder die Ansiedelung von „neuem Gewerbe“ aus Bereichen wie Dienstleistung und Forschung, zählten dazu.

Zeit des Verwaltens beenden

Viertlmeister schloss mit einer Utopie für die Entwicklung der Stadt: ein Ort, in dem die Menschen glücklich zusammenleben, notwendige Energie aus rein regenerativen Anlagen stammt, in Mehrgenrationenhäusern auch alleinstehende oder kinderlose Menschen eine familiäre Umgebung finden, ein Stadtzentrum geschaffen wurde und die „Zeit des Verwaltens der Vorgängerin und ihrer schwarzen Gefolgsleute endlich vorüber war“ – eine deutliche Spitze gen CSU. Ein Grußwort von SBM-Stadtrat Lothar Schieber, der andeutete, dass es wieder eine Liste seiner Wählervereinigung geben wird, schloss die Reden ab.

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