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Engagement

Hospizpreis für drei besondere Frauen

Mitglieder der Hospizinitiative der Caritas-Sozialstation Nittenau-Bruck e.V. sind für ihren Einsatz ausgezeichnet worden.

Die drei Preisträgerinnen des Stiftungspreises Ehrenamt sind Christine Meseth-Voß, Helene Peter und Rosi Jarema. Sie sind in der Hospizinitiative der Caritas-Sozialstation Nittenau-Bruck e. V. mit Staatsministerin Melanie Huml und Stiftungsratvorsitzendem Dr. Rainer Schäfer. Foto: StMGP
Die drei Preisträgerinnen des Stiftungspreises Ehrenamt sind Christine Meseth-Voß, Helene Peter und Rosi Jarema. Sie sind in der Hospizinitiative der Caritas-Sozialstation Nittenau-Bruck e. V. mit Staatsministerin Melanie Huml und Stiftungsratvorsitzendem Dr. Rainer Schäfer. Foto: StMGP

Nittenau.Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat am Dienstagabend in München den diesjährigen Bayerischen Hospizpreis der Bayerischen Stiftung Hospiz (BSH) überreicht. Mit dem Preis werden herausragendes Engagement im Ehrenamt sowie beispielhafte Projekte aus dem Bereich der Hospizarbeit gewürdigt. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Christine Meseth-Voß, Helene Peter und Rosi Jarema von der Hospizinitiative der Caritas-Sozialstation Nittenau-Bruck e.V. (Stiftungspreis Ehrenamt) aus der Oberpfalz und die Hospizgruppe-Gehörlose der Diözese Würzburg (Stiftungspreis Projekt).

„Einen Menschen in seinem Sterbeprozess zu begleiten – dafür braucht es eine große innere Bereitschaft und viel Empathie.“

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml

Huml betonte anlässlich der Verleihung, die im Rahmen eines Staatsempfangs zum 20-jährigen Bestehen der Bayerischen Stiftung Hospiz in der Münchner Residenz stattfand: „Einen Menschen in seinem Sterbeprozess zu begleiten – dafür braucht es eine große innere Bereitschaft und viel Empathie. Es geht dabei nicht gerade primär um die medizinische und pflegerische Betreuung, sondern um den menschlichen Aspekt. Menschen, die sich in der Hospiz- und Palliativversorgung engagieren und schwerst kranken und sterbenden Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt Beistand leisten, verdienen unseren Respekt und unsere Anerkennung. Die Verdienste dieser Menschen, ohne die eine ganzheitliche Sterbebegleitung in Bayern nicht möglich wäre, ehren wir mit dem Bayerischen Hospizpreis.“

Platz in der Gesellschaft

  • Anerkennung:

    Die ehemalige Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die die Bayerische Stiftung Hospiz als Sozialministerin im Jahr 1999 mit gründete, betonte: „Mir ist ganz besonders wichtig, dass die Hospizbewegung ihren festen Platz in der Mitte der Gesellschaft hat.“

  • Haltung:

    Stamm fügte hinzu: „Ich bin der festen Überzeugung: Hospiz ist ein Konzept, eine Haltung, eine Einstellung, die gefördert werden muss.“

Die Ministerin betonte in ihrer Laudatio für Christine Meseth-Voß, Helene Peter und Rosi Jarema: „Für ihren unermüdlichen und selbstlosen Einsatz im Dienste von schwerst kranken und sterbenden Menschen verleiht die Bayerische Stiftung Hospiz als Anerkennung und Motivation für ihre weitere Arbeit an diese drei Frauen den Stiftungspreis Ehrenamt 2019. Die drei Preisträgerinnen sind in der Hospizinitiative der Caritas-Sozialstation Nittenau-Bruck e. V. in besonders herausragender Weise als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen tätig und in verschiedene Projekte eingebunden. So werden Kinder und Jugendliche bei dem Projekt ,Hospiz macht Schule’ offen und ehrlich durch die Themen Sterben, Tod und Trauer begleitet.“

Porträt

Der Tod ist bei jedem Patienten anders

Wenn ein Mensch im Sterben liegt, kommt Palliativfachkraft Monika Kagerer. Auch sie hat nicht auf alle Fragen eine Antwort.

Die Ministerin ergänzte: „Frau Meseth-Voß hat zudem den Trauerspaziergang ins Leben gerufen. Dieser bietet Angehörigen, die einen geliebten Menschen verloren haben, die Möglichkeit, sich mit anderen über Verlusterfahrungen auszutauschen.“

Ministerin Huml würdigte zugleich das nunmehr 20-jährige Engagement der Bayerischen Stiftung Hospiz: „Es ist auch das Verdienst der Bayerischen Stiftung Hospiz und all ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass das Thema ,Sterben’ mittlerweile in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen ist und sich immer mehr Menschen aktiv mit einem Leben bis zuletzt in Würde und Sterbebegleitung auseinandersetzen. Dass wir in Bayern so umfangreiche Versorgungsangebote in der Hospiz- und Palliativversorgung haben, haben wir auch der BSH zu verdanken.“ Sie fügte hinzu: „Wichtig ist mir dabei, dass hospizliche und palliative Versorgungsangebote dahin gebracht werden, wo die Menschen leben. Dabei ist mir insbesondere auch der flächendeckende Ausbau der Strukturen in den Städten und ländlichen Regionen sehr wichtig."

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