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Nachruf

„Idealer Lokalpolitiker“ ist tot

Martin Jell starb im Alter von 77 Jahren. Der frühere Ortssprecher von Pilsheim war äußerst engagiert.

Martin Jell (Zweiter von links), hier bei einer Ehrung mit stellvertretendem Landrat Jakob Scharf  Foto: Archiv
Martin Jell (Zweiter von links), hier bei einer Ehrung mit stellvertretendem Landrat Jakob Scharf Foto: Archiv

BURGLENGENFELD. Mit einer Schweigeminute für den ehemaligen Stadtrat und langjährigen Ortssprecher Martin Jell aus Pilsheim/Pöpplhof begann am Mittwoch die Sitzung des Stadtrats. Jell war am Dienstag im Alter von 77 Jahren gestorben. Für die Freien Wähler Land war er von den Bürgern 1996 in den Stadtrat gewählt worden, dem er bis 2002 angehörte.

Bei der Verabschiedung aus dem Rat im April 2002 hatte der damalige Bürgermeister Heinz Karg Martin Jell als den „Idealfall eines Kommunalpolitikers“ beschrieben. Leidenschaftlich habe er für sein Dorf und die gesamte Stadt gekämpft – auch dann, wenn sich Widerstand gegen seine Auffassung regte. Politische Weggefährten würdigten Jells großen persönlichen Einsatz und seine „bewundernswerte Energie“, mit der er sich für die Anliegen seiner Mitbürger eingesetzt habe.

Das zeigt auch die Vielzahl von Ämtern und Funktionen, die Jell bekleidete. So gehörte er unter anderem nach der Gründung der Stadtwerke zum 1. Januar 1998 dem ersten Verwaltungsrat an. Vorstand Friedrich Gluth würdigte Jells Verdienste um den Aufbau des Kommunalunternehmens, seine sachliche Arbeit, insbesondere seinen Einsatz für die Umlandgemeinden.

Der Verstorbene gehörte von 1996 bis 2002 der Verbandsversammlung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Vils-Naab-Gruppe an, war von 1994 bis 2004 Vorsteher der Jagdgenossenschaft Burglengenfeld-Höchensee und in vielen weiteren Vereinen aktiv, zählte etwa 1972 zu den Gründungsmitgliedern der Jura-Blaskapelle. Der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein Pilsheim hat dem Verstorbenen vor zwei Jahren die Goldene Ehrennadel verliehen.

Ortssprecher Josef Auer stellt Jells Leistungen für die Allgemeinheit heraus. Jell habe enorm viel bewegt. Auer erinnert insbesondere an die Sanierung der Kirche St. Petrus und Heilig Kreuz 2001, bei der Jell quasi die örtliche Bauleitung übernommen hatte. „Martin Jell hat sich bleibende Verdienste um Stadt und Umland erworben, wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren“, so Bürgermeister Thomas Gesche.

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