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Mitbestimmung.

IG BCE kämpft für Fortschritt

Die IGBCE Ortsgruppe ehrte langjährige Mitglieder. Bezirksleiter Hartmuth Baumann würdigte die Leistungen der Jubilare.
Von Max Schmid

IGBCE-Ortsvorsitzender Franz Hauser (2. von links) nahm gemeinsam mit Bezirksleiter Hartmuth Baumann und Bürgermeister Thomas Falter (rechts) die Ehrung langjähriger Gewerkschaftsmitglieder im Schwimmbad-Cafe vor. Foto: (smx)
IGBCE-Ortsvorsitzender Franz Hauser (2. von links) nahm gemeinsam mit Bezirksleiter Hartmuth Baumann und Bürgermeister Thomas Falter (rechts) die Ehrung langjähriger Gewerkschaftsmitglieder im Schwimmbad-Cafe vor. Foto: (smx)

Wackersdorf.Viele der Jubilare traten als Mitarbeiter der früheren BBI in die Gewerkschaft Bergbau und Energie ein, die nach Umstrukturierungen nun Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) heißt. Und viele von ihnen sind auch nach dem Ende des Braunkohleabbaus in Wackersdorf noch Gewerkschaftsmitglieder. Für 25- bis 75-jährige Treue wurde ihnen Dank abgestattet. Ortsvorsitzender Franz Hauser konnte dazu als Festredner Bezirksleiter Hartmuth Baumann begrüßen.

Bürgermeister Thomas Falter verwies auf die touristische Entwicklung der beiden VG-Gemeinden nach dem Ende der BBI und würdigte den Ortsverband Wackersdorf. Er decke eine große Bandbreite von Industriestandorten ab. Falter sprach auch die wirtschaftliche Entwicklung an; von einem Rückgang sei in Wackersdorf noch nichts zu spüren. Die Wirtschaft unterliege immer Schwankungen, er aber sehe optimistisch in die Zukunft. Die Gemeinde halte einen engen Kontakt zu Betriebsleitungen, aber auch zur Gewerkschaft. Falter zeigte sich davon überzeugt, dass man trotz wirtschaftlichen Wachstums als Kommune immer am Ball bleiben müsse.

Jubilare legten Fundament

IGBCE-Bezirksleiter Hartmuth Baumann zollte den Jubilaren seine Anerkennung; sie hätten das Fundament für der heutige Entwicklung der Gewerkschaft gelegt. Der Redner versuchte die Gründe für die langjährige Gewerkschaftstreue zu analysieren. Naheliegend sei das Geld, also die Tarifpolitik. Seine Gewerkschaft sorge seit Jahrzehnten mit guten Tarifabschlüssen dafür, dass die Beschäftigten einen Anteil am wachsenden Wohlstand der Gesellschaft haben. Auch die Renten seien ein Grund, da sie bekanntlich an die Entwicklung der Löhne gekoppelt seien. Ein weiterer Grund für langjährige Mitgliedschaften sei die im Grundgesetz geregelte Mitbestimmung. Die Gewerkschaft sorge dafür, dass es in den Betrieben gerecht und menschlich zugehe.

Jubilarehrung

  • 25 Jahre:

    Petra Huber, Christine Fröhlich, Josef Schmid, Marco Jobst, Kerstin Schmid, Reinhart Weber

  • 40 Jahre:

    Robert Schneider, Rudolf Beer und Jens Sinkewitz

  • 50 Jahre:

    Ludwig Gerl, Josef Igl, Brigitte Neudecker, Anton Hopf, Vorsitzender Franz Hauser, Johann Winter, Klara Scharf, Gerhard Siml

  • 60 Jahre:

    Fritz Falter, Heinz Kobenia, Josef Striessl, Ludwig Höcker und Peter Franke

  • 75 Jahre:

    Johann Spandl (in Abwesenheit geehrt).

Die allerwichtigsten Werte aber seien Gerechtigkeit und Solidarität sowie ein respektvoller Umgang miteinander. Aber es müsse festgestellt werden, dass sich auch in der Gesellschaft die Tendenz zur Respektlosigkeit breitmache, dass Schlagabtausch mit Argumenten nun durch Zetern und Hetze ersetzt werde und sich eine gefährliche Fremdenfeindlichkeit ihren Weg bahne. Anfeindungen, Morddrohungen bis hin zu Anschlägen könnten nicht hingenommen werden. In Deutschland breite sich eine zu tiefst gereizte Gesellschaft aus.

Kritik am Klimapaket

Festredner Baumann kam auch auf das Klimapaket der Bundesregierung zu sprechen. Die IGBCE wolle konkrete und nennenswerte Fortschritte beim Klimaschutz, aber mit sozialer Verantwortung und ökonomischer Vernunft, mit Investitionen und Innovationen. Derzeit fehle es an schlüssigen Konzepten für den Ausbau erneuerbarer Energien, der Stromleitungen und der Speichertechnologie. Ohne das mache mehr Elektromobilität genauso wenig Sinn wie ein CO2-Preis, der Heizenergie und Autofahren nur teuerer mache.

Baumann forderte eine europäische Lösung und einen sozialverträglichen Transformationsprozess für den Klimaschutz. Dazu gehören ein sanfter Tourismus sowie der schrittweise Ausbau der nötigen Infrastruktur in Straßen und Wege, sagte Baumann. Die Lebensqualität der Bürger müsse stetig verbessert werden. Für die Umrahmung der Jubilarehrung sorgten die Schnarrendorfer Musikanten.

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