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Region Schwandorf
Montag, 25. Juni 2018 20° 3

Freizeit

Im alten Gleisbett dahinradeln

Auf dem Radweg von Bodenwöhr nach Neunburg erlebt der Radler eine sehenswerte Landschaft und viele alte Bauten.

Über und unter fünf steinernen Bahnbrücken führt der Radweg nach Neunburg. Foto: tal
Über und unter fünf steinernen Bahnbrücken führt der Radweg nach Neunburg. Foto: tal

Neunburg.Die Temperaturen sind deutlich angestiegen. Für viele Radler beginnt die Zeit, den Drahtesel aus dem Keller zu holen und in frischer Luft die zahlreichen Radwege zu erkunden. Eine der schönsten Verbindungen im Landkreis ist der zwölf Kilometer lange Radweg von Bodenwöhr nach Neunburg, der durch das Murnthal und am Eixendorfer Stausee vorbei weiter nach Rötz führt.

Angenehme Strecke

Der Abschnitt von Bodenwöhr nach Neunburg ist auch Teil des Regen-Schwarzach-Radwegs, der nach Nittenau führt. An sonnigen Wochenenden sind zeitweise mehrere hundert Radbegeisterte auf dieser Strecke unterwegs. Von Bodenwöhr kommend verläuft der Weg zunächst ohne nennenswerte Steigung flach dahin, ist geteert und führt an der beschaulichen Pechmühle vorbei nach Erzhäuser, wo er die Staatsstraße unterquert. Nun ist er nur noch geschottert und es wird etwas anstrengender, da er die nächsten etwa vier Kilometer bis nach Wutzelskühn, wo sich der höchste Punkt befindet (490 m ü. NN), stetig leicht ansteigt, so dass man an heißen Tagen schon etwas ins Schwitzen kommen kann. Von da an wird es deutlich leichter, denn die nächsten drei Kilometer führen durch einen Schatten spendenden Wald und es geht stetig bergab.

Eisenbahnbuch von Johannes Wiemann

  • Einige Auszüge

    aus diesen Artikeln stammen vom Eisenbahnexperten Johannes Wiemann aus Nürnberg. Er war von 1984 bis 1989 Lehrer an der Realschule in Neunburg.

  • Wiemann

    hat über dieses Thema ein sehr interessantes Buch mit dem Titel „Bodenwöhr-Neunburg vorm Wald-Rötz – Eine Eisenbahnstrecke in der Oberpfalz – Geschichte und Geschichten“ geschrieben.

  • In diesem Buch

    setzte er die Lokalbahnstrecke sehr umfangreich mit zahlreichen Fotos detailliert und anschaulich ins Bild. Wer noch mehr über dieses Thema wissen möchte, sollte in diesem interessanten Buch lesen, er wird seine Freude daran haben.

  • Beziehen

    kann man das Buch über den Johannes Wiemann Verlag (www.wiemannverlag.de).

Kurz vor Neunburg hat man wieder freie Sicht und einen wunderbaren Blick auf die Pfalzgrafenstadt. Entlang der Strecke fallen einem nicht nur die Ruinen und Baureste der ehemaligen Ziegelei Pöll bei Erzhäuser auf oder das idyllische Eichental, wo sich früher eine weitere Ziegelei befand. Vielmehr sticht ins Auge, dass man insgesamt fünf ältere steinerne Bahnbrücken über- oder unterquert, im letzten Stück kurz vor der Neunburger Stadthalle ganz besonders die eindrucksvolle dreibogige Brücke über den Rötzerbach. Kein Wunder, handelt es sich doch bei der beschriebenen Strecke um die ehemalige Trasse der Lokalbahn von Bodenwöhr nach Neunburg, die 1896 in Betrieb ging und knapp 100 Jahre später im Jahr 1994 stillgelegt wurde.

Bahnstrecke wurde Radweg

1998 beschloss der Schwandorfer Kreistag, die stillgelegte Bahnstrecke zu kaufen und sie zu einem Radweg auszubauen. Die Gemeinde Bodenwöhr und die Stadt Neunburg übernahmen die Baulast, ihnen wurde damit die Zuständigkeit für die Pflege und den Erhalt des Radwegs übertragen. Fasst man die zunehmende Zahl der Radfahrer ins Auge und betrachtet die positive Resonanz, die der Radweg zwischenzeitlich gefunden hat, war die damalige Entscheidung sicherlich richtig. (tal)

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