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Region Schwandorf
Freitag, 17. August 2018 28° 2

Erlebnis

Im Löschtrupp mit Finnen und Russen

Die Jugendfeuerwehr aus Winkerling knüpfte beim Rescue Camp Kontakte zu jungen Kameraden aus Finnland und Russland.
Von Liane Rappl

13 Jugendliche der FF Winkerling und vier Betreuer reisten nach Finnland ins Rescue Camp in Lohtaja. Foto: bor
13 Jugendliche der FF Winkerling und vier Betreuer reisten nach Finnland ins Rescue Camp in Lohtaja. Foto: bor

MAXHÜTTE-WINKERLING.Die Jugend der Freiwilligen Feuerwehr besuchte Anfang Juli das International Rescue Camp in Lohtaja in Finnland. Organisiert und geplant wurde diese außergewöhnliche Reise von Tobias Sebast, der auch die Idee dazu hatte. So machten sich 13 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und vier Betreuer auf den langen Weg nach Finnland. Die Jugendgruppe aus Winkerling war eine von zwei Gruppen aus Bayern und hatte die weiteste Anreise.

Das Abenteuer begann mit einer zehnstündigen Autofahrt nach Travemünde. Dort bestieg man die Fähre „Finnmaid“ wo man Vierer-Kabinen bezog. Als das Schiff um 3.30 Uhr ablegte, waren die meisten schon in ihre Kojen gefallen. Aber nach ein paar Stunden Schlaf und einem köstlichen Brunch durfte man das Schiff erkunden und entdeckte Fitnessraum, Sauna, Bar, Life–Musik und Bistros. Um 10 Uhr legte die Fähre in Helsinki an. Anschließend hatte man nochmals 550 Kilometer Autofahrt vor sich, bis man um 20 Uhr im Camp eintraf. Im Camp waren finnische und russische junge Feuerwehrler. Es wurden verschiedenen Gruppe gebildet und die Nationen durcheinander gemischt. Da waren natürlich Englischkenntnisse gefragt, um sich untereinander verständigen zu können.

Rescue Camp

  • Turnus:

    Dieses internationale Camp findet alle vier Jahre statt.

  • Ziele:

    Dieser deutsch-finnische Austausch sollte nicht nur die Englischkenntnisse der Teilnehmer verbessern, sondern es sollten neben den feuerwehrtechnischen Übungen auch Kontakte und Freundschaften geknüpft werden.

Am interessantesten war für den Winkerlinger Feuerwehrnachwuchs das Abseilen und die Hydraulik. Dies konnte man in der Heimat noch nicht ausprobieren. Dazu wurde ausführlich der Gebrauch der Gerätschaften erläutert. Eine weitere Station war die Wasserrettung am nahegelegenen Strand. Eine ertrinkende Person war zu retten. Auch erforderliche Maschinen konnten ausprobiert und genutzt werden. Die geforderten Teamaufgaben waren spielerisch verpackt und sollten den Gruppenzusammenhalt stärken. Eine Schnitzeljagd im Wald und Teamspiele ergänzten die Anforderungen.

Wichtig war nicht nur die Ausbildung, sondern auch die vielen neu geschlossenen Freundschaften. Die Freizeit kam natürlich im Camp nicht zu kurz. Volleyballspielen am Strand, Tanzkurse, Disco und ein gemütlicher Abend am Lagerfeuer ergänzten die Aktivitäten. Die Jugendlichen waren sich alle einig, dass man nicht nur die Englischkenntnisse aufbessern konnte, sondern auch die Teamfähigkeit und das Miteinander gestärkt wurde. Viel zu schnell verging diese ereignisreiche Woche und nach 55 Stunden Heimfahrt kamen alle wieder gesund und mit einer Portion neuen Erfahrungen nach Hause. Bei den Unkosten halfen die Stadt, das BUFWFJ, der Feuerwehrverein Winkerling, Firmen und Privatleute. Die betroffenen Schulen hatten die Teilnehmer vom Unterricht freigestellt. (bor)

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