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Region Schwandorf
Sonntag, 19. August 2018 30° 2

Vereine

„Im Sport gelingt Inklusion am besten“

Die Basketball-Tigers suchen noch Verstärkung für ihr Team. Es ist der Startschuss für den Weg zu den Special Olympics 2021.
Von Ingrid Hirsch

Gisbert Gotz (rechts) hat die Inklusions-Basketballgruppe beim TSV Schwandorf initiiert. Die Vereinsvertreter nahmen die behinderten Jugendlichen mit offenen Armen auf und stellten die Mannschaft zusammen mit Sportfunktionären und Politikern vor.Foto: xih
Gisbert Gotz (rechts) hat die Inklusions-Basketballgruppe beim TSV Schwandorf initiiert. Die Vereinsvertreter nahmen die behinderten Jugendlichen mit offenen Armen auf und stellten die Mannschaft zusammen mit Sportfunktionären und Politikern vor.Foto: xih

Schwandorf. „Im Sport gelingt Inklusion am besten“. Darin waren sich Sportler, Funktionäre und Politiker einig, als sie die Inklusions-Basketballgruppe des TSV Schwandorf vorstellten. Die „Tigers“ sind momentan noch unter sich und freuen sich auf gesunde Jungs und Mädels, die gerne mit ihnen Basketball spielen. Training ist am Donnerstag um 17.30 Uhr in der TSV-Turnhalle.

Nach 15 Jahren, in denen Gisbert Gotz mit seinem behinderten Sohn Michael nach Amberg zum Sport- und Freizeitclub der Lebenshilfe gefahren ist, kommt ihm der Gedanke: „Lasst uns doch was in Schwandorf machen.“ Siegfried Zeh, Leiter der Basketballabteilung des TSV Schwandorf, war begeistert von der Idee. So kam es im November 2017 zur Gründung einer Inklusionsgruppe als Untersparte der Basketballabteilung des TSV Schwandorf. Sie ist die erste und bislang einzige dieser Art im Landkreis.

90 Prozent der Spieler haben ein Handicap. Damit die Inklusionsgruppe ihren Namen auch verdient, ist sie auf der Suche nach Verstärkung mit Jugendlichen ohne Behinderung. Deshalb lädt der Verein zum Basketball-Schnuppertraining ein. Die Mannschaft hat nämlich durchaus ambitionierte Ziele und möchte 2021 an den Special Olympics in Regensburg teilnehmen. Die Stadt Schwandorf fördere die Inklusion im Sport, wie Oberbürgermeister Andreas Feller versicherte. Bei der Sportgala im Januar habe der Stadtverband erstmals auch behinderte Sportler für überregionale Erfolge geehrt. Alexander Harrieder, Michael Gotz, Regina Bink und Sebastian Huber belegten 2017 mit dem Freizeitclub der Lebenshilfe Amberg den dritten Platz bei den Special Olympics in Hof. Solche Erfolge will in Zukunft auch die Inklusionsgruppe des TSV Schwandorf feiern.

TSV-Präsident Dr. Karl-Heinz Saur freut sich nicht nur über den Mitgliederzuwachs, sondern vor allem über das neue Angebot, das den Verein bereichere und aufwerte. BLSV-Bezirksvorsitzender Hermann Müller, der beim TSV Schwandorf bereits eine Rollstuhl-Sportgruppe installierte, wünschte viel Erfolg und stellte der Inklusionsgruppe eine finanzielle Förderung in Aussicht.

Grundgerüst steht

  • Stellvertretender Landrat

    Jakob Scharf ist seit 55 Jahren ehrenamtlich im Sport tätig und gratulierte dem TSV Schwandorf zur Erweiterung des Angebots mit den Worten: „Für die Inklusion gibt es nichts Besseres als den Sport“. Der Vorsitzende des Stadtverbandes für Sport, Thomas Fink, ermunterte die Sportler mit Handicap zur Teilnahme am Charity-Stadtlauf am 30. Juni im Sepp-Simon-Stadion.

  • Basketball-Abteilungsleiter Siegfried Zeh i

    st mit der Entwicklung seit November zufrieden, wünscht sich aber noch mehr Resonanz bei den Nichtbehinderten. Dass sich die Eltern der Jugendlichen einbinden lassen und ihre Fahrdienste anbieten, stimmt den Spartenleiter zuversichtlich. „Auch behinderte Menschen gehören zu unserer Gesellschaft und verdienen Anerkennung“, betont Initiator Gisbert Gotz und hofft auf Verstärkung.

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