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Spektakel

In Fronberg bricht neues Zeitalter an

Der Wahlausgang in Bayern beeinflusst auch die Fronberger Kirwa: Statt eines Bulldogs zogen zwei Pferde den Kirwabaum
Von Rudolf Hirsch

„Hau ruck“ ¨– Mit vereinten Kräften stemmten die Burschen den Fronberger Kirwabaum nach oben. Foto: xih
„Hau ruck“ ¨– Mit vereinten Kräften stemmten die Burschen den Fronberger Kirwabaum nach oben. Foto: xih

Schwandorf.„40 Jahre das „Original“: Fronberg ist und bleibt der Marktführer in der Kirwabranche. „Eventredner“ Hubert Rathey rief am Samstagabend auf der Kirwabaum-Leiter den Beginn eines neuen Zeitalters aus. Der Verein setze neue Maßstäbe in Ökologie und Nachhaltigkeit.

Der „stinkende alte Bulldog vom Fischer Hans“ blieb diesmal in der Garage. Stattdessen wurden Kaltblutpferde aus der Kötztinger Gegend eingespannt. Sie zogen den Baum vom Schwandorfer Marktplatz nach Fronberg. Achim Kröplin wies dem Tross die Richtung, die Feuerwehr regelte den Verkehr.

Das Schauspiel lockte am Samstagmittag zahlreiche Zuschauer in die Innenstadt. Die kräftigen Rösser von Alois Hastreiter aus Ramsried bei Kötzting zogen die Blicke auf sich. Freibier und musikalische Unterhaltung förderten den lockeren Aufgalopp. Punkt zwölf Uhr postierten sich die Kirwamusikanten auf dem Mönchsbrunnen und spielten die Bayernhymne. Dann machte sich der Tross auf den Weg.

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Die Fronberger Kirwa 2018

Am Café Lawendels warteten „Wirtin“ Christine Wild und ihre Tochter auf die Kirwaburschen Nico Zweck und Jakob Jobst und ließen sich zum Tanz bitten. Ein paar Meter weiter „schnappte“ sich Kirwamoidl Kristina Jobst den Wirt der Brauereiwirtschaft, Bernhard Meier, und drehte mit ihm im Freien einige Tanzrunden. Genauso wie Wirtin Cathleen Heine mit dem Kirwaburschen Nico Zweck.

Brauchtum

Die Kirwa bringt Generationen zusammen

In den 1970er Jahren drohte der Fronberger Kirwa das Aus. Ein neuer Verein war die Rettung. Es war die Idee von Hermann Götz.

Unter der Regie von Michael und Alexander Zweck stellten die Helfer den Stamm fachgerecht auf. Rasch war das Podium errichtet für den ersten Auftritt der Tanzpaare. 19 an der Zahl – drei weniger als im Rekordjahr 2017. Sie fanden gar nicht alle Platz auf dem Podium und mussten sich beim Tanzen abwechseln. Bei seiner Auftaktrede verzichtete Hubert Rathey diesmal auf einen Schluck aus der Liesl, sondern nahm mit Mineralwasser vorlieb. Sehr zur Freude seines Adjutanten Achim Kröblin, der sich das Bier mit den Kirwaburschen teilen konnte. Hubert Rathey mahnte die Männer zur Sittlichkeit und warnte sie vor dem Hashtag #me too.

Der Eventredner läutete in Fronberg die Zeitenwende ein, machte die Kirwamusilkanten zu „Global Playern“, die Presseleute zu Fakenews-Berichterstattern und Wirtin Cathleen zur Pipeline-Betreiberin. Im Polka-, Walzer- und Zwiefachenschritt glitten die Jugendlichen dann über das Podium und hielten die Tradition aufrecht. (xih)

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