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Region Schwandorf
Samstag, 23. Juni 2018 16° 3

Baukonjunktur

In Neunburg wird fleißig gebaut

Bürgermeister Martin Birner freut sich, dass die Pfalzgrafenstadt weiter als guter Wohn- und Wirtschaftsstandort gilt.
Von Karl-Heinz Probst

Im Baugebiet an der Kröblitzer Straße errichtet die Firma Ehrenreich derzeit einen Geschossbau mit zwölf Wohnungen. Foto: Gohlke
Im Baugebiet an der Kröblitzer Straße errichtet die Firma Ehrenreich derzeit einen Geschossbau mit zwölf Wohnungen. Foto: Gohlke

Neunburg.Die gute Baukonjunktur in der Pfalzgrafenstadt setzte sich im vergangenen Jahr fort. Bürgermeister Martin Birner und Bauamtsleiter Georg Keil zogen am Freitag im Pressegespräch aufgrund der Zahlen der städtischen Baustatistik für 2017 eine positive Bilanz. Es sei erfreulich, dass die Pfalzgrafenstadt als guter Wohn- und Wirtschaftsstandort gelte. Die Stadt habe aber auch in den vergangenen Jahren erheblich in den privaten und gewerblichen Bausektor investiert, betonte der Bürgermeister.

Erfolgreiche Förderprogramme

Mit unterschiedlichsten Förderprogrammen unterstützt die Kommune die Entwicklung der Stadt und ihrer Ortsteile ebenso wie Familien, die sich in Neunburg ihr „eigenes Nest“ bauen oder kaufen wollen. Im Stadtgebiet gehören die Altstadt sowie direkt angrenzend die Vorstadt zum Gebiet, das vorrangig gefördert wird.

Der Bauausschuss bei einer Besichtigung Foto: MZ-Archiv/Gohlke
Der Bauausschuss bei einer Besichtigung Foto: MZ-Archiv/Gohlke

Darüber hinaus werden im „Programm zur Förderung des Wohnungsbaus für Familien mit Kindern“ auch Grundstücks-, Haus- und Wohnungskäufe im gesamten Gemeindegebiet gefördert. Dieses sogenannte Baukindergeld entpuppte sich inzwischen als Renner. Rund 150 000 Euro macht die Stadt jährlich dafür locker. Das sei nicht absehbar gewesen, als das Förderprogramm aufgelegt worden ist, räumte der Bürgermeister ein. Die Stadt mit ihren Gemeindeteilen will attraktiv für Familien mit Kindern sein – und gerade diese Gruppe brauche besondere Unterstützung.

Mit der Förderung wollen die politisch Verantwortlichen ein Zeichen setzen und den Familien unbürokratisch Hilfe zukommen lassen. Was die Stadt Neunburg seit Jahren ohne Fördermittel schultert, ist jetzt auch ein Thema in der großen Politik. Im Koalitionsvertrag der GroKo wurde jetzt die Einführung eines Baukindergeldes verankert, erinnerte das Neunburger Stadtoberhaupt mit einem Lächeln im Gesicht.

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Besonders freuten sich Bürgermeister Martin Birner und Bauamtsleiter Georg Keil, dass sich die Baukonjunktur nach den Durchhängern 2013 und 2014 und dem Aufwind anno 2015 und 2016 im vergangenen Jahr auf hohem Niveau stabilisiert habe. Der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss hatte deshalb in sieben Sitzungen ein größeres Pensum zu erledigen. Insgesamt hatten die Antragsteller 81 Baugesuche (2016: 76) eingereicht. 37 davon konnte die Verwaltung bearbeiten, weil das Kostenvolumen unter der Mindestgrenze von 50 000 Euro lag. So behandelte der Bauausschuss noch 44 Baugesuche. Die Zahl der echten Neubauvorhaben im Wohnungsbau belief sich auf 20 (2016: 22).

Statistik Bauverwaltung 2017

  • Baugesuche insgesamt:

    81 (2016: 76)

  • Sitzungen Bauausschuss:

    vier (sieben)

  • Beschlüsse:

    50 (57)

  • Behandelte Baugesuche:

    44 (50)

  • Baugesuche, bearbeitet von der Verwaltung:

    37 (26)

  • Freistellungsverfahren:

    zehn (sechs)

  • Bauvorhaben abgewiesen oder zurückgenommen:

    eins (zwei)

  • Neubauvorhaben im Wohnungsbau:

    20 (22)

  • Bauvoranfragen:

    fünf (zehn)

  • Gewerbeobjekte:

    25 (neun)

  • Landwirtschaftliche Bauvorhaben:

    elf (15)

  • Wohnhausan-, -um- und -ausbauten:

    neun (sechs)

Bei der Stadtverwaltung gehen laut Birner permanent Anfragen nach attraktiven Wohnungen ein. Der Bürgermeister ist deshalb zuversichtlich, dass mit den neuen Bauvorhaben eine Entspannung eintreten werde. Er erinnerte an die im Bau befindliche Eigentumsanlage des privaten Neunburger Investors Turgut Abatay an der Neukirchner Straße. Ein weiteres, bereits verwirklichtes privates Bauvorhaben ist der Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses an der Austraße durch die Baufirma Steininger.

Ein Mehrfamilienwohnhaus mit zehn Wohnungen und zwei Penthouse-Wohnungen entsteht darüber hinaus gerade im Baugebiet „Östlich der Kröblitzer Straße“. Bauherr ist hier die Firma Ehrenreich aus Teublitz. Nachdem im Geschossbau jahrelang Flaute geherrscht hatte, würden jetzt drei große Vorhaben innerhalb kurzer Zeit realisiert.

Seniorengerechtes Wohnen

Einen Schwerpunkt setzte die Stadt beim Thema „seniorengerechte Wohnungen“. Der Stadtrat hat mittlerweile grünes Licht gegeben für den Bau einer Senioren-Wohnanlage im Ufertal in unmittelbarer Nähe zum Marienheim.Zudem begrüßte der Bürgermeister, dass sich ein Unternehmer gefunden habe, der ein ähnliches Projekt auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen ehemaligem Bahnhof und Finanzamt verwirklichen möchte. Die Planung gehe in Richtung kleiner, barrierefreier Appartmenthäuser, auf eigenen kleinen Grundstücken, zur Vermietung oder zum Verkauf. „Das werden wir ebenso unterstützen“, sagte Birner.

Die Parzellen in den Baugebieten sind knapp geworden. Die Stadt plant deshalb mittelfristig die Ausweisung von neuen Baugebieten. Sie ist aber weiter bemüht, innerstädtische bestehende Baulücken zu füllen, so Bauamtsleiter Keil.

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