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Breitensport

In zehn Etappen zur Ziellinie

Startschuss in Trausnitz: Beim zwölften Landkreislauf gehen am Samstag rund 1750 Teilnehmer an den Start.
Von Cornelia Lorenz

Die letzte Etappe hat das im Sepp-Simon-Stadion in Schwandorf zum Ziel. Den Start in Trausnitz und das Ziel in Schwandorf trennten 58 Kilometer und 1000 Höhenmeter. Foto: Dietmar Zwick
Die letzte Etappe hat das im Sepp-Simon-Stadion in Schwandorf zum Ziel. Den Start in Trausnitz und das Ziel in Schwandorf trennten 58 Kilometer und 1000 Höhenmeter. Foto: Dietmar Zwick

Schwandorf.1745 Sportler aus der Region fiebern seit Wochen dem 9. Juni entgegen: Dann fällt um 8 Uhr in Trausnitz der Startschuss für den mittlerweile zwölften Landkreislauf. Über 58 Kilometer schlängelt sich die Route heuer bis zum Zielpunkt, dem Sepp-Simon-Stadion in Schwandorf. So haben es die Organisatoren auch diesmal wieder geschafft, ihr vor zwölf Jahren gestecktes Ziel umzusetzen. „Wir wollten ein Sportereignis kreieren, das den Läufern den Landkreis mit seinen schönen Ecken näherbringt“, sagt Christian Meyer, Regionalmanager beim Landratsamt.

880 Läufer bei der Premiere

880 Teilnehmer waren es, die bei der Premiere des Events im Jahr 2006 ihre Sportschuhe schnürten – inzwischen sind es mehr als doppelt so viele, die sich in Läuferteams mit jeweils zehn Mitgliedern auf die Strecke begeben und sich an den Wechselstationen ablösen. Auch an die, die es etwas gemütlicher mögen, haben die Organisatoren gedacht: In Dreierteams gehen die Walker ab Altfalter auf ihre 19 Kilometer lange Route.

Lesen Sie mehr: Der 12. Landkreislauf startet am 9. Juni in Trausnitz und führt über 58 Kilometer und 1000 Höhenmeter nach Schwandorf.

Um die Planung der Strecke hat sich vom ersten Landkreislauf an Walter Kraus, Gründungsmitglied des Lauftreffs Teublitz, gekümmert. Der damalige Landrat Volker Liedtke habe ihn gebeten, sich um die Organisation des neuen Events zu kümmern. Kraus musste damals nicht lang überlegen. „Ich habe gesagt: Das machen wir“, erinnert er sich. An Erfahrung mit Laufveranstaltungen hatte Kraus damals bereits reichlich gesammelt, schließlich hatte er zu dem Zeitpunkt schon viele Male beim Amberger Landkreislauf mitgemacht.

Vereine als Helfer

Um beim Schwandorfer Pendant einen möglichst perfekten Streckenverlauf zu planen, investierte er besonders in den ersten Jahren viel Zeit. „Am Anfang sind wir die Strecken fünf Mal mit dem Rad abgefahren – und mit der Zeit kriegt man dann die nötige Erfahrung“, sagt Kraus. Wichtig ist es, die Strecke so zu planen, dass an den Wechselstationen die nötige Infrastruktur wie Strom und Wasser vorhanden ist – und sich Vereine bereiterklären, als Helfer einzuspringen. Das sei all die Jahre kein Problem gewesen. „Je kleiner die Ortschaft, desto leichter finden wir Helfer“, sagt Kraus.

Impressionen vom Landkreislauf 2017 finden Sie in unserer Galerie:

Schwandorfer Landkreislauf 2017

Für den 13. Landkreislauf im Jahr 2019 wird er nicht mehr als Routenplaner im Einsatz sein. Kraus ist mittlerweile 63 und will das Feld nun einem Nachfolger überlassen. „Es ist eine schöne Aufgabe“, betont Kraus, der bei „seinem“ letzten Landkreislauf um 9 Uhr in Altfalter den Startschuss für die Walker geben wird. Landrat Thomas Ebeling und Meyer werden bereits eine Stunde früher in Trausnitz vom Startpunkt direkt vom Burghof aus die Läufer auf die Strecke schicken. Der kleine Ort mit seinen rund 1000 Einwohnern gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Pfreimd und ist heuer zum ersten Mal Teil der Landkreislauf-Route. Über die schmale Holzbrücke geht es nach dem Startschuss in den Ort hinein und weiter Richtung Gleiritsch. Die erste Etappe ist mit ihren 7,5 Kilometern ist die zweitlängste, aber kräftemäßig die anspruchvollste, schließlich müssen die Läufer hier 234 Höhenmeter überwinden – und damit rund ein Viertel der insgesamt 1000 Höhenmeter, die die komplette Strecke bis Schwandorf bereit hält.

Alle Altersklassen vertreten

Natürlich gibt es für die schnellsten Teams bei den Läufern und Walkern nach dem Zieleinlauf im Sepp-Simon-Stadion Preise. Doch es ist nicht der Wettkampfgedanke, der an diesem Tag im Vordergrund steht. Vielmehr geht es darum, aktiv zu sein. „Das Wichtigste beim Landkreislauf ist die Freude an der Bewegung“, sagt Meyer. Kein Wunder also, dass bei der Großveranstaltung alle Altersklassen vertreten sind – von der Schülergruppe bis zum Seniorenteam ist alles dabei.

Auf Mittelbayerische Maps können Sie den Streckenverlauf nachvollziehen. Zoomen Sie dazu in die Karte und klicken Sie auf die Punkte:

Wie immer bekommt jeder Teilnehmer ein hochwertiges Funktionsshirt geschenkt, das heuer das neue Landkreislogo zeigt. „Gerade der Landkreislauf bietet wieder eine gute Gelegenheit, die Attraktivität und Schönheit unserer Heimat neu zu entdecken“, betont Landrat Thomas Ebeling.

Das Wichtigste beim Landkreislauf ist die Freude an der Bewegung.“

Christian Meyer, Organisator

Damit die Großveranstaltung reibungslos über die Bühne gehen kann, sind an der Strecke wieder zahlreiche Vereine und Helfer im Einsatz, die für die Verpflegung der Läufer und für ihre Sicherheit sorgen. Neben den Freiwilligen Feuerwehren, dem BRK und den Johannitern ist an besonders neuralgischen Punkten die Polizei vor Ort. „Ohne die vielen Helfer wäre der Landkreislauf gar nicht möglich“, sagt Meyer.

Behinderungen für Autofahrer

Das Landratsamt weist darauf hin, dass es am 9. Juni in den Ortschaften mit den Wechselstationen zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen kommen kann, und zwar in Trausnitz (7 bis 08.15 Uhr), Gleiritsch (7.45 bis 9 Uhr), Teunz (8 bis 9.30 Uhr), Rottendorf (8.15 bis 10 Uhr), Guteneck (8.30 bis 10.30 Uhr), Altendorf (8.45 bis 11.30 Uhr), Unterauerbach (9 bis 12.30 Uhr), Altfalter (7.30 bis 13.30 Uhr), Traunricht (8.30 bis 14 Uhr), Fronberg (9.30 bis 15 Uhr) und in Schwandorf (11 bis 15 Uhr). Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, auf die Sportler Rücksicht zu nehmen.

Viele kurze Etappen

Aktuell sind keine Anmeldungen zum Landkreislauf mehr möglich, da die Frist Ende Mai abgelaufen ist. Ein paar Tage bleiben den gemeldeten Sportlern aber noch, um zu trainieren. Die Veranstalter hoffen auf angenehmes Laufwetter, weisen aber darauf hin, dass das Event bei jedem Wetter stattfindet. Bei der Streckenplanung haben sie speziell darauf geachtet, viele kurze Steckenabschnitte einzubauen, damit wirklich jeder mitlaufen kann, ohne sich körperlich zu überfordern. Es gibt nur zwei Abschnitte, die länger als sieben Kilometer sind. Die gesamte Strecke ist diesmal sogar um acht Kilometer kürzer als im Vorjahr. Weitere Informationen zum Landkreislauf und zur diesjährigen Strecke gibt es auf der Internetseite www.partner-sad.de.

Weitere Infos zur letzten Etappe im MZ-Trainingsplan finden Sie hier:

Die letzte Vorbereitungswoche

  • Das Training:

    Heute zwei Kilometer einlaufen, zwei Kilometern schnell und zwei Kilometer auslaufen und drei Steigerungsläufe über 100 Meter. Am Donnerstag vier Kilometer mit drei Steigerungen über 100 Meter.

  • Die letzte Etappe:

    Fronberg – Schwandorf, 5,5 Kilometer, 42 Höhenmeter; Links in die Olympiastraße und nach 50 m rechts in die Hannathstraße, bei km 1,1 rechts nach Prissath zum Pfaffensteig, bei km 1,5 in den Wald und bei km 1,8 an der Waldwegkreuzung links, bei km 2,6 rechts ab, bei km 3,6 in die Tannenstraße, bei km 4,6 am Möbelhaus Kellermann über die Wackersdorfer Straße und auf dem Feldweg in Richtung Sepp Simon Stadion.

Lesen Sie hier die Beschreibung der ersten Etappe und zur ersten Trainingswoche!

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