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Umgehung

Ist die „Preihsl-Trasse“ gestorben?

Stadträte aus Maxhütte-Haidhof berichten bei einem BI-Treffen von neuen Entwicklungen. Städtischer Pressesprecher will Nachricht nicht bestätigen.

BI-Mitglieder Dr. Schmidkunz und Feicht bei Planungserläuterungen Foto: bcb

STÄDTEDREIECK. Stimmt die Nachricht, dürften die Anwohner von Ziegelholz ebenso wie die Verteidiger der Eselweiher aufatmen: die geplante Umgehungsstraße in Form der sogenannten „Preihsl- Trasse“ soll „gestorben“ sein.

Am Samstag trafen sich die Mitglieder der BI „Alex sagt Nein“ zu einer Inforunde zum Thema: Verzögerung der Bekanntgabe der Ergebnisse aus Verkehrszählung und Befragung in Teublitz. Der Einladung gefolgt waren neben Interessierten aus dem gesamten Städtedreieck, Mitgliedern der Piratenpartei und der Grünen auch Maxhütter Stadträte von UMW/ FW, SPD sowie der stellvertretende Bürgermeister und SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Brunner.

Wie Franz Schmidkunz von der BI berichtete, hatte man vergeblich auf eine Veröffentlichung des Ergebnisses gewartet, obwohl bereits im vergangenen September vom Planungsbüro GEO. VER.S.UM Verkehrszählung und Befragung durchgeführt worden waren. Auf Nachfrage sei von der Geschäftsstelle des Städtedreiecks darauf verwiesen worden, dass es Verzögerungen gäbe durch die enorme Vielzahl an Daten. Allerdings waren schon im April die von GEO.VER.S.UM erhobenen Daten dem Arbeitskreis Städtedreieck vorgestellt worden: Stadtrat Hans Jäckl, der diesem Arbeitskreis als Vertreter von Rudi Seidl angehörte gab auf dem Treffen der BI bekannt, dass die Preihsl-Trasse, die ursprünglich als einzig mögliche genannte Alternative einer Umgehung, aufgrund völlig anderer Verkehrsströme als erwartet keine Rolle in der Planung einer Umgehung mehr gespielt habe. Jedoch wies das Planungsbüro darauf hin, dass für eine weitere Bearbeitung auch zukünftige Planungsabsichten der Städte nötig seien, etwa Ausweisung neuer Gewerbegebiete oder Entwicklungen bezüglich Wohnen, Arbeiten, Versorgung.

Nach Meinung der BI sind die Ergebnisse des Verkehrsgutachtens aber „harte Faktoren“ auf deren Mitteilung die Bürger einen Anspruch hätten. Die Vielzahl der anderen Daten, die die BI „weiche Faktoren“ nennt, seien ziemlich spekulativ, entsprängen teilweise wohl eher einem Wunschdenken angesichts leerer Gemeindekassen. Die Preihsl-Trasse ist ad acta gelegt, das bestätigten die Stadträte Rudi Seidl, Jäckl und auch Brunner kann sich eine Realisierung in der ursprünglich geplanten Form nicht mehr vorstellen. Stadtrat Jäckl schlug Brunner vor, nach Rücksprache mit der SPD-Fraktion in der Stadtratssitzung am Donnerstag einen Antrag auf Veröffentlichung der Ergebnisse des Verkehrsgutachtens, bezüglich Zählung und Befragung zu stellen.

Die Unzufriedenheit von Bürgern mit Verantwortlichen bezüglich Transparenz und Bürgerbeteiligung ist groß, wie sich in der Diskussion herausstellte. Man wirft den Städten vor, bei Planungen zu kurzfristig zu denken, auch zu wenig bereits bestehende Infrastruktur zu berücksichtigen

Die Aussage, die sogenannte „Preihsl-Trasse“ sei gestorben, konnte Michael Hitzek, Pressesprecher der Stadt Burglengenfeld, auf Nachfrage der MZ nicht bestätigen. „Die Ergebnisse des Verkehrsgutachtens liegen in den Rathäusern nach wie vor nicht vor. Daher können wir sie auch nicht kommentieren und diskutieren“, so Hitzek. Vorliegen sollen die Ergebnisse im Herbst. Für den 10. Oktober 2013 ist daher bereits eine gemeinsame, öffentliche Sitzung der Stadtratsgremien von Maxhütte-Haidhof, Teublitz und Burglengenfeld in der Stadthalle Maxhütte-Haidhof angesetzt worden.

Im Arbeitskreis Städtedreieck waren laut Hitzek zuletzt „vorläufige Zahlen“ diskutiert worden. Dabei habe Diplom-Geograf Horst Pressler vom Planungsbüro GEO.VER.S.UM deutlich gemacht, dass es sich lediglich um einen Zwischenstand handle. Um wirklich aussagekräftige Prognosen abgeben zu können, benötigt GEO.VER.S.UM weitere Daten von den Stadtverwaltungen, die diese derzeit erheben und an das Planungsbüro weiterleiten werden. Daher hatte Pressler nur „unter Vorbehalt“ im Arbeitskreis Städtedreieck gesprochen.

. (bcb)

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