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Gemeinderat

„Ja“ zu Minigolf und Wohnmobilstellplätzen

Den Investitionsvorhaben von Steffen Wild und Dieter Schmidt am Steinberger See stimmte der Gemeinderat einhellig zu.
Von Johann Ippisch

Auf dem bisherigen Wohnmobilplatz entsteht das „Stonehill-Adventure-Minigolf“. Fotos: sjj
Auf dem bisherigen Wohnmobilplatz entsteht das „Stonehill-Adventure-Minigolf“. Fotos: sjj

Steinberg am See.Bei der Sitzung des Gemeinderates wurde mit der einstimmigen Genehmigung des Bauantrages von Steffen Wild ein weiteres Projekt im Bereich des Tourismus am Steinberger See auf den Weg gebracht. „Stonehill Adventure Minigolf“, so das neue Projekt von Steffen Wild, der auch die Wakeboard-Anlage am westlichen Ufer des Steinberger Sees betreibt. Der Bauantrag sieht die Errichtung einer Minigolf-Anlage mit Imbiss, Kassenhäuschen und drei überdachten Freisitzen vor.

Keine Konkurrenz für Camping

Steffen Wild erläuterte Bürgermeister Harald Bemmerl sowie den Mitgliedern des Gemeinderates den Bauantrag. Er betonte hierbei, dass der Adventure-Minigolfplatz nicht an dem ursprünglich geplanten Hang in der Nähe der Industriestraße gebaut werden soll, sondern dorthin, wo sich derzeit der Wohnmobilplatz befindet. Der Wohnmobilstellplatz mit 24 Stellplätzen soll auf den Grundstücksabschnitt verlagert werden, wo derzeit das Beachvolleyballfeld ist. Dieser Bereich ist im rechtswirksam gültigen Bebauungsplan auch für Camping und Freizeit ausgewiesen. 115 Stellplätze wären ausreichend für Wakeboard-Anlage und neue Minigolf-Anlage; notwendig wären nach Steffen Wild nur 85.

Der Unternehmer machte auch deutlich, dass er mit den Stellplätzen für Wohnmobile keine Konkurrenz zu einem Campingplatzbetreiber sein möchte. „Wir wollen keinen Campingplatz machen!“, so Wild deutlich. Die Eröffnung des Adventure-Minigolfplatzes soll zeitgleich mit der Eröffnung der Holzkugel einhergehen, so Wild, also Juni/Juli 2018. Die einzelnen Minigolf-Bahnen werden mit Themen aus der Zeit des Braunkohlenabbaus bis zur heutigen Neuzeit dekoriert.

Das Gelände für den neuen Wohnmobil-Stellplatz vor dem Movin`Ground.
Das Gelände für den neuen Wohnmobil-Stellplatz vor dem Movin`Ground.

Nachdem der größere Campingplatz noch auf sich warten lässt und Bürgermeister Harald Bemmerl mit einer Realisierung erst in vier bis fünf Jahren (Bauleitplanung/Genehmigung usw.) rechnet, wurde das Vorhaben von Dietrich Schmidt, der auch Geschäftsleiter des Movin`Ground ist, begrüßt. Der Gemeinderat brachte einstimmig die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes auf den Weg. Dietrich Schmidt stellte dem Rat seine Planungen vor. So soll der ehemalige Festplatz am östlichen Ufer des Steinberger Sees, gleich neben dem Movin`Ground, künftig als offizieller Wohnmobilstellplatz genutzt werden. Rund 40 Stellplätze sollen es vorerst werden. Ein Stellplatz hat die Ausmaße von fünf mal zehn Metern. Schmidt hat sich bereits intensiv mit den Planungen beschäftigt, rechnet mit einer Realisierung des Vorhabens bis Frühjahr 2019 und wird das Projekt komplett auf einmal „durchziehen“.

Hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit wurde von diverseren Behörden (Landratsamt, Firma Uniper, Base Technologie) grünes Licht gegeben. Das Grundstück wird auf Basis Erbbaurecht verpachtet. Nachdem der derzeit gültige Bebauungsplan hier keine Wohnmobilstellplätzen vorsieht, ist eine Änderung notwendig. Damit das Bauleitplanverfahren in Gang gesetzt werden kann, ist auch ein Städtebaulicher Vertrag zu schließen. Hier ist u. a. vereinbart, dass die Kosten der Bauleitplanung vom Antragsteller Dietrich Schmidt zu tragen sind. Für Bürgermeister Harald Bemmerl war wichtig, dass der Wohnmobilstellplatz professionell betrieben wird. Daniel Frank (FW) bezeichnete das Vorhaben als „komfortabel“ für die Gemeinde.

Die Betreiber der Holzkugel, die InMotion Park GmbH, möchte den Standort der Tourist-Info, in der später auch das Büro des Zweckverbandes Oberpfälzer Seenlandes untergebracht wird, in der Platzierung ändern; die neue Platzierung wäre zwischen den Parkplätzen und dem neuen Holzkugelgastronomiegebäude. Als Gebäude dienen nun zwei Mobilhomes. Das Gremium stimmte der isolierten Befreiung von den Festsetzungen des vorhabenbezogenen B-Plans zu.

Das Wasserwirtschaftsamt Weiden fordert beim Parkplatz an der Holzkugel den Einbau eines Sandfanges/-filter. Von der bauausführenden Firma wurde ein Nachtragangebot von rund 10000 Euro eingeholt. Dies wurde nun aber vom Gemeinderat einstimmig abgelehnt. Bernd Hasselfeldt (CSU) hatte zuvor moniert, wo diese Forderung nun trotz der Fachleute Ingenieurbüros, Bauamt der Gemeinde usw. herkommt.

Nachdem die Gemeinde auf einen Teil der Kosten sitzen bleibt, war der Gemeinderat gegenüber der Installierung einer Elektroladestation am gemeindlichen Parkplatz bei der Holzkugel skeptisch. „Wir werden dieses Thema im Auge behalten und bei Gelegenheit neu behandeln.“, so Bürgermeister Bemmerl.

Mit Weißdornstraße, Akazienweg und Kastanienweg wurden im Baugebiet Hirmerleiten III neue Straßennamen vergeben.

Mittagessen für Grundschüler

Der Gemeinderat stimmte im Weiteren der Nutzungsänderung der bestehenden Wohnung in der Sportplatzstraße mit der Größe von 19,36 Quadratmeter zu einem Intensivraum Kindergarten zu. Haushaltsmittel in Höhe von rund 10 000 Euro wurden auch zur Unterstützung des Elternbeirats der Grundschule in den Haushalt 2018 eingestellt. Dieser möchte auch in der Grundschule ein Mittagessen anbieten. Das Mittagessen soll in die Mittagsbetreuung integriert werden. Eine Umfrage bei den neu einzuschulenden künftigen Erstklässlern ergab, dass täglich für fünf bis neun Kinder ein Mittagessen gewünscht wird. Das Gremium unterstützt mit den genehmigten Haushaltsmitteln die Initiative des Elternbeirates.

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Adventure -Minigolf

  • Das Spiel:

    Adventure Golf ist eine neue, abenteuerreiche Art Minigolf zu spielen. Vorbei sind die Zeiten, in denen Minigolfanlagen aus grauem Beton ohne Dekoration bestanden. Gespielt wird auf naturidentischen Kunstrasenbahnen. Diese werden entsprechend in die Umgebung angelegt und modelliert sowie mit kreativen Hindernissen erschwert.

  • Themen vor Ort:

    Am Steinberger See sollen Themen aus der Braunkohlenzeit der Gegend in die Gestaltung der Abenteuergolfanlage mit aufgenommen werden.

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