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Bauausschuss

„Ja“ zu Plänen der Naabtaler Milchwerke

Marktrat Schwarzenfeld befürwortet Wertstoffzentrum und zusätzlichen Tank. Fischerhüttenwirt wurde ans Landratsamt verwiesen.
Von Johann Ippisch

Die Naabtaler Milchwerke beabsichtigen, im Gewerbegebiet „Ruitäcker-Streitfeld“ ein älteres Lagergebäude abzureißen und die Fläche als Werkstoffzentrum zu nutzen. Archivfoto: smx
Die Naabtaler Milchwerke beabsichtigen, im Gewerbegebiet „Ruitäcker-Streitfeld“ ein älteres Lagergebäude abzureißen und die Fläche als Werkstoffzentrum zu nutzen. Archivfoto: smx

Schwarzenfeld.Die Naabtaler Milchwerke GmbH & Co. KG investieren weiter kräftig in ihr Unternehmen. Der Bauausschuss hatte sich in seiner Sitzung mit zwei Baugenehmigungen auseinanderzusetzen. Zum einen beabsichtigt die Firma, im Gewerbegebiet „Ruitäcker-Streitfeld“ ein älteres Lagergebäude abzureißen und die Fläche als Werkstoffzentrum zu nutzen. Die Aufstellfläche für Container wird dabei versiegelt, wobei die Entwässerung des neuen Werkstoffzentrums über die betriebseigene Kläranlage erfolgt.

Spezielle Reinigungstechnik

Durch die Errichtung des Werkstoffzentrums wird die maximal festgesetzte Grundflächenzahl (GRZ) von 0,8 auf 0,918 überschritten. Die Markträte genehmigten die Befreiung von der Festsetzung des Bebauungsplanes. Zudem beabsichtigt das Unternehmen, einen neuen CIP-Tank mit Fundament an der Westseite des Molkereigebäudes zu errichten. Der neue Tank wird mit 22,75 Meter die gleiche Höhe wie die bestehenden Tanks besitzen. Der Begriff Cleaning in Place (CIP) bzw. ortsgebundene Reinigung bezeichnet ein Verfahren zur Reinigung verfahrenstechnischer Anlagen, erläuterte Gerhard Brunner von der Bauverwaltung.

Der Tank wird Natronlauge und Salpetersäure sowie Frischwasser und Vorspülwasser enthalten. Letztendlich ist die sog. CIP-Technik eine Reinigungstechnologie der lebensmittelverarbeitenden Industrie. Eine Anbindung an die örtliche Kanalisation ist nicht vorgesehen; die Abwässer werden in die betriebseigene Kläranlage eingeleitet. Auch diesem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

Bauanträge und Bauvoranfragen

  • Vertagt:

    Konträr wurde die Bauvoranfrage einer jungen Familie aus Asbach diskutiert, deren geplantes Einfamilienwohnhaus im Außenbereich liegt. Auch wenn es sich der örtlichen Bebauung anschließt und sich gegenüber bereits ein Wohnhaus bzw. die Wasseraufbereitungsanlage der Pretzabrucker Gruppe befindet, kann dies nicht als Maßstab der Beurteilung herangezogen werden, so die Argumentation der Verwaltung, die das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilen wollte. Gegen eine Stimme entschied das Gremium, Rücksprache mit dem Landratsamt als Genehmigungsbehörde zu halten und dann zu entscheiden.

  • Genehmigung:

    Weitere private Bauanträge genehmigte das Gremium im Anschluss.

Werner Schober, Alfons und Monika Forster und Wolfgang Straßburger als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Eigentümer vom Seniorenhaus SeniVita am Miesberg, beantragten eine Verbreiterung der Dachgauben an einzelnen Gebäudeteilen des Seniorenheims „Am Miesberg“. Grund: Durch diese Umbaumaßnahme wird die Wohnfläche in den Dachgeschoss-Wohnräumen um jeweils 1,04 Quadratmeter vergrößert. Somit erhöht sich die Wohnfläche im Dachgeschoss dieses Traktes um insgesamt 9,36 Quadratmeter, erläuterte 1. Bürgermeister Manfred Rodde bei der öffentlichen Bauausschusssitzung im Feuerwehrgerätehaus. Das Gremium erteilte dem Vorhaben grünes Licht.

Mitte Dezember erteilte der Bauausschuss einem Asbacher Landwirt das Einvernehmen zum Neubau von einem Milchviehlaufstall mit Nebenräumen sowie einen Güllebehälter. Das dafür benötigte Grundstück liegt im Norden des Ortsteiles. Obwohl für das Vorhaben die Unterschriften der Nachbarn anscheinend gegeben waren, so Gerhard Brunner, rief dies den unmittelbaren Nachbarn Johannes Schießl, dem Betreiber der sog. „Fischerhütte“, auf den Plan.

Einbußen werden befürchtet

Leidet die Frequentierung der „Fischerhütte“ in Asbach unter dem Neubau eines Milchviehlaufstalles mit Güllegruben? Foto: sjj
Leidet die Frequentierung der „Fischerhütte“ in Asbach unter dem Neubau eines Milchviehlaufstalles mit Güllegruben? Foto: sjj

Bürgermeister Manfred Rodde verlas hierzu ein bei der Verwaltung am 13. März eingegangenes Schreiben, in dem Johannes Schießl auf die Problematik seiner als Gastronomiebetrieb geführten „Fischerhütte“ einging und um ein gemeinsames Gespräch mit den Verantwortlichen einschließlich der Behördenvertreter bat. Schießl befürchtet, insbesondere durch vorbeiführenden Landwirtschaftsverkehr, Geruchsbelästigungen und in der Folge Einbußen bei seinem mühsam aufgebauten Gastronomiebetrieb. Die Fischerhütte ist im Blockhausstil errichtet und hatte auch schon ihren Auftritt im Fernsehprogramm. Rodde betonte: „Das ist nicht unsere Baustelle!“ und verwies auf das zuständige Landratsamt.

1. Bürgermeister Manfred Rodde informierte noch darüber, dass der Markt für den örtlichen Bauhof bzw. für das Wasserwerk einen VW-Transporter Pritsche sowie einen VW-Transporter Kasten-Hochdach angeschafft hat.

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