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Hegeschau

Jäger erfüllten die Abschussplanung

Otto Storbeck ging der Frage nach „Warum jagen wir heute noch?“. Kreisjagdberater Hoffmann legte die Abschusszahlen vor.
Von Agnes Feuerer

Der Vorsitzende der Nittenauer Jägervereinigung, Otto Storbeck, zusammen mit den Ehrengästen  Foto: Agnes Feuerer
Der Vorsitzende der Nittenauer Jägervereinigung, Otto Storbeck, zusammen mit den Ehrengästen Foto: Agnes Feuerer

Bruck.Mit dem Signal Begrüßung eröffneten die Jagdhornbläser die Hegeschau der Jägervereinigung Nittenau/Bruck. Anschließend begrüßte der Vorsitzende Otto Storbeck die Gäste, ehe er auf das Thema: „Warum jagen wir heute noch“? einging. Sicher, so Storbeck, nicht mehr zum lebensnotwendigen Nahrungserwerb, wie das über viele Jahrtausende der Grund war. Doch es müssten schon gute Gründe sein, warum ein Jäger sein gemütliches Heim verlässt, um bei Wind und Wetter viele Stunden auf einen Hochsitz zu verbringen. Einer der Gründe sei sicherlich, dass der Jäger, aus Mangel an Großwild, regulierend in den Wildbestand eingreifen müsse. Schalenwild verursache mancherorts hohe Wildschäden, so dass Landwirte und Förster hier eine Verringerung der Wilddichte forderten. Auch könnten Wildtiere für Menschen und Haustiere gefährlich Krankheiten übertragen. Hier sprach Storbeck vor allem die Maul- und Klauenseuche, Tollwut sowie die Schweinepest an. Jäger seien zahlende Landschaftswächter, die durch das Jagdgesetz zur Sicherung und Pflege der Lebensgrundlage des Wildes verpflichtet seien. Eine moderne Jagd müsse den Bedürfnissen des Wildes und der Menschen gerecht werden.

Zweiter Bürgermeister Robert Feuerer sprach den Jägern im Namen des Marktes Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus und betonte, Jagd sei die wichtige Regulierung des Wildbestandes. Ein harmonisches Miteinander zwischen Grundbesitzer und Jäger sei gut für beide Seiten. Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch sagte, er sei sehr froh, dass er an dieser Hegeschau teilnehmen könne, da er dann gut argumentieren könne, warum er gegen die Abschaffung von Hegeschauen sei.

Der Leiter der Unteren Jagdbehörde Christoph Mühlbauer legte den Jägern vor allem ans Herz, wenn sie sich Nachtzielgeräte oder Wärmebildkameras zulegten, dass sie darauf achten, dass diese vom BKA genehmigt sind. Zum Thema Wolf sagte er nur: „Es gibt klare Regeln und Bestimmungen, bitte halten sie diese ein.“ Alwin Kleber vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ging etwas näher auf das Vegetationsgutachten ein und stellte fest, dass der Verbiss von tragbar bis günstig eingestuft wurde. Er bedankte sich bei den Jägern für die gute Mitarbeit, da der Wald durch den heißen Sommer 2018, den Schnee- und Sturmbruch eh schon sehr leidet.

Der Kreisjagdberater Günter Hofmann wartete mit folgenden Abschusszahlen auf: Hegegemeinschaft Nittenau Nord: Rehwild 509 darunter 45 Stück Fallwild. Schwarzwild 132, Fallwild 3 Stück, Haarwild gesamt 113, Federwild, darunter auch Graureiher, Kormorane und Rabenkrähen 135. Nittenau Süd: Rehwild 498 darunter 55 Stück Fallwild, Schwarzwild 177, darunter 5 Stück Fallwild. Haarwild: 160 Stück und Federwild 116 Stück. Somit wurden die vorgegebenen Abschusszahlen leicht übertroffen.

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