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Handwerk

Jugend für die Technik begeistern

24 Kinder kamen zum Projekttag für Technik-Kids in die BBZ-Werkstätten.
von Ingrid Hirsch

Mentor Max Birkeneder (r.) zeigt den Kindern den Umgang mit der Bohr- maschine. Foto: Ingrid Hirsch
Mentor Max Birkeneder (r.) zeigt den Kindern den Umgang mit der Bohr- maschine. Foto: Ingrid Hirsch

Schwandorf.Die Kinder löten und schrauben, bohren und feilen, sägen und kleben – und bauen ein Propeller-Fahrzeug mit Elektroantrieb zusammen. Hilfestellung leisten Mentoren des Vereins „Technik für Kinder“ (TfK) aus Deggendorf und Mitarbeiter des Berufsbildungszentrums. Am Projekttag für Technik-Kids nahmen in den BBZ-Werkstätten 24 Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren teil, darunter drei Mädchen.

„Wir wollen die Kinder ganz früh an technische und handwerkliche Themen heranführen und sie dafür begeistern“, erklären die Mentoren Max Birkeneder und Reinhard Kopp. Beide „Technik-Allrounder“ sind bereits in Rente und wollen mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit „der Gesellschaft etwas zurückgeben“. Die Bausätze für das Propeller-Fahrzeug haben sie mitgebracht, die Werkzeuge stellte das Berufsbildungszentrum in Stadtteil Dachelhofen zur Verfügung. „Eine ideale Ergänzung“, sagt Maschinenbau-Techniker William Raab, der für das BBZ die Organisation des Projekttages übernommen und seine Mitarbeiter für die Betreuung der Kinder bereitgestellt hat.

Für den Elektromotor, die Batterie, die Kunststoffräder und das Holzgestell zahlten die Teilnehmer pauschal einen Unkostenbeitrag von zehn Euro. Dafür durften sie das gebastelte Modell am Ende auch mit nach Hause nehmen.

Die achtjährige Melissa schaut gespannt zu, wie ihr Max Birkeneder den Umgang mit der Säge erklärt. Auch der zwölfjährige Lukas ist dankbar für die Möglichkeit, sich unter Anleitung technische Grundfertigkeiten anzueignen. Vorsitzender des Vereins „Technik für Kinder e.V.“ ist Dipl.-Ing. (FH) Hienz Iglhaut. Er beruft sich auf Untersuchungen, wonach die Entscheidung für einen technischen Beruf in den meisten Fällen bereits in der Kindheit falle.

Es werde seiner Meinung nach zu wenig getan, um den technischen Nachwuchs zu fördern und für Technik zu begeistern. Hier setze die im August 2010 gegründete TfK-Initiative an. Der Verein realisiert Projekte, bei denen Kinder sich mit technischen Themen auseinandersetzen und vor allem zur Eigentätigkeit angehalten werden. Der Verein unterhält Werkstätten am Stammsitz in Deggendorf, geht aber auch hinaus in die Schulen und sucht sich – wie in Schwandorf – Partner in der Wirtschaft. (xih)

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