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Wirtschaft

Jugendliche bastelten Solar-Katamaran

Ziel von Hightech live! ist es, Berufsperspektiven in der Region Schwandorf zu eröffnen und Firmennetzwerke zu stärken.

Teilnehmer des Camps waren sehr zufrieden. Foto: Daniela Popp
Teilnehmer des Camps waren sehr zufrieden. Foto: Daniela Popp

Nabburg.Sie haben geplant, gelötet und gefräst – und sie waren ganz nah dran an der modernen Technik in ihrer Region: Nun geht für zwölf Jugendliche das Hightech live!-Camp des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) zu Ende. An fünf Tagen haben die Acht- und Neuntklässler im Team einen eigenen Katamaran mit Solarantrieb gebaut. Bei der Abschlussveranstaltung haben die Mittel- und Realschüler ihr Werkstück Unternehmensvertretern, Eltern und Gästen vorgestellt und haben von ihren Erfahrungen berichtet.

Die Tage im Camp wurden von den Kooperationspartnern emz-Hanauer (Nabburg), Horsch Maschinen (Schwandorf) und Quadrus Metalltechnik (Schmidgaden) ermöglicht: In den oberpfälzischen Unternehmen konnten die Teilnehmer hautnah erleben, wie spannend technische Ausbildungsberufe sind. Beim Werkeln und Tüfteln wurden sie von Ausbildern und Azubis der Unternehmen unterstützt.

Wirtschaftscamp

  • Kosten:

    Camp ist kostenlos. Lediglich An- und Abreise müssen Eltern und Jugendliche selbst organisieren. Die Hightech live!-Angebote gehören zu 16 Projekten der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0, die Kinder und Jugendliche für Technik begeistern will.

  • Info:

    Auch das bayerische Wirtschaftsministerium fördert die Initiative. Weitere Informationen gibt es unter www.tezba.de.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm, die das Camp unterstützen, sagte anlässlich der Abschlussveranstaltung: „Im Camp erfahren die Jugendlichen aus erster Hand, was in verschiedenen Unternehmensbereichen abläuft, wie der Arbeitsalltag eines Azubis aussieht und was hinter den vielfältigen Ausbildungsberufen im Technik-Bereich steckt.“

Beruf

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Das Camp fand in diesem Jahr zum siebten Mal bei den drei Unternehmen statt. Das langjährige Engagement lohnt sich: Inzwischen arbeiten bei den Firmen auch frühere Camp-Teilnehmer. „Für kleine und mittelständische Unternehmen wird es immer schwieriger, Nachwuchs zu finden – gerade in den ländlichen Regionen. Mit dem Hightech live!-Camp holen wir die Jugendlichen in die Unternehmen, die direkt vor ihrer Haustür ansässig sind“, so Brossardt.

Camp-Teilnehmer Bastian, 14 Jahre, zeigte sich jedenfalls positiv beeindruckt: „Wir haben gesehen, welche Vorteile der Beruf des Konstruktionsmechanikers hat“, sagte er. Die Führungen und die Gespräche mit Ausbildern und Azubis seien interessant und informativ gewesen, fügte der 13-jährige Lorenz hinzu. „Und die Projekte, die wir umsetzen durften, waren sehr spannend. Ich habe viel über Winkelmessung, Biegung, Kantenschleifung gelernt.“ Lorenz’ Fazit: „Ich könnte mir jetzt durchaus vorstellen bei diesen Firmen zu arbeiten." Während des Camps sind die Jugendlichen in der Nähe der Gastgeber-Unternehmen untergebracht. Nach Feierabend gibt es ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm.

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