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Kommune

Kanalgebühren bleiben niedrig

Zwei Themen erforderten trotz Corona eine Sitzung des Gemeinderates Dieterskirchen. Es ging auch um das Kindergartenumfeld.
Von Ralf Gohlke

Im Rathaussaal herrschte wegen Corona eine völlig neue „Sitzverteilung“.  Foto: Ralf Gohlke
Im Rathaussaal herrschte wegen Corona eine völlig neue „Sitzverteilung“. Foto: Ralf Gohlke

Dieterskirchen.Bürgermeister Hans Graßl hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, ob in der derzeitigen Situation der Gemeinderat tagen sollte oder nicht. Eine entsprechende Nachfrage beim Landratsamt ergab, dass es dafür grundsätzlich keine Einschränkungen gäbe, die Entscheidung gegebenenfalls vor Ort getroffen werden müsse. Er begründete den Schritt mit Beschlüssen, die gerade jetzt, kurz vor dem Amtswechsel, noch von Bedeutung wären.

„Alles weitere ist derzeit in der Schwebe, auch was die Amtseinführung im Mai betrifft“, sagte er zu Beginn des öffentlichen Teils. Vorsichtshalber platzierten sich die Gemeinderäte und die künftige Bürgermeisterin Anita Forster mit entsprechenden Zwischenräumen. Das Bild dürfte historischen Charakter bekommen. Inhaltlich ging es zunächst um die Außengestaltung des erweiterten Kindergartens. Das Architekturbüro Steidl hatte einen entsprechenden Entwurf auf der Basis eines vorausgegangenen Ortstermins skizziert. Ein besonderer Hinweis erging auf die Gestaltung der Haustür in der Form, dass kein Kind das Gebäude unbemerkt verlassen könne.

Rücklagen wichtig

Bürgermeister Graßl erläuterte den Vorschlag der Kindergartenleiterin. den überdachten Außenbereich vor dem Mehrzweckraum einzuzäunen. Die Befestigung sollte mit einem „Allwettersportbodenbelag“ ausgeführt werden. Unabhängig davon, dass er Stürze abmildere, sei er auch als Isolationsschicht für die darunter liegende Blitzschutzableitung zugelassen.

Folgen von Corona

  • Bürgerbus:

    Ab sofort wird laut Landratsamt die Bürgerbusbeförderung eingestellt.

  • Verwaltungsgemeinschaft:

    Die VG -Neunburg hat den Publikumsverkehr eingestellt. Unaufschiebbare Angelegenheiten können nur über einen, zuvor telefonisch vereinbarten Termin, erledigt werden.

  • Angebot:

    Die Gemeinde bietet im Notfall Unterstützung an. (ggo)

Verschiedene Vorschläge gab es im Rahmen der Diskussion um die Gestaltung der Parkplätze im südlichen Bereich, entlang der Staatsstraße. Dort waren ursprünglich 16 Stellflächen vorgesehen. Der Rat beschloss, fünf Parkplätze an der Staatsstraße zu streichen. Zudem sollte die Breite mindestens 2,40 Meter, besser noch 2,60 Meter betragen.

Christina Blommer von VG Neunburg, ist die Expertin für Gebührenkalkulationen. Sie erläuterte das Ergebnis der Neukalkulation der Abwassergebühren. Der Kalkulationszeitraum sei auf zwei Jahre festgelegt. Einen großen Vorteil nannte sie die Möglichkeit, aus Überschüssen Rücklagen für Reparaturen oder Investitionen zu bilden. Dies sei in der Vergangenheit grundsätzlich verboten gewesen.

Aufgrund der verschärften Anforderungen an die Reinigungsleistung sowie einem möglichen Sanierungsbedarf an den Kanälen, sah sie einiges an Kosten auf die Gemeinde zukommen. Demzufolge schlug sie vor, statt der errechneten 2,35 Euro, die Kanalgebühr unverändert bei 2,50 Euro pro Kubikmeter, plus der Grundgebühr, zu belassen. Der Gebührensatz für Neueinrichtungen wurde auf 0,84 Euro je Quadratmeter Grundstücks- und 10,76 Euro je Geschossfläche geändert.

Photovoltaik im Plus

Genehmigt wurden ohne Diskussionen die Tektur für den Neubau eines Einfamilienhauses in Prackendorf, Antragsteller Jakob Schwendner, sowie der Antrag von Markus Becher, auf Neubau einer Güllegrube in Weislitz.

Eine positive Bilanz zog Bürgermeister Graßl zum Betrieb der Photovoltaikanlage auf dem Schulgebäude.

Immerhin 8248 Euro konnten erneut als Reingewinn verbucht werden. Mit dieser Entscheidung habe sowohl das Dach saniert als auch ein jährlicher Überschuss erwirtschaftet werden können. Generell könnte die Gemeinde mit Photovoltaik, Biogas und Wasserkraft autark versorgt werden. Verbunden mit einem Bericht über die Arbeit der ILE Schwarzach-Regen, wurden Maßnahmen für Verbesserungen der Sitzgelegenheiten am Goldsteig erörtert.

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