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Region Schwandorf
Dienstag, 19. Juni 2018 23° 3

Kirche

Kapellchenfest dient der Herzensbildung

Die Schönstattbewegung der Diözese hielt in Nittenau ein großes Treffen ab. Es gab Musik, Theater Spiele und Gebete.

Zum Auftakt des Kapellenfestes gab es einen Gottesdienst. Foto: Georg Semmelbauer
Zum Auftakt des Kapellenfestes gab es einen Gottesdienst. Foto: Georg Semmelbauer

Nittenau. „Weilst a Herz host“, unter diesem Motto fand am Sonntag das Kapellchenfest der Schönstattbewegung der Diözese Regensburg statt. Die äußeren Bedingungen waren hervorragend. Es begann mit einem Gottesdienst. Die Schönstattjugend gestaltete diesen mit Liedern. Ein großer Chor der Mädchenjugend, begleitet von einer Geige, einem Cachon und fünf Gitarristen und einem Klavier aus der SMJ gaben dem Gottesdienst eine besondere Note.

In seiner Predigt ging Diözesanpräses Pfarrer Johann Babel auf das Motto des Tages ein. Er erinnerte die Gottesdienstbesucher zunächst an die Leistung, die ein Herz bereits bis zum 30. Lebensjahr vollbracht hat. Aber nicht nur das biologische Herz sei entscheiden für unser Leben. „Genauso brauchen wir ein menschliches Herz, das für die Liebe steht.“ Danach erhielten alle Teilnehmer Schokoladenherzen.

Nach dem Mittagessen gab es ein buntes Programm. Die Nittenauer Jugendblaskapelle gab ein Konzert. Auf der Spielwiese gab es viele Möglichkeiten, sein Können unter Beweis zu stellen. Den Höhepunkt des Nachmittags bildetet aber ein Theaterstück der Mädchenjugend. Dabei ging es um das Herz eines jungen Mädchens, in das viele reinwollten.

Der Neid, der Zeitdruck, die Maßlosigkeit, der Stolz, die Eitelkeit etc. wollten das Herz des Mädchens ganz für sich beanspruchen. Als dann am Abend Gott anklopfte und ebenfalls in das Herz des Mädchens wollte, war dieses Herz schon so voll von den Dingen dieser Welt, dass für ihn kein Platz mehr war. Mit einem selbstgedichteten Lied nach der Melodie „Weilst a Herz host wia a Bergwerk“ endete das stark emotionale Theaterstück der Mädchenjugend. Das Resümee des Theaterstücks und des Liedes war die Frage: Wofür lebt mein Herz? Vieles, wofür wir unser Herzblut einsetzen, macht uns letztlich nur leerer und kaputter. Tosender Applaus war der Lohn für die tolle Leistung.

Danach wurden verschiedene Workshops angeboten, wie ein Impuls für Ehepaare nach dem Motto: „Wonach mein Herz sich sehnt“. Ferner gab es ein Improtheater, bei dem es viel zum Lachen gab. Im Heiligtum war während des ganzen Festes das Allerheiligste ausgesetzt. Im kleinen Saal des Pater Josef Kentenich Hauses gab es eine Ausstellung über das Leben von Pater Josef Kentenich und einen Kurzfilm dazu. Neben verschiedenen Spielen wurde auch noch ein Kinderschminken angeboten und man konnte Herzlebkuchen selber gestalten. Eine Maiandacht bildete schließlich den Abschluss des Festes, wobei die Teilnehmer ihre Herzensanliegen in den Krug werfen durften, der dann an Jesus wie bei der Hochzeit zu Kana übergeben wurde. Das diesjährige Kapellchenfest war ein schönes Fest, bei dem ein guter Familiengeist herrschte und das die Teilnehmer einlud, über ihr Herz und ihre Herzensangelegenheiten mal wieder tiefer nachzudenken. Zum Schluss bekamen alle noch eine Karte mit dem Mottolied mit nach Hause.

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