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Aktion

Kein gleiches Geld für gleiche Arbeit

Zum Equal Pay Day am 18. März machen zwei Schwandorferinnen darauf aufmerksam, dass Frauen weniger verdienen.

Helga Forster, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Schwandorf (l.), und Dorothea Seitz-Dobler, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Schwandorf, weisen auf beachtliche Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen hin. Foto: Claudia Klee
Helga Forster, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Schwandorf (l.), und Dorothea Seitz-Dobler, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Schwandorf, weisen auf beachtliche Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen hin. Foto: Claudia Klee

Schwandorf.Geringe Bezahlung, niedrige Eingruppierung, wenig Aufstiegsmöglichkeiten – für viele berufstätige Frauen in Deutschland ist das leider noch immer Realität. Einen wichtigen Beitrag zum Umdenken leistet der alljährliche „Equal Pay Day“, der in diesem Jahr wieder am 18. März begangen wird. Dieser Tag markiert symbolisch den Entgeltunterschied zwischen Männern und Frauen, der in Deutschland derzeit bei 21 Prozent liegt.

Das bedeutet, Frauen müssen nach Ablauf des Jahres zusätzlich bis zum 18. März arbeiten, um das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu verdienen. Damit arbeiten Frauen statistisch gesehen immer noch 77 Tage umsonst und Deutschland bleibt unter den Schlusslichtern in Europa. Die Lohnlücke hat sich in den vergangenen Jahren kaum geändert.

Motto des Equal Pay Days ist „WERTSACHE Arbeit“

Diesen beachtlichen Lohnunterschied nehmen die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Schwandorf, Dorothea Seitz-Dobler, und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Helga Forster, zum Anlass, auf den „Equal Pay Day“ hinzuweisen. Der diesjährige Equal Pay Day steht unter dem Motto „WERTSACHE Arbeit“. Die Gründe für den geringeren Verdienst von Frauen haben ihnen zufolge nicht immer etwas mit dem Wert der Arbeit zu tun – im Gegenteil. Wie die Arbeit wertgeschätzt werde, spiegele sich auch und gerade im Gehalt wieder.

Equal Pay Day

  • Gründe:

    In Sachen Entgeltungleichheit sind es viele verschiedene Punkte, die sich als besonders prägend erweisen. Dorothea Seitz-Dobler verweist darauf, „dass Frauen ihre Erwerbstätigkeit häufiger und länger familienbedingt als Männer unterbrechen oder reduzieren. Die Problematik wird auch dadurch verschärft, dass viele Frauen in sogenannten Minijobs arbeiten, in denen keine oder nur sehr geringe eigenständige Ansprüche in der Kranken-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung erworben werden“.

  • Aufgabe:

    „Gleichstellung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und von der Aufwertung typisch weiblicher Berufe und Tätigkeiten profitieren letztlich alle“, ist Gleichstellungsbeauftragte Helga Forster überzeugt.

Doch woher rühren die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Bezahlung? Und wie hängen die Wertschätzung ganzer Berufsgruppen und das Thema Lohngerechtigkeit zusammen? Der diesjährige Equal Pay Day rückt Wert und Wertschätzung unterschiedlicher Berufe in den Fokus und ruft dazu auf, die bestehenden Bewertungsmaßstäbe zu überdenken, um anhand gleicher Maßstäbe für Männer und Frauen echte Gleichwertigkeit zu schaffen. Die Ergebnisse einer Studie zeigen, wie unterschiedlich gleichwertige Arbeit von Frauen und Männern entlohnt wird und wie ungerechtfertigt die Unterschiede sind. Es wird anhand von geschlechtsneutralen Kriterien belegt, wie hoch die Anforderungen gerade in Pflegeberufen bei häufig schlechter Bezahlung sind und wie Tätigkeiten geschlechtsunabhängig bewertet werden können. Die Erkenntnis ist, dass Pflegeberufe keine Frauenhobbys, sondern harte Arbeit sind.

Verdienstunterschiede bei Frauen und Männern:

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