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Kein neuer Standort für LTE-Funkmast

Weil die Übertragungsraten vom Umspannwerk bis zum Stadtgebiet nicht ausreichen würden, soll der Funkmast weiter in der Thanner Straße stehen.
Von Simone Grebler

Der LTE-Funkmast in der Thanner Straße versorgt Nittenau mit einer höheren Internetbandbreite. Foto: Grebler

Nittenau.Mobil erreichbar sein und ohne Verbindungsprobleme schnell unterwegs im Internet surfen – das gehört mit zur Infrastruktur einer Stadt. In Nittenau sorgt ein LTE-Funkmast in der Thanner Straße aber eher für Unmut, denn für Begeisterungsstürme. Wie die MZ berichtete, hatte Bürgermeister Karl Bley mitgeteilt, dass der Mast genehmigungsfrei sei. Deshalb habe die Stadt auch kein Mitspracherecht in diesem Fall, auch wenn die Bürger sich den Funkmast wegwünschen.

Die Stadt habe damals als Alternivstandort das Umspannwerk vorgeschlagen. Nun hat sich der Betreiber, die Deutsche Telekom AG, auf Anfrage der MZ zu diesem Vorschlag geäußert. „Wir haben den Standort umfassend auf seine Eignung hin geprüft und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass er außerhalb des Suchkreises und definitiv zu weit vom Versorgungsgebiet entfernt liegt“, schreibt Unternehmenssprecher Hubertus Kischkewitz. Der Standort sei funktechnisch ungeeignet, denn der Mast wäre dort nur mit eingeschränkter Kapazität nutzbar. „Als Ergebnis all dessen wären nur minimale Datenraten erreichbar“, so Kischkewitz.

Vor allem die geringe Bandbreite widerspreche den Wünschen der Menschen. Durch den ansteigenden Datenverkehr via Smartphones und Tablets müsse die Telekom stetig am Netzausbau arbeiten. „Bandbreite wird in den Kommunen immer mehr zum Standortfaktor, mehr und mehr Menschen entscheiden unter anderem danach, wo sie leben und arbeiten wollen“, schreibt der Unternehmenssprecher. Aber nicht nur die Entfernung zwischen Umspannwerk und Stadtgebiet, sondern auch, dass in diesem Fall ein neuer Mast aufgestellt werden müsse, spiele eine Rolle in den Überlegungen der Telekom, die nach eigenen Angaben rund vier Milliarden Euro in den Netzausbau im gesamten Bundesgebiet investiert.

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