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Region Schwandorf
Sonntag, 23. September 2018 22° 7

PSB

„Keine wesentliche Mehrbelastung“

Eine deutliche Mehrheit des Stadtrates hat sich für die Auflösung der Personalservice Burglengenfeld (PSB) ausgesprochen – der Weg wird nun geprüft.
Von André Baumgarten

Im Internet konnnte die Abstimmung zum Thema PSB im Burglengenfelder Stadtrat live verfolgt werden. Foto: Baumgarten

Burglengenfeld. Wann, wie und welche der aktuell 30 Beschäftigten (Voll- und Teilzeit) der Personalservice Burglengenfeld GmbH (PSB) in Arbeitsverhältnisse bei der Stadt überführt werden können – das sollen die Verwaltung und die Stadtwerke klären. Gegen die Stimmen von Max Graf, Heinz Karg, Albin Schreiner und Evi Vohburger (alle BWG) hatte die Mehrheit im Stadtrat am 18. Juni dafür gestimmt, die Rahmenbedingungen für eine Auflösung der im Oktober vor zehn Jahren gegründeten Tochter der Stadtwerke zu prüfen. Dazu zählt auch, was für Mehrkosten auf die Stadt zukommen. Ein „Gesamtszenario“ für die Gesellschaftsauflösung soll dann erneut zur Entscheidung vorgelegt werden.

Thomas Wittmann, der Leiter des Fachbereiches Allgemeine Verwaltung, erläuterte in der Sitzung die Gründe. Geschäftsgegenstand der PSB sei „ … die Überlassung von Personal an die Stadtwerke und die Stadt“. Das bedeute nicht anderes, als dass Mitarbeiter der PSB „Aufgaben wahrnehmen, die sonst von Mitarbeitern der Stadt bzw. der Stadtwerke erfüllt würden“. Langfristig, so Wittmann im Gespräch mit der MZ, fahren die Beschäftigten als Angestellte der Stadt oder der Stadtwerke besser. Die bei der PSB angewendeten Tarifverträge „Zeitarbeit“ unterschieden sich teils doch deutlich von Regelungen für Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst.

Urlaubsgeld gebe es bei Letzterem zwar nicht, dafür 80 bis 90 Prozent eines Monatsgehalts als Weihnachtsgeld. Den Zeitarbeitern würden je 300 Euro für Urlaubs- und Weihnachtsgeld gewährt. Da laut Wittmann die Stadt die für die „geliehenen Beschäftigten“ erhobene Mehrwertsteuer nicht absetzen kann, „hebt sich der Vorteil überwiegend auf“. Eine Grobberechnung hat laut Wittmann ergeben, dass mit der Auflösung der PSB „keine wesentliche Mehrbelastung auf Burglengenfeld zukommt“.

Zweiter Bürgermeister Bernhard Krebs (SPD) begrüßte die Entscheidung vollinhaltlich. CSU-Fraktionsvorsitzender Michael Schaller pflichtete ihm bei: „Eine jahrelange Ungerechtigkeit wird so beendet.“ BWG-Fraktionsvorsitzender Albin Schreiner betonte, dass andere Städte ihre Personalagenturen als große Errungenschaften preisen – „wir dagegen schaffen sie ab“. Er bezeichnete die Debatte als „Schaumschlägerei“, was sich Bürgermeister Thomas Gesche wiederum sehr vehement verbat.

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