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Aktion

Kinder übten gesundes Garteln mit Zinni

Der Neunburger Gerhardinger Kindergarten und Hort möchte schon bei den Kindern mehr Bewusstsein für gesunde Ernährung wecken.
Von Ralf Gohlke

Die Gartenpädagogin Marion Zlamal erklärte genau, welche Pflanzen in das Hochbeet kommen sollten und worauf dabei zu achten ist. Foto: R. Gohlke
Die Gartenpädagogin Marion Zlamal erklärte genau, welche Pflanzen in das Hochbeet kommen sollten und worauf dabei zu achten ist. Foto: R. Gohlke

Neunburg.Schon mit einem einzigen kleinen Zugeständnis kann man Kinder nicht nur glücklich machen, sondern sie auch zur bereitwilligen Mitarbeit animieren. Das Zauberwort, beziehungsweise der Satz, lautet: „Heute dürft ihr euch eure Hände mal so richtig dreckig machen!“ Mit dieser Aufforderung lag auch die Gartenpädagogin Marion Slamal bei den Kleinen im Neunburger Gerhardinger Kindergarten und Hort genau richtig. Der Kindergarten hatte sich für die Teilnahme an der „Gartenzwergerl-Aktion 2018 “ der Mittelbayerischen Zeitung beworben und war als Gewinner für einen der zehn begehrten Plätze ausgelost worden.

Stolz wurde das Werk von den Kindern und den Erwachsenen begutachtet. Auch das MZ-Zeitungsküken „Zinni“ war beeindruckt. Foto: ggo
Stolz wurde das Werk von den Kindern und den Erwachsenen begutachtet. Auch das MZ-Zeitungsküken „Zinni“ war beeindruckt. Foto: ggo

„Fleischpflanzerl“ nicht anbauen

Der Sieger-Preis für die Gewinner beinhaltet drei Hochbeete für den Außenbereich einschließlich der dazugehörigen Bepflanzung. Und der Partner der Aktion, die VR Bank Niederbayern/Oberpfalz, spendierte dazu noch einen schicke Gartenbank, die unter einem blühenden Apfelbaum den passenden Platz im Spielgarten fand.

Das mit den „schmutzigen Händen“ ließen sich die Kids nicht zweimal sagen. Gern kamen sie der Aufforderung von Marion Zlamal nach, zunächst die großen Brocken der Gartenerde aus den Verpackungen zu zerbröseln. Dann mussten sie aber auch schon wieder etwas gebremst werden, denn im gleichen Moment wurde die Erde in den Beeten schon wieder „festgeklopft“.

Das MZ-Zeitungsküken „Zinni“ war der Star bei den Kleinen. Foto: ggo
Das MZ-Zeitungsküken „Zinni“ war der Star bei den Kleinen. Foto: ggo

„Wenn ihr das macht, bekommen die Wurzeln keine Luft, die Erde muss immer locker sein“, lautete eine der ersten Regeln der Garteningenieurin.

Die hatte übrigens auch noch zwei „Experten“ dabei, nämlich den schlauen Petterson und seinen frechen Kater Findus, beide auch bekannt aus dem Fernsehen. Findus hatte eine Super-Idee: Wenn bei Petterson alle Pflanzen wuchsen und er immer Obst und Gemüse ernten könne, müsste dies auch mit seiner Lieblingsspeise „Fleischpflanzerl“ funktionieren.

„Grüß Dich in Neunburg.“ Foto: ggo
„Grüß Dich in Neunburg.“ Foto: ggo

Die Neunburger Kinder waren aber schlauer als der Kater und wussten gleich, dass sich Fleischpflanzerl nicht durch Einpflanzen vermehren ließen. Da setzten sie dann doch eher auf die Setzlinge für Tomaten, Gurken, Kohlrabi, Sauerampfer, Paprika, Salat, Schnittlauch, Erdbeeren oder die „essbare Blume“, die Kapuzinerkresse. Auch einige Karottensamen durften noch in den Beeten verteilt werden.

Die jungen Gärtnerinnen und Gärtner gingen sehr akribisch zur Sache und mussten manchmal sogar etwas gebremst werden, damit die jungen Pflanzen keine Schäden erlitten. Zum Abschluss wurde noch fleißig Wasser geholt und die neuen Kulturen in den Hochbeeten fachmännisch „angegossen“. Nachdem die „Großen“ ihre Arbeit erledigt hatten, durften auch die Kleinen aus der Krippe ein eigenes Beet anlegen.

Früh die Wurzeln legen

Die größte Überraschung erlebten die Kinder, als plötzlich „Zinni“, das schlaue MZ-Zeitungsküken, um die Ecke kam und sich das getane Werk betrachtete. Sein „Flaum“ und die runden Formen reizten geradezu zum Kuscheln. Klar, dass „Zinni“ auch mit auf das Erinnerungsfoto musste, bevor es zur verdienten Brotzeit mit Butterbroten, Gurken, Tomaten und allem, was jetzt künftig geerntet werden kann, ging. Als zusätzliche Belohnung gab es auch noch Seifenblasen-Röhrchen und Sandkastenformen.

Nach der Bepflanzung wurde fachgerecht angegossen. Foto: ggo
Nach der Bepflanzung wurde fachgerecht angegossen. Foto: ggo

„Mit der Bewusstseinsbildung für gesunde Ernährung, wenn möglich noch aus eigenem nachhaltigen Anbau, kann nicht früh genug begonnen werden“, sagte Alexandra Mauff-Grotrian als Vertreterin der VR-Bank Niederbayern/Oberpfalz. Daher unterstütze die „Grüne Bank“ auch gern die Aktion der Mittelbayerischen Zeitung in Zusammenarbeit mit den Kindergärten. Gerade dort würden im Sinne des Wortes „die Wurzeln gelegt“ für späteres Verhalten.

Die Gesamtleiterin des Kindergartens und des Hortes, Schwester Christine Gindhart, freute sich besonders, dass die Neunburger diesmal zu den Gewinnern bei der Aktion gezählt hatten. Sie zog eine positive Bilanz des Vormittags und war voll des Lobes für die Akteure, insbesondere Marion Zlamal. „Ich fand es toll, wie sie mit den Kindern umgegangen ist und die Zusammenhänge erklärt hat“, sagte sie auf Nachfrage des Reporters der MZ. Einen Dank richtete sie auch an Sabine Cabras, welche die Aktion für das Medienhaus organisierte.

Die Aktion

  • Mit der MZ-Aktion „Gartenzwergerl – Gemüse für den Kindergarten“

    setzt das Medienhaus erneut den Fokus auf die gesunde Ernährung schon bei den ganz Kleinen. Ziel ist es unter anderem, das Interesse für selbstangebautes Gemüse und Obst zu wecken. Unter den Bewerbern wurden auch heuer wieder zehn mal drei kindgerechte Hochbeete verlost – inklusive der passenden Bepflanzung und Anleitung.

  • Zusammen mit dem Partner der Aktion, der VR Bank Niederbayern-Oberpfalz eG,

    veranstaltet die MZ dazu jeweils einen Aktionstag zum Thema, bei dem die Kinder ihre neuen Hochbeete unter sachkundiger Anleitung selbst bepflanzen können. Nach der „Arbeit“ gibt es eine gesunde Brotzeit und die Kinder bekommen Besuch vom MZ-Zeitungsküken „Zinni“. Teilnahme-Infos gibt es unter www.gartenzwergerl.de.

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