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Kindergarten-Anbau: Es geht vorwärts

In Fischbach muss die Stadt Nittenau für die geplante Erweiterung viel Geld investieren. Dafür gibt es einige Verbesserungen.
Von Cornelia Lorenz

Bald soll der Fischbacher Kindergarten Platz für eine altersgemischte Gruppe bieten. Archivfoto: Lorenz
Bald soll der Fischbacher Kindergarten Platz für eine altersgemischte Gruppe bieten. Archivfoto: Lorenz

Nittenau.Die Planungen für die Erweiterung des Fischbacher Kindergartens werden allmählich immer konkreter: Die Nittenauer Stadträte konnten sich am Dienstagabend ein Bild vom vorgesehenen Anbau machen. Rund 330.000 Euro wird die Stadt nach der jüngsten Kostenschätzung investieren müssen, um Platz für eine zweite, altersgemischte Gruppe zu schaffen.

Platzmangel war im Kindergarten Sankt Josef in Fischbach, der 2001 eröffnet wurde, von Anfang an ein Dauerthema gewesen. Ursprünglich hatte man die Einrichtung für eine Gruppe von 25 Kindern konzipiert. Doch das führte bald zu Problemen: Zu Spitzenzeiten tummelten sich hier dank einer Sondergenehmigung des Landratsamts knapp 50 Kinder.

Stadt rechnet in Fischbach mit mehr Kindergartenkindern

Von diesen Zahlen ist der Fischbacher Kindergarten derzeit zwar weit entfernt. Weil das kleine Dorf bei jungen Familien als Wohnort aber sehr beliebt ist, wie sich bei der schnellen Vermarktung des Baugebiets Hopfengarten zeigte, rechnet die Stadt in den nächsten Jahren hier wieder mit steigenden Geburtenzahlen und folglich mit mehr Kindern in der Einrichtung.

Die Vorgeschichte zur Erweiterung des Kindergartens, der unter Trägerschaft der örtlichen Kirchenstiftung steht, ist kompliziert und langwierig. Immer wieder waren die Planungen ins Stocken geraten – unter anderem wegen Meinungsverschiedenheiten zwischen Stadt und Diözese zur Finanzierung des Projekts.

Keine Interessenten für das Schreinerhaus

  • Rückblick:

    Im November 2019 hatte der Nittenauer Stadtrat beschlossen, sich vom maroden Schreinerhaus zu trennen. Das Gremium folgte damit dem Antrag der Freien Wähler, das Gebäude in Fischbach zu verkaufen.

  • Zwischenstand:

    Bislang gebe es keine Kaufinteressenten, erfuhren die Räte bei ihrer Sitzung am Dienstagabend. Benjamin Boml (FW) regte an, einen Makler einzuschalten, um den Verkauf zu forcieren.

Die Kirchenstiftung hat kein Geld

Die Diskussionen darüber sind mittlerweile beendet: Die Diözese wird sich mit 16 Prozent der förderfähigen Kosten an der Erweiterung beteiligen. Die Kirchenstiftung der Pfarrei Sankt Jakobus in Fischbach wird wegen mangelnder finanzieller Reserven den Ausbau des Kindergartens nicht bezuschussen.

Der Stadtrat hatte zuletzt im März 2019 den Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Fischbacher Kindergartens um eine altersgemischte Gruppe gefasst. Die Einrichtung, die derzeit eine Nutzfläche von 310 Quadratmetern hat, soll mit dem Anbau auf 480 Quadratmeter wachsen. Es wird künftig neben dem zweiten Gruppenraum beispielsweise einen zweiten Intensivraum, eine größere Küche, einen neuen Speiseraum sowie einen neuen Ruheraum und eine Wickelmöglichkeit geben. Das Untergeschoss bleibt unverändert.

Hanglage ist eine Herausforderung

Aufgrund der Hanglage des Grundstücks, die die Planer vor einige Herausforderungen stellt, soll der Anbau zwischen dem bestehenden Gebäudeteil und dem Feuerwehrhaus platziert werden. Auch Barrierefreiheit ist bei der Baumaßnahme ein wichtiges Thema. So ist zum Beispiel eine behindertengerechte Toilette geplant.

Das Architekturbüro Schnabel und Partner kalkuliert derzeit mit Gesamtkosten von rund 840.000 Euro. Die Stadt muss diese aber nicht allein schultern: Aus öffentlichen Fördertöpfen kann die Verwaltung mit rund 430.000 Euro rechnen, während die Diözese rund 80.000 Euro zuschießen würde. Für die Stadt würde die aktuelle Kostenschätzung einen Eigenanteil von rund 330.000 Euro bedeuten.

Wenn die Erweiterung des Fischbacher Kindergartens abgeschlossen ist, können hier in Zukunft auch Krippenkinder von eins bis drei Jahren betreut werden. Auch ein Mittagessen kann den Kindern dann angeboten werden.

Infrastruktur

Kanalbau sorgt für große Umleitung

Die Stadt Nittenau investiert bei Kaspeltshub drei Millionen Euro in den Untergrund. Das Projekt trifft auch die Autofahrer.

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