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Klärschlammtrocknung verzögert sich

Die Schwandorfer Trocknungsanlage läuft noch nicht rund. Die nötigen Spezialisten können wegen der Pandemie nicht einreisen.
Von Isabelle Lemberger

DIe Klärschlammtrocknungsanlage in Schwandorf ist seit November 2019 fertiggestellt. Foto: Lemberger
DIe Klärschlammtrocknungsanlage in Schwandorf ist seit November 2019 fertiggestellt. Foto: Lemberger

Schwandorf.Das Coronavirus bremst jetzt auch die Klärschlammtrocknung in Schwandorf aus. Wie aus der Verbandsversammlung des Zweckverbands Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf (ZTKS) hervorgeht, gestaltet sich die Inbetriebnahme der Klärschlammtrocknungsanlage schwieriger, als gedacht. Beide Trocknungslinien der Anlage seien zwar bereits in Betrieb, jedoch mit einigen Einschränkungen.

Denn während die eine Trocknerlinie im Dauerbetrieb laufe, weise die andere noch „softwaremäßige Probleme“ auf und könne nur teilweise mit Klärschlamm beschickt werden. Das werde voraussichtlich auch noch länger der Fall sein. „Wegen der Pandemie können die zuständigen Mitarbeiter der beteiligten Firmen aus Tschechien und Frankreich nur unter Problemen einreisen“, erklärt Verbandsvorsitzender Andreas Feller. Der zuständige Softwareentwickler und Anlagenhersteller versuche deswegen aktuell, deutsche Mitarbeiter abzustellen, damit die Klärschlammtrocknung trotz Pandemie zügig vorangehen kann. OB Feller hat dennoch gute Nachrichten: „Der Absatz des getrockneten Materials ist für dieses Jahr durch zwei Abnahmeverträge gesichert.“

Finanzen

Zweckverband plant weniger Investitionen

Der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung in Maxhütte und Teublitz berät den Haushalt. Das größte Projekt kostet 125 000 Euro.

Kohlekraftwerke stützen Entsorgung

Doch nicht nur die Steuerung der Anlage werde durch die Pandemie verzögert, daneben gebe es weitere negative Auswirkungen für die Klärschlammtrocknung: Die Entsorgung des Klärschlamms sei in den vergangenen Monaten immer komplizierter geworden. „Viele Kohlekraftwerke mussten abgeschaltet werden“, erklärt OB Feller. Die Verbrennung in Kraftwerken sei aber eine entscheidende Stütze bei der thermischen Entsorgung von Klärschlamm. Große Lagerbestände seien das Ergebnis. Und noch dazu höhere Entsorgungspreise.

Lediglich Formsache waren die Beschlüsse bei der ZTKS-Versammlung. Die 25 Kläranlagenbetreiber aus den Landkreisen Schwandorf, Neustadt an der Waldnaab und Regensburg haben sich bereits im November 2015 zum Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf zusammengeschlossen. Sie billigten die Jahresabschlussrechnung für 2018 mit einem Fehlbetrag von rund 107 000 Euro. Die rund 3,3 Millionen Euro, die 2019 als Investitionsmittel zur Verfügung standen, wurden nicht ausgegeben und von den Mitgliedern in das Jahr 2020 übertragen.

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