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Region Schwandorf
Dienstag, 18. September 2018 26° 2

Kultur

Klassikkonzert mit Harmonie

Beim 8. Klassikkonzert gab es Werke aus der Barockzeit zu hören. Das Motto des Abends lautete „Kleine Nachtmusik“.
Von Werner Artmann

Norbert Hintermeier dirigierte beim 8. Klassikkonzert das Kammerorchester „Ratisbona“ Regensburg. Foto: Werner Artmann
Norbert Hintermeier dirigierte beim 8. Klassikkonzert das Kammerorchester „Ratisbona“ Regensburg. Foto: Werner Artmann

Teublitz.Werke der „Komponistengrößen“ vor allem aus der Barockzeit bildeten das Programm der diesjährigen Serenade unter dem Titel „Kleine Nachtmusik“. Norbert Hintermeier, der das Kammerorchester „Ratisbona“ leitete, machte auch kurze Anmerkungen zu den Werken und der Programmzusammenstellung. Dass er dabei auf das Lebenswerk Telemanns einging, versteht sich schon daran, dass er sich seit dem Bekanntwerden der Abstammung dieses berühmten Barockkomponisten aus Saltendorf mit dessen Musik beschäftigt. Aus witterungsbedingten Gründen musste das Konzert am Sonntagabend vom Stadtpark in die Dreifachsporthalle verlegt werden.

„Pflege der Musik, das ist wie Ausbildung der inneren Harmonie,“ stellte Bürgermeisterin Maria Steger in ihrem Grußwort fest. Die Pflege der klassischen Musik ist in der Stadt schon Tradition. Damit untrennbar verbunden ist der Name Norbert Hintermeier, der bereit das 8. Klassikkonzert organisierte und dirigierte. Das Streicherensemble „Ratisbona“ entführte die Besucher mit seinen Darbietungen in die Welt der Klassik. „Musik erhebt uns über den normalen Alltag hinaus, lässt den täglichen Trott mit Stress und Frustration vergessen und schenkt uns wieder Harmonie!“ Steger dankte Dirigent Norbert Hintermeier und überreichte ein Geschenk sowie an seine Frau Rita einen Blumenstrauß.

Humorvoll wirkende Musik

Die großartig dargebotene Suite „La Bouffonne“ mit ihrer französischen Ouvertüre und sechs unterschiedlichen Tanzsätzen erfreute und überraschte die Zuhörer mit humorvoll wirkender Musik. Dies erreichte der Komponist durch die wechselnde Betonungen und verschiedenen Tempi, so dass trotz der Länge des Werks keine Langweile aufkam, wozu die werkgerechte Interpretation wesentlich beitrug. Bei einem Concerto des Klosterkomponisten Albericus Hirschberger, das an die Musik des Italieners Antonio Vivaldi erinnerte, gesellten sich zu den Streichern noch Hörner, die gleichsam einen zusätzlichen klanglichen „Farbtupfer“ im Orchester darstellten.

Durch die exakte Spielweise und den Wohlklang war diese Besetzung eine wahre Bereicherung des Teublitzer Klassikkonzerts. Dies gilt auch für die Interpretation einer dreisätzigen Sinfonia für zwei Hörner und Streichorchester von dem aus der Schweiz stammenden Komponisten der Vorklassik, Joseph Franz Xaver Dominik Stalder. Es ist eine Seltenheit, diese weitgehend unbekannte, aber unbeschwert fröhliche Musik in einem Konzert zu hören. „Es ist ein ständiges Suchen und Erforschen“, wie Hintermeier sagte, „solche Werke zu finden und zu entdecken, da es auch fast keine Aufnahmen von diesen relativ unbekannten Komponisten, wie Hirschberger oder Stalder gibt. Darin besteht aber der Reiz, diese Werke als Erstaufführungen zu präsentieren.“ Die gute Aufnahme und Akzeptanz bei den Zuhörern bestärkte diese Arbeit.

Zwei Hörner zusätzlich

Im zweiten Teil wurden zunächst zwei Werke von „Oberpfälzer Komponisten“ dargeboten. War mit Christoph Willibald Gluck ein bekannter Komponistenname auf dem Programm, wurde mit Franz Gleissner wieder ein relativ unbekannter Musiker aus der Oberpfalz ( 1761 geboren in Neustadt a. d. Waldnaab) vorgestellt. Seine Sinfonie in F-Dur, wiederum in der Besetzung von zwei Hörnern mit Streicher, ist eine festliche Musik, die schwungvoll und klangprächtig dargeboten wurde.

Traditionsgemäß und dem Titel der Musikveranstaltung „Kleine Nachtmusik“ entsprechend wurde das Konzert mit der berühmten Serenade „Eine kleine Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart beendet. Dieses bekannte Werk wurde mit größter Sorgfalt und instrumentalem Können von den Musikern gespielt. Die Erwartungen der Zuhörer wurden dabei nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Davon zeugten nicht nur der abschließende große Beifall, sondern auch die vielen Bekundungen und Gratulationen an die Musiker und an den musikalischen Leiter des Konzerts Norbert Hintermeier. (bhi/bat)

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Kleine Nachtmusik

  • Mozart:

    „Eine kleine Nachtmusik“ gehört nicht zu den berühmtesten Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und ist eine der bekanntesten Instrumentalkompositionen des 18. Jahrhunderts. Der Komponist schrieb die Musik im gleichen Jahr wie seine Oper „Don Giovanni“, 1787, vier Jahre vor seinem Tod.

  • Aufbau:

    Das Werk hat vier Sätze und ist ähnlich aufgebaut wie die Sinfonien dieser Zeit. Ein schwungvolles Sonatenrondo bildet das Finale.

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